Handball

Zähes Spiel mit Seltenheitswert sorgt für Frust beim Bergischen HC

Das Hauen und Stechen hatte für den defensiv überragenden Tom Kare Nikolaisen (r.) und den BHC kein Happy End.
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Das Hauen und Stechen hatte für den defensiv überragenden Tom Kare Nikolaisen (r.) und den BHC kein Happy End.

Handball-Bundesliga: Löwen kassieren gegen Hannover nur 23 Gegentore, verlieren aber trotzdem.

Von Thomas Rademacher

Der letzte Angriff des Bergischen HC gegen die TSV Hannover-Burgdorf war ein Stück weit symptomatisch für die gesamte Partie. Die Gäste wurde 40 Sekunden vor Schluss gegen die offene Manndeckung der Löwen nervös, verloren den Ball, und die Löwen mussten schnell abschließen, um auf 22:23 zu verkürzen. Doch gegen die noch ungeordnete Deckung fanden die Hausherren keinen zügigen Weg, wertvolle Sekunden verronnen, Arnor Gunnarsson traf auf Pass von Tomas Babak erst 15 Sekunden vor Schluss. Es war zu spät, Hannover gewann das Duell 23:22 (9:10).

Die beschriebene Situation passte ins Gesamtbild, zumal an diesem Abend in der Klingenhalle wenig reibungslos funktionierte. Die Bergischen schlugen kaum Kapital aus Ballgewinnen – entweder, weil das Tempospiel nicht gut funktionierte, oder, weil Chancen liegen gelassen wurden. Stattdessen mussten sie im Positionsangriff arbeiten und Tore erzwingen, was mal mehr, mal weniger funktionierte. Technische Fehler kamen hinzu – wenn auch nicht so viele wie beim Auftaktmatch in Minden, das die Löwen mit 28:25 gewonnen hatten.

Es entwickelte sich ein nicht schön anzusehender zäher Abnutzungskampf, in dem die BHC-Deckung fast 60 Minuten gut aussah. „Mit so einem Abwehr- und Torhüterspiel sollten wir zu Hause gewinnen“, sagte ein frustrierter Spielmacher Linus Arnesson. „Es lief einfach zu schwer im Angriff.“ Überbewerten wollte der Schwede die Niederlage aber nicht: „Wir sind trotzdem auf einem guten Weg, haben eine gute Mannschaft. Es war erst das zweite Spiel.“

Das Team dürfe sich nun nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wären wir mit zehn Toren Unterschied untergegangen, hätten wir viele Fragen. Aber Abwehr und Torhüter waren gut. Darauf bauen wir auf und arbeiten weiter“, betonte Arnesson.

Der gebrauchte Abend begann bereits vor dem Spiel bei den neu eingeführten Auszeit-Buzzern, die nicht gleichzeitig mit der Anzeige von Strafminuten einsatzbereit waren. So entschied die Technische Delegierte Jutta Ehrmann-Wolf, die herkömmlichen Auszeitkarten zu nutzen.

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