Handball-Bundesliga

„Wir wurden von der Kulisse getragen“

Jörg Föste (l.) beruhigte Christopher Rudeck, nachdem dieser wegen einer Beschwerde beim Schiedsrichter eine Zeitstrafe bekam. Foto: Moritz Alex
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Jörg Föste (l.) beruhigte Christopher Rudeck, nachdem dieser wegen einer Beschwerde beim Schiedsrichter eine Zeitstrafe bekam.

Föste und Co. sehen ein überzeugendes Heimspiel.

Von Thomas Rademacher

Das Spiel des BHC gegen Flensburg war schon so gut wie entschieden, als es zum letzten Aufreger des Abends kam. Nach einem Zusammenprall zog Göran Sögard Csaba Szücs das Trikot über den Kopf. Dass der Flensburger ohne Bestrafung davonkam, brachte nicht nur die 1021 Fans in Wallung. Auch Torhüter Christopher Rudeck beschwerte sich offenbar ein wenig zu vehement und wurde dafür für zwei Minuten vom Feld geschickt. Das Publikum quittierte die letzte strittige Entscheidung der Unparteiischen mit lauten Buhrufen, die sich auch nach dem Abpfiff fortsetzten.

„Wir wurden von der Kulisse getragen“, lobte Geschäftsführer Jörg Föste das Publikum, das diesmal nur aus Dauerkarten-Inhabern und Partnern bestand. Die neue Corona-Schutzverordnung hätte zwar 1500 bis 1600 Zuschauer zugelassen, doch sie erschien zum einen so spät, dass der Verein nicht mehr reagieren konnte. „Außerdem hätten wir auswürfeln müssen, wen wir in die Halle lassen“, meinte Föste. Der Vorverkauf war gut gelaufen, etwa 2200 Tickets waren abgesetzt. Der Geschäftsführer haderte: „Wir hätten zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine fast volle Halle gesehen.“

Mit der Leistung der Mannschaft war nicht nur Jörg Föste, der ein „sehr überzeugendes Heimspiel“ gesehen hatte, zufrieden. Auch Trainer Sebastian Hinze freute sich „in der Summe“ über die Vorstellung seines Teams. „Leider gab es in der zweiten Halbzeit diese eine Phase, in der es Flensburg einfach besser gemacht hat als wir“, meinte der 42-Jährige. „Zwei Stürmerfouls, zwei Fehlpässe an den Kreis, zwei Bälle, die wir von außen liegen lassen: Flensburg hat das mit Kontern bestraft und war in dieser Spielsituation effektiv und geduldig im Angriff.“

Als Reaktion auf das Berlin-Spiel wollte Hinze die Leistung im Übrigen nicht verstanden wissen. „Die Mannschaft ist stabil und hatte eine sehr gute Trainingswoche. Ich persönlich brauchte keine Reaktion“, betonte Hinze, der das 24:29 bedauerte: „Es ist schade, weil die Jungs einen wirklich guten Fight geliefert haben.“

In der kritischen Phase läuft alles gegen die Löwen

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