Handball-Bundesliga

„Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte weggeworfen“

Jeffrey Boomhouwer wurde erst in der 38. Minute der zweiten Halbzeit eingewechselt, traf dann aber noch fünf Mal. Foto: Christian Beier
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Jeffrey Boomhouwer wurde erst in der 38. Minute der zweiten Halbzeit eingewechselt, traf dann aber noch fünf Mal.

Stimmen: Jeffrey Boomhouwer attestiert seiner Mannschaft Ehrgeiz, vermisst aber die Cleverness

Von Thomas Rademacher

Einig waren sich Sebastian Hinze und Jeffrey Boomhouwer nach der 25:30-Niederlage des Bergischen HC gegen die SG Flensburg-Handewitt. „Wenn wir mit minus drei oder vier in die Kabine gehen, ist vielleicht noch was drin, aber so war das schon ein gewaltiger Rucksack für uns“, sagte der BHC-Trainer, während sein Linksaußen ergänzte: „Mit einem knapperen Rückstand zur Pause wäre noch alles okay gewesen. Aber so haben wir das Spiel in der ersten Hälfte ein bisschen weggeworfen.“

Nicht Kampf und Ehrgeiz hätten gefehlt, sondern die Cleverness. „Flensburg hat die Kleinigkeiten viel besser gemacht als wir“, meinte der Niederländer. „Warum wir plötzlich mit 10:17 in die Halbzeit gehen, kann ich kaum erklären. Es gibt eine Phase, in der wir ein paar freie Bälle verwerfen, und wir haben einfach nicht die nötige Präsenz gezeigt.“

Bei keinem der Beteiligten bestand Zweifel, dass der Sieben-Tore-Rückstand entscheidend war. „Wir haben nicht aufgegeben“, sagte Spielmacher Tomas Babak. „Aber da hätte einfach alles passen müssen, um gegen einen solchen Gegner noch eine echte Chance zu bekommen.“ Auch ein wenig Glück wäre wohl nötig gewesen. „Das hatten wir aber auch nicht, als wir noch mal etwas näher dran waren. Insgesamt machen wir in 60 Minuten viel zu viele Fehler. Da gab es nicht einen speziellen am Ende, der uns das Spiel gekostet hat.“

Taktisch habe es nach Wiederanpfiff zwar besser funktioniert, „weil wir mehr über außen gemacht haben und nicht nur über die Mitte gegangen sind. In der ersten Halbzeit war das noch so“, erläuterte Babak einen Unterschied.

Stimmung erreicht nach dem Schlusspfiff einen Tiefpunkt

Die Stimmung war unmittelbar nach dem 25:30 auf einem Saison-Tiefpunkt. Das war Boomhouwer und Babak anzumerken. Angesichts der Tatsache, dass eine Fünf-Tore-Niederlage gegen ein Spitzenteam keine Schande darstellt, ist das bemerkenswert – und spricht für den angesprochenen Ehrgeiz der Truppe. „Wir sind extrem niedergeschlagen“, sagte Babak. „Wir wussten, dass wir eine Chance haben, wenn bei uns alles passt.“

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