Die Stimmen zum Spiel in Hannover

Spieler und Trainer freuen sich über einen glücklichen, aber auch verdienten Punkt

Tomas Babak (r.) traf sieben Mal und bot insgesamt eine herausragende Vorstellung in der Spielsteuerung.
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Tomas Babak (r.) traf sieben Mal und bot insgesamt eine herausragende Vorstellung in der Spielsteuerung.

Eine Niederlage hätte extrem weh getan.

Von Thomas Rademacher

Als Fabian Böhm das 30:27 für die TSV Hannover-Burgdorf gegen den Bergischen HC erzielt hat, standen noch knapp 70 Sekunden auf der Uhr. Eigentlich sollte sogar eine verrückte Handball-Partie in so einer Situation entschieden sein. War sie aber nicht. „Wir laufen da nicht gut zurück“, bemängelte TSV-Trainer Carlos Ortega. Und Sebastian Hinze? Hat er in diesen Sekunden noch daran geglaubt, dass seine Löwen etwas Zählbares aus der Hannoveraner Zag-Arena mitnehmen würden? „Ich hatte die Zeit nicht so im Blick, aber wir erwarten von uns, dass wir die Partie 60 Minuten spielen und immer daran glauben. Das hatten wir uns vorgenommen“, meinte der BHC-Coach.

„Wir sind durch schnelle Antworten von Tomas Babak und zwei Paraden von Tomas Mrkva schnell in die Situation gekommen, hier noch einen Punkt mitnehmen zu können. Ob ich noch daran geglaubt habe, weiß ich nicht, aber wir haben alles dafür getan, um diese kleine Chance doch noch zu nutzen.“

Als Arnor Gunnarsson drei Sekunden vor Schluss an die Siebenmeter-Linie ging, war die Anspannung natürlich groß. Er hatte den Punktgewinn in der Hand, nachdem er gegen die HSG Wetzlar in einer ähnlichen Situation gescheitert war. „Arnor ist unser erster Schütze, er hat die Erfahrung. Für einen Schützen ist das eine tolle Gelegenheit, so ein Spiel zu entscheiden.“ Auch David Schmidt, der den Siebenmeter zum 30:30 herausgeholt hat, hatte großes Zutrauen: „Ich stand da relativ entspannt hinter ihm. Er hat sich nach Wetzlar wahnsinnig geärgert. Er ist ein Isländer, eine coole Socke. Ich war mir sicher, dass er ihn macht.“

Wie zwei Punkte fühlte sich das Remis allerdings nicht an, räumte Schmidt ein. „Es ist schade, dass wir die gute erste Halbzeit nicht über die nächsten 30 Minuten gebracht haben. Angesichts des Spielverlaufs sind wir aber natürlich zufrieden. Klar war es auch ein bisschen glücklich“, sagte der fünffache Torschütze. „Es wäre aber gleichzeitig auch unglaublich ärgerlich gewesen, wenn wir hier mit leeren Händen nach Hause gefahren wären.“

Einig waren sich alle Beteiligten, dass die Partie einer Achterbahnfahrt geglichen habe. „Die Jungs haben sich den Punkt hier aber redlich verdient“, betonte Hinze.

Lesen Sie auch: Arnor Gunnarsson sichert das Last-Second-Remis

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