Handball

Solinger Trio hat die WM im Visier

Pausiert noch fürs Comeback beim BHC: Alexander Weck.
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Pausiert noch fürs Comeback beim BHC: Alexander Weck.

Handballer im Nationalteam.

Von Timo Lemmer und Jürgen König

Drei Mal Solingen im deutschen Nationalteam für den derzeit über drei Tage laufenden Junioren-Lehrgang in Warendorf – so wies es zumindest die offizielle Pressemitteilung des Deutschen Handball-Bundes aus. Aber derjenige, der aus der Klingenstadt stammt und seit vielen Jahren das Trikot des Bergischen HC trägt, war dann doch nicht dabei: Alexander Weck verzichtete noch nach seinem Kreuzbandriss und der langen Verletzungspause. Sein Teamkollege Tom Bergner fuhr hingegen ins Ostwestfälische, ebenso wie der Solinger Lukas Becher von Tusem Essen. „Mein Ziel ist es natürlich, die WM im Sommer mitzuspielen“, sagt Weck und teilt diesen Wunsch mit dem verbliebenen Duo. Seit diesem Montag bis Mittwoch tragen der Kreisläufer des BHC und Linksaußen des Tusem den Adler auf der Brust.

Für Tom Bergner musste es am Sonntagabend zügig gehen. Nach der 29:30-Niederlage in der Bundesliga gegen Leipzig, bei der der 20-Jährige diesmal keine Profi-Minuten schnuppern durfte, ging es für den Handballer von Wuppertal nur noch kurz in seine Höhscheider Wohnung, von da aus direkt weiter nach Warendorf. „Zum ersten Frühstück mussten wir da sein. In der Sportkaserne bedeutet das spätestens 7.30 Uhr, also bin ich noch am Sonntagabend gefahren“, erklärt er. Es sei stets eine Ehre, sagt Bergner, der zu Saisonbeginn von Eintracht Hagen ins Bergische gekommen war: „Mein Ziel ist es, mich bei der U21 zu etablieren, um dann im Sommer bei der WM in Ungarn Berücksichtigung zu finden.“ Wobei es eben momentan nie abzusehen sei, wie sich die Dinge entwickeln. „Wenn die Titelkämpfe aber stattfinden, habe ich schon ein gutes Gefühl, dabei zu sein.“ Bergner, geboren am 4. Mai 2020, preist den guten Kontakt, den Bundestrainer Martin Heuberger pflege.

Dass er derweil nicht in jedem Bundesliga-Spiel zum Einsatz kommt, trübt seine vorläufige Wechsel-Bilanz null: „Max Darj ist überragend, Tom Kare Nikolaisen auch. Das sind zwei Hochkaräter, von denen ich immer lerne. Vor allem kann ich hier jeden Tag auf hohem Bundesliga-Niveau trainieren.“ Er habe seit dem Sommer einen Sprung gemacht: „Das merke ich körperlich, aber auch, was die Abwehr betrifft. Wenn meine Zeit kommt, bin ich da.“

Beim Lehrgang der Junioren: Tom Bergner.

Riesengroß war die Freude bei Lukas Becher, war es doch eine Überraschung, als Heuberger anrief. „Er hat mir gesagt, dass ihm meine positive Entwicklung aufgefallen sei und er mich mal bei einem Lehrgang sehen möchte“, herrschte beim Gräfrather positive Anspannung angesichts der Premiere. Obwohl ihm Berufungen in Auswahlmannschaften zuvor nie wirklich gelungen seien, hat er auf so eine Chance gehofft. Und sich diese mit guten Leistungen beim Tusem auch redlich verdient.

Mit dem Tusem Essen mitten im Abstiegskampf

Mit Noah Beyer bildet er ein schlagkräftiges Gespann auf dem linken Flügel – dass der Kampf um den Klassenerhalt nur mit dem Maximum in jeder Begegnung klappen kann und Einbrüche vermieden werden müssen, weiß Becher. Gemeinsam mit Essens Torhüter Lukas Diedrich ist er im Zug nach Warendorf gefahren. Und hatte sich sehr auf das Wiedersehen mit seinem Kumpel Alexander Weck gefreut, immerhin kennt der Solinger, am 24. März 21 Jahre alt werdend, Spieler aus seiner kurzen Zeit in Hannover.

Lukas Becher erlebt in Warendorf seine Premiere im Junioren-Nationalteam.

Ebenso wie Tom Bergner ist Lukas Becher noch bis 2022 an seinen jetzigen Verein gebunden. Vielleicht steht der Name des ehemaligen Löwen-Jugendspielers aber trotzdem auf dem Zettel des BHC, der die Linksaußen-Jobs bislang noch nicht vergeben hat.

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