Handball

Zuschauer sorgen beim BHC-Spiel für ein Stück Normalität

Maskottchen Bergi durfte zum ersten Mal seit 16 Monaten wieder in der Klingenhalle durch die Zuschauerränge wirbeln. Foto: Christian Beier
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Maskottchen Bergi durfte zum ersten Mal seit 16 Monaten wieder in der Klingenhalle durch die Zuschauerränge wirbeln.

Der Bergische HC genießt die Rückkehr der Fans.

Solingen. 800 Fans hatten sich in der Klingenhalle vor allem eines gewünscht: einen Sieg ihres Bergischen HC im letzten Heimspiel dieser Bundesliga-Saison gegen den TVB Stuttgart. Daraus wurde beim 30:31 (17:13) zwar nichts, doch die Atmosphäre war nach einer Saison voller „Geisterspiele“ wieder eine ganz besondere. „Es war unfassbar gut“, lobte Torhüter Christopher Rudeck die Zuschauer voller Überzeugung. „So macht es einfach zehn Mal mehr Spaß, Handball zu spielen. Ich hoffe, dass in der neuen Saison mindestens so viele kommen dürfen.“

Ein wenig erschrocken war der 26-Jährige, wie schnell er sich an Spiele ohne Publikum gewohnt hatte. „Deshalb hatten wir vorher schon darüber gesprochen, wie sich das jetzt anfühlen würde. Aber die Gewöhnung fiel nicht schwer. Ich hatte zwischendurch sogar den Eindruck, die Halle sei voll. So gut hat das getan.“ Dass es nicht zum Sieg gereicht hatte, wurmte den Schlussmann. „Gerade weil wir das Spiel hinten verloren haben. Natürlich würde auch eine 20:21-Niederlage nerven, aber eine solche würde eher unserer Spielidee entsprechen. Unsere Abwehr muss eben da sein.“

Das war sie in der zweiten Hälfte nicht mehr, so dass die Schwaben die Partie drehten und am Ende auch ein wenig Glück auf ihrer Seite hatten. „Es war ein schönes Handballspiel, das wir leider verloren haben, obwohl wir im Angriff Lösungen hatten“, analysierte Jeffrey Boomhouwer. „Trotzdem haben uns die 800 Fans unheimlich viel Energie gegeben.“

So war auch Boomhouwers Vater zum ersten Mal in dieser Saison in der Halle – genau wie Rudecks Sohn Matti. „Es war sogar sein erstes Spiel überhaupt“, sagte der Torhüter, der extrem stolz auf seinen Einjährigen war: „Normalerweise ist er zu Hause eher der Koch und interessiert sich kaum für den Ball. Jetzt war er völlig heiß darauf.“ So spielte Rudeck nach dem Schlusspfiff noch ein wenig mit ihm auf dem Feld. „Ich hoffe, das bleibt so, denn das war auch für mich ein absolutes Highlight. Ich habe mich die ganze Saison darauf gefreut, mit ihm in der Halle zu toben.“

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