BHC-Chef betont riesige Chance

Präsidium des Deutschen Handball-Bundes tagt im Bergischen

Verena Svensson (v. l., DHB-Vizepräsidentin), Andreas Michelmann (Präsident), Mark Schober (DHB-Vorstandsvorsitzender) und Jörg Föste berieten im Bergischen.
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Verena Svensson (v. l., DHB-Vizepräsidentin), Andreas Michelmann (Präsident), Mark Schober (DHB-Vorstandsvorsitzender) und Jörg Föste berieten im Bergischen.

An diesem Dienstag lernten die Führungskräfte des Deutschen Handball-Bundes die Historische Stadthalle in Wuppertal bestens kennen, fand dort doch die Präsidiumssitzung des riesigen Verbandes statt.

Von Jürgen König

Solingen. Wegbereiter der Sitzung auf bergischem Boden: Jörg Föste, Geschäftsführer des Bergischen HC, der auch Vizepräsident des DHB ist. Sein Gremium stellte im Rahmen einer Pressekonferenz zuvor auch die Bedeutung der kommenden Jahre heraus, in denen etliche hochkarätige internationale Titelkämpfe in Deutschland stattfinden. „Der Bergische HC ist gut beraten, diese Chance zu nutzen“, betonte der Vereinschef der Löwen die Strahlkraft und Notwendigkeit einer eigenen Arena. Föste: „Wir benötigen eine zeitnahe Lösung, um den Zug nicht zu verpassen.“

Der Solinger Unternehmer sieht in einer möglichen Arena am Weyersberg weiterhin eine Riesenchance auch in Sachen Infrastruktur. Und einen Meilenstein im Rahmen der aktuellen Energiediskussionen, würde die Veranstaltungshalle doch klimaneutral und energieerzeugend wirken können. Hingegen sei man derzeit mit einem „Energiefresser“ am Start. Die Hoffnungen von Jörg Föste und den Befürwortern einer Arena beziehen sich auf eine Mehrzweckhalle mit rund 5500 Zuschauern, die 2027 zur Verfügung stehen könnte. „Die Nachfrage in Nordrhein-Westfalen nach Hallen dieser Größenordnung ist stark“, unterstrich Mark Schober, der Vorstandsvorsitzende des DHB, die Bedeutung des Projektes.

Die Europameisterschaft der Männer 2024 gehört zu den kommenden Höhepunkten, dann werden sicherlich auch viele Handball-Fans aus dem Bergischen Land in die beiden Arenen am Rhein fahren. Besonders wohl am 10. Januar, wenn das Eröffnungsspiel in der Düsseldorfer Merkur-Arena stattfindet. 50 000 Zuschauer werden dann erwartet, 10 000 Tickets sind bereits verkauft. Das Finale steigt in Köln. Wird der BHC zur EM auch Profis im deutschen Aufgebot stehen haben? „Wir haben fünf, sechs Spieler, die zumindest dem erweiterten Kader angehören. Sie müssen wir täglich weiterentwickeln und zu Siegertypen machen“, erklärte Föste, ohne Namen zu nennen. Djibril M'Bengue, Lukas Stutzke, Christopher Rudeck & Co. dürften gemeint sein und sicherlich nichts unversucht lassen, das große Erlebnis einer Heim-EM aktiv zu genießen.

Neben dieser werden noch die U21-Weltmeisterschaft 2023, die Frauen-WM 2025 und die Männer-WM 2027 in Deutschland ausgetragen. Mark Schober: „Künftig möchten wir, dass man das ganze Jahr über den Handball spricht – und nicht nur im Januar.“ Das „Jahrzehnt des Handballs“ kann dafür die Basis bilden. Und auch für eine Fortentwicklung des BHC.

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