Handball

BHC will in der Klingenhalle wieder aufstehen

Auf Linus Arnesson war in den ersten beiden Spielen Verlass, in Hannover lief es allerdings auch für ihn nicht rund. Foto: Moritz Alex
+
Auf Linus Arnesson war in den ersten beiden Spielen Verlass, in Hannover lief es allerdings auch für ihn nicht rund.

Handball-Bundesliga: Am Donnerstagabend kommt der TVB Stuttgart.

Solingen. Unzufrieden waren die Bundesliga-Handballer des Bergischen HC nach ihrem Auftritt bei der TSV Hannover-Burgdorf. Am Ende stand eine 20:28-Pleite, bei der vor allem im Angriff wenig zusammengelaufen war. „Wir können in Hannover verlieren, das steht ja völlig außer Frage“, sagt Trainer Sebastian Hinze. „Aber wir haben zwölf Bälle aus sechs Metern verworfen und bestimmt sieben Fehler ohne Druck begangen. Das ist einfach zu viel für ein Auswärtsspiel bei diesem Gegner.“ Zeit zur Analyse bleibt kaum, da am Donnerstagabend (19.05 Uhr) bereits die nächste Partie stattfindet. In der Klingenhalle ist der bislang sieglose TVB Stuttgart zu Gast.

Um gegen die Schwaben erfolgreich zu sein, „müssen wir zuallererst besser angreifen“. Hinze beklagt, dass es die Hannoveraner geschafft hätten, in die Köpfe der BHC-Spieler zu kommen. „Dabei gab es dazu eigentlich gar nicht so viele Gründe. Wir haben uns wohl selbst verunsichert durch die Fehler zu Beginn. Es waren viele einzelne Aktionen, die in der Summe eine extreme Wirkung hatten.“ Positiv fand der Coach, dass es trotzdem gelungen sei, noch einmal ins Spiel zurückzukommen. Dass es Anfang der zweiten Hälfte nicht zu einer echten Wende gereicht habe, lag vor allem an Torhüter Domenico Ebner, der jeden Zweifel am TSV-Sieg im Keim erstickte.

„Ich kann mit der zweiten Hälfte viel besser leben als mit der ersten“, stellt Hinze klar. „Denn zu Beginn haben die Dinge, die wir uns vorgenommen hatten, nicht funktioniert.“ Der Effekt war auch auf dem Feld sichtbar. Führungsspieler Linus Arnesson wirkte beispielsweise frühzeitig besonders niedergeschlagen – mit Ausnahme von Max Darj, Alexander Weck und Torhüter Christopher Rudeck schien sich dies auf die Mannschaft zu übertragen.

Beim nächsten Spiel kommen auf den BHC viele unerwartete Dinge zu

Freilich hofft Hinze, dass die Fehlerquote gegen Stuttgart geringer ist. Aber eben auch, dass mögliche negative Erlebnisse keine so große Wirkung auf seine Mannschaft haben. „Wenn wir ehrlich sind, machen die Stuttgarter genau das gut, was wir in Hannover nicht optimal gelöst haben. Sie spielen eine sehr mannbezogene 6:0-Deckung, die immer mal wieder Fallen stellt“, erklärt der Coach. „Wir müssen mit vielen unerwarteten Dingen rechnen. Aber das Unerwartete kann man halt nicht erwarten.“

Insgesamt sei die Konstellation mit der von Sonntag vergleichbar. Genau wie die Hannoveraner unter Christian Prokop treten auch die Stuttgarter mit einem neuen Trainer an. Roi Sanchez leitet seit dieser Saison die sportlichen Geschicke. Die Mannschaft hat in Torhüter Johannes Bitter einen namhaften Abgang, sich aber auch punktuell verstärkt – wie durch den ungarischen Spielmacher Egon Hanusz. „Er ist ein sehr zweikampfstarker Mittelmann“, weiß Hinze, der auch das Tempospiel und die Nutzung des siebten Feldspielers als Stärke des Gegners einordnet. „Aber es ist auch klar, dass die Qualität nicht so hoch wie die von Hannover ist. Die Stuttgarter sind mit uns auf Augenhöhe. Die wollen wir zu Hause schlagen.“

Das Unerwartete kann man halt nicht erwarten.

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Die Schwaben aber stehen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison bereits unter Druck. Beim SC Magdeburg unterlag die Mannschaft erwartungsgemäß, das erste Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen ging 27:34 verloren. Zum bisher letzten Mal gewannen die Stuttgarter am 23. Juni in der Bundesliga. In der Klingenhalle entführten sie beim 31:30 die Punkte aus dem Bergischen Land. Wen dieses Ergebnis auf den Tag genau drei Monate später mehr anspornt? Die Antwort geben die Teams am Donnerstagabend.

Rund um den Bergischen HC

Personal: Gleich vier Spieler sind angeschlagen: Csaba Szücs, Simen Schönningsen, Lukas Stutzke und Tom Kare Nikolaisen.

Tickets: Knapp 1300 Karten sind für das zweite Heimspiel bereits abgesetzt. Die Buchung ist online möglich, Voraussetzung für den Einlass ist die 3G-Regel.

bhc06.de

Bilanz: Von neun Bundesligaduellen gewannen der BHC und Stuttgart je vier. Ein Mal gab es ein Remis.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

BHC: Medizinischer Notfall sorgt für Spielabbruch
BHC: Medizinischer Notfall sorgt für Spielabbruch
BHC: Medizinischer Notfall sorgt für Spielabbruch
BHC-Nachwuchs streut besonderes Trainingslager ein
BHC-Nachwuchs streut besonderes Trainingslager ein
BHC-Nachwuchs streut besonderes Trainingslager ein
Medizinischer Notfall sorgt für vorzeitiges Ende
Medizinischer Notfall sorgt für vorzeitiges Ende
Medizinischer Notfall sorgt für vorzeitiges Ende
BHC-Podcast: Stimmen zum Spiel gegen Melsungen
BHC-Podcast: Stimmen zum Spiel gegen Melsungen
BHC-Podcast: Stimmen zum Spiel gegen Melsungen

Kommentare