Handball

HSG-Schlussmann Suljakovic zieht den Löwen die Zähne

Auch Sebastian Damm hatte Probleme mit Wetzlars Torhüter Anadin Suljakovic. Der Linksaußen traf aber immerhin doppelt.
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Auch Sebastian Damm hatte Probleme mit Wetzlars Torhüter Anadin Suljakovic. Der Linksaußen traf aber immerhin doppelt.

Der Bergische HC verliert gegen Wetzlar auch sein zweites Spiel im Linden-Cup – Ticket-Vorverkauf für die Bundesliga hat begonnen.

Solingen. Der Bergische HC bereitet sich in diesen Tagen intensiv auf die kommende Bundesliga-Saison vor. Die Mannschaft von Coach Sebastian Hinze befindet sich beim Linden-Cup, wo sie gegen die HSG Wetzlar am Freitagabend eine knappe 23:24 (11:11)-Niederlage einstecken musste. Die Administration des Clubs um das Geschäftsführer-Gespann Jörg Föste und Philipp Tychy haben indes den Vorverkauf für die ersten beiden Heimspiele in der Klingenhalle gegen den HSV Hamburg (Sonntag, 12. September, 16 Uhr) und TVB Stuttgart (Donnerstag, 23. September, 19.05 Uhr) gestartet.

Maskottchen Bergi darf sich zum Bundesliga-Auftakt auf mehr Fans in der Halle freuen.

Die neue Corona-Schutzverordnung macht es möglich. Kleinere Hallen bis zu 5000 Zuschauern dürfen bei Sportveranstaltungen unter Auflagen komplett ausgelastet werden. Die seit Freitag erhältlichen Tickets sind ausschließlich personalisiert über die BHC-Homepage (bhc06.de) zu erwerben. Eine Tageskasse plant der Verein nicht. Voraussetzung zum Einlass ist das 3G-Prinzip: Zuschauerinnen und Zuschauer müssen vollständig geimpft, genesen oder aktuell getestet sein. Kinder unter sechs Jahre sind von dieser Pflicht ausgenommen. Bei Schülern, die ohnehin regelmäßig getestet werden, genügt die Vorlage des Schülerausweises. Grundsätzlich herrscht in der Halle mit Ausnahme des eigenen Platzes Maskenpflicht.

Während die Hoffnung auf eine stimmungsvolle Atmosphäre in der Saison groß ist, lief die Vorbereitung sportlich bislang noch nicht optimal. Speziell die 25:27-Niederlage gegen Zweitligist TV Hüttenberg zum Auftakt des Linden-Cups hatte die Handballer geärgert. Gegen die HSG Wetzlar lief es am Freitagabend – zumindest mit Blick auf das Resultat – nicht besser: Nach einer umkämpften Schlussphase hieß es 23:24.

Die Löwen des BHC überzeugen in einigen Phasen des Spiels

Die Löwen überzeugten allerdings in einigen Phasen. Zu Beginn generierte die Mannschaft aus einer kompakten 6:0-Deckung Ballgewinne, die sie zu Kontern nutzte. Aber auch die schnelle Mitte nach Gegentoren funktionierte insbesondere in der ersten Viertelstunde gegen die HSG, die nach mehr als neun Jahren unter Kai Wandschneider in dieser Saison von Benjamin Matschke trainiert wird.

Tom Kare Nikolaisen, David Schmidt und Arnor Gunnarsson nutzten Schnellangriffe auf dem Weg zu einer 9:6-Führung. Die gaben die Löwen bis zur Pause aber wieder aus der Hand – auch, weil sie nun immer mehr Bälle liegen ließen. Arnor Gunnarsson vergab zudem einen Siebenmeter, weil er den starken HSG-Torhüter Anadin Suljakovic im Gesicht traf – eine Rote Karte war die Folge.

Verlieren ist Mist.

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Die Partie blieb umkämpft. Keiner Mannschaft fiel es leicht, im gebundenen Spiel zu guten Abschlüssen zu kommen. Der BHC blieb stark, wenn er ins Tempospiel gehen konnte, ging nach der Pause (11:11) wieder in Front, leistete sich beim Stand von 18:16 aber auch Fehler, die Wetzlar bestrafte. Fabian Gutbrod und Csaba Szücs erzielten wichtige Rückraum-Treffer, um die die Partie in der Schlussphase ausgeglichen zu halten.

Gutbrod war es auch, der drei Minuten vor dem Ende zum 23:23 vollstreckte, bei dem Wurf aber gefoult wurde, so dass Lenny Rubin für zwei Minuten vom Feld musste. In Überzahl durften die Löwen allerdings nicht agieren, weil Nikolaisen in der Situation aus der Haut fuhr und ebenfalls auf die Bank geschickt wurde.

Trainer des BHC, Sebastian Hinze, lobt die Löwen für die Abwehr

Ohne den möglichen kleinen BHC-Vorteil waren es die Mittelhessen, die die besseren Nerven hatten. Maximilian Holst verwandelte einen Strafwurf zum 24:23. In der Folge hatten die Löwen noch drei Mal die Chance zum Ausgleich. Alexander Weck, Emil Hansson und Tobias Schmitz scheiterten aber jeweils an Suljakovic, der in diesen Situationen endgültig zum Matchwinner wurde.

„Über ganz weite Strecken haben wir es in der Abwehr sehr gut gemacht“, lobte Trainer Hinze. „Wetzlar ist ein Team, gegen das wir immer wach sein müssen. Und auch bei den Kontern hatten wir viele sehr starke Aktionen.“ Dass es erneut nicht zum Sieg gereicht hat, ärgerte den Coach. „Verlieren ist Mist. Die Körpersprache war in der Schlussphase sehr gut, aber leider hatten wir dann auch im Tempospiel zwei Fehler und haben Bälle vergeben. Schade.“

BHC: Rudeck, Mrkva; Gutbrod (3), Gunnarsson (3), Schmidt (2), Stutzke (2), Nikolaisen (2), Schönningsen (2), Babak (2), Damm (2), Szücs (1), Weck (1), Boomhouwer (1), Hansson (1), Schmitz (1), Darj

Rund um den BHC

Impfquote: Dauerkarten und Partner können schon etwas länger ihre Tickets bestellen. Die Resonanz zeigt bisher vor allem eine Tendenz: BHC-Fans sind geimpft, beziehungsweise vor allem Immunisierte wollen in die Halle. Der Club berichtet von einer Impfquote von 97 Prozent bei den Rückmeldungen.

Personal: Weil Max Darj nach seiner Olympia-Pause und Jeffrey Boomhouwer nach einer Krankheit wieder dabei waren, mussten die Löwen gegen Wetzlar nur auf einen Spieler verzichten. Linus Arnesson fuhr aus privaten Gründen nicht mit und wird auch am Samstag gegen die MT Melsungen fehlen.

Für die kommenden Spiele des BHC gibt es wieder Karten im Vorverkauf.

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