Saisonabbruch

Sebastian Hinze benötigt viel Feingefühl in der Planung

Die große Bundesliga-Bühne wird Sebastian Hinze erst Anfang September wieder betreten – so ist die Hoffnung. Foto: Moritz Alex
+
Die große Bundesliga-Bühne wird Sebastian Hinze erst Anfang September wieder betreten – so ist die Hoffnung.

Löwen-Trainer ist traurig ob des Saisonabbruchs und hat den Neustart Anfang Juli im Blick. Fokus auf Substanz durch kompletten Kader.

Von Jürgen König

Für Sebastian Hinze war der Tag des Saisonabbruchs in erster Linie ein trauriger. Zu gerne hätte der Cheftrainer des Bergischen HC die Spielzeit sportlich zu Ende gebracht, nun kann er mit seinem Team nicht mehr aktiv eingreifen. „Wenn wir uns hoffentlich Anfang Juli zur Vorbereitung treffen, werden wir rund vier Monate nicht in der Handball-Halle gewesen sein“, weiß der bald 41-Jährige um die Notwendigkeit seines Feingefühls in Sachen Planung.

Vorerst sind seine Profis aber in Eigenverantwortung gefordert. Hinze und sein Trainer-Team sowie die Vereinsführung haben der Mannschaft mit sofortiger Wirkung die Möglichkeit eingeräumt, die Heimat im In- und Ausland anzusteuern. Nach der langen Pause werde man sich so vorbereiten, um ab September Bundesliga-Handball spielen zu können. Dazu soll auch ein Trainingslager in Österreich dienen, jederzeit könne man aber die Abläufe der Corona-Entwicklung anpassen.

In der abgebrochenen Saison agierten die Löwen nicht so erfolgreich wie ein Jahr zuvor. Sebastian Hinze ist dennoch zufrieden: „Das Team hat herausragend gearbeitet, aber es fühlte sich nicht so leicht an wie in der Vor-Saison. Unter Druck hat es funktioniert.“ Dem schweren Programm im neuen Jahr sollte mit dem Heimspiel gegen Leipzig eine Phase folgen, in der man die Idee der Weiterentwicklung in den Fokus stellen wollte.

Einige positive Werte und doppeltes Manko

Dazu kam es nicht mehr, so beruht die Analyse des früheren Kreisläufers auf 27 Liga-Spielen. Einige für eine Steigerung relevante Werte wurden erfüllt, etwa bei den technischen Fehlern, der Konterverhinderung oder bei der Zahl der Abschlüsse von außen und im Gegenstoß. Doch auch hier trat das Manko auf: die zu geringe Trefferquote. „Gerade aus der Nahdistanz hatten wir da ein Problem, ebenso haben wir bei den Torhütern nicht das Niveau der Spielzeit zuvor erreicht“, resümierte Hinze, der sich indes mit dem Positionsangriff zufrieden zeigte.

Mit 20 Punkten in der Endabrechnung auf Platz 13 geführt, wird der zukünftige BHC erneut mit einem breiten Kader in die Saison gehen. „Wir haben uns Substanz auf die Fahne geschrieben, aus der wir Zuversicht ableiten“, sagte Geschäftsführer Jörg Föste mit Blick auf die Zusammenstellung des Aufgebots, an dem man festgehalten habe. Hin zur vollen Stärke, zu der auch die Neuzugänge beitragen sollen. Mit allen steht die Vereinsführung in engem Kontakt, der deutsche Nationalspieler David Schmidt wird bereits in zwei Wochen in seiner neuen Heimat Solingen erwartet.

BHC sieht sich für die Krise gerüstet

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Max Darj erfüllt sich einen Kindheitstraum
Max Darj erfüllt sich einen Kindheitstraum
Max Darj erfüllt sich einen Kindheitstraum
BHC-Profis schaffen die Basis für die Saison
BHC-Profis schaffen die Basis für die Saison
BHC-Profis schaffen die Basis für die Saison
Elke Jacobs und Dennis Szameitat zeigen Bilder von Borkum
Elke Jacobs und Dennis Szameitat zeigen Bilder von Borkum
Elke Jacobs und Dennis Szameitat zeigen Bilder von Borkum
Bergischer HC testet gegen Tusem Essen im Düsseldorfer ISS Dome
Bergischer HC testet gegen Tusem Essen im Düsseldorfer ISS Dome
Bergischer HC testet gegen Tusem Essen im Düsseldorfer ISS Dome

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare