Handball-Bundesliga

Schönningsen gewinnt schnell Selbstvertrauen

Simen Schönningsen absolvierte mit fünf Toren und sechs Vorlagen ein ganz starkes Spiel. Foto: Moritz Alex
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Simen Schönningsen absolvierte mit fünf Toren und sechs Vorlagen ein ganz starkes Spiel.

Stimmen: Löwen sind besonders mit der Abwehr sehr zufrieden

Von Thomas Rademacher

Im Hinspiel war Tom Kare Nikolaisen nach wenigen Minuten vom Feld geflogen. Da damals auch Max Darj gefehlt hatte, fehlte der Deckung die übliche Stabilität, und der Bergische HC verlor 28:30 gegen HBW Balingen-Weilstetten. „Heute war es anders“, freute sich Nikolaisen nach dem 29:21 (15:7)-Erfolg gegen die abstiegsbedrohten Schwaben. „Wir waren uns die ganze Trainingswoche darüber im Klaren, dass die Abwehr das Wichtigste ist. Darauf lag unser Fokus, und wir dürfen mit der Umsetzung zufrieden sein.“

Den Grundstein zum Sieg legten die Löwen freilich in den ersten 18 Minuten, nach denen sie bereits 9:1 führten. „Man kann schon sagen, dass das Spiel spätestens zur Halbzeit entschieden war“, meinte der Norweger. „Aber wir waren auch danach noch bereit, weil wir wussten, dass Balingen bis zum Schluss kämpft.“ 14:14 endete die zweite Hälfte. „Das ist in so einem Spiel normal“, fand Simen Schönningsen. „Das Tempo dann bis zum Schluss zu halten, ist schwierig. Aber ich finde, wir haben zwei gute Abschnitte gespielt und es professionell durchgezogen.“

Das galt insbesondere auch für Schönningsen, der zum Schluss fünf Tore und sechs Vorlagen auf seinem Konto hatte. „Ich bin sehr zufrieden. Die Mannschaft macht es mir aber auch wirklich einfach“, lobte der Linkshänder. „Nachdem die ersten zwei, drei Situationen gut gelaufen waren, hatte ich natürlich Selbstvertrauen. Also habe ich weiter gemacht.“

Regelrecht begeistert zeigte sich Jörg Föste. „Die erste Viertelstunde war geradezu mitreißen. Wir haben eng und offensiv gedeckt, Schüsse verhindert, aber auch die Anspiele an den Kreis vermieden. Das war allererste Sahne, was die Mannschaft in der Deckung gemacht hat“, meinte der BHC-Geschäftsführer. Im Angriff könne man sicher nicht erwarten, dass jeder Wurf ein Treffer sei. „Wir hatten aber in Linus Arnesson einen sehr guten Taktgeber, der Balingen immer wieder vor unlösbare Aufgaben stellte. Wichtig war auch, dass wir kaum technische Fehler hatten.“ Föste sprach zudem von einem wegweisenden Spiel mit Blick auf die Tabelle. Auf einen Abstiegsplatz haben die Bergischen zehn Punkte Vorsprung bei noch sechs ausstehenden Spielen. „Wir haben alle Zweifel beseitigt, was den Blick nach unten angeht.“

Dem stand eine von Frust geprägte Analyse von Jens Bürkle, der den BHC als in allen Belangen überlegen gesehen hatte, gegenüber. „Wir waren auch nicht mehr in der Lage, das Ding zu drehen“, sagte der Balinger Trainer.

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