Schlussphase wird zur Spaßbremse

Zwei Punkte sorgten für viel Freude, die Endphase missfiel BHC-Trainer Sebastian Hinze aber deutlich.
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Zwei Punkte sorgten für viel Freude, die Endphase missfiel BHC-Trainer Sebastian Hinze aber deutlich.

BHC-Trainer Sebastian Hinze freut und ärgert sich

Von Timo Lemmer

Einerseits war Sebastian Hinze heilfroh, dass seine Mannschaft die Aufgabe gegen Tusem Essen positiv gestaltete hatte: Denn vor dem Aufsteiger, der eine gewisse Unberechenbarkeit mit verschiedenen Abwehrformationen untermauerte, hatte der BHC-Trainer gehörigen Respekt. Und auch das angekündigte Tempo streuten die Gäste aus dem Ruhrgebiet immer dann ein, wenn es der BHC mit seinen Abschlüssen zuließ.

Dass Essen aber noch auf 29 Treffer kam, ärgerte den Coach. „Schade, dass wir unser Spiel nicht zu 100 Prozent durchziehen“ , wurmte Hinze, dass der letzten, jungen Defensivordnung „die letzte Konsequenz“ gefehlt habe. Gerade im Eins-gegen-Eins, wo Hinze eigentlich die richtigen Abstände, dann aber nicht das beherzte Zupacken sah, unterlag seine Mannschaft defensiv nun häufig – und spielte auch vermehrt in Unterzahl. In dieser Phase verbaute sich der BHC dann auch den möglichen, höchsten Saisonsieg – gegen Ludwigshafen hatten die Löwen mit neun Toren gewonnen. Und auch gegen Essen lag diese Differenz mindestens in der Luft. Immerhin: Die 35 eigenen Treffer sind Saisonbestwert.

Statistische Randnotizen, die Hinze weniger interessierten als die unzureichende Schlussphase – aber auch als das, was davor gelaufen war. Denn vieles hatte Hinze gefallen: „Wir haben zu Spielbeginn gemerkt, dass wir immer dann, wenn wir konsequent spielen, zu Chancen kommen werden. Wir haben auch zu Beginn schon gegen sieben Feldspieler gut verteidigt.“ Der BHC war selbst gegen dieses taktische Mittel in der Defensive feldüberlegen, wirkte aber teilweise hektisch: Zwei weite Würfe fanden ihr Ziel nicht, dazu gesellte sich ein Stürmerfoul.

Hinze weiter: „In der Halbzeit haben wir das klare Statement gesetzt, dass wir es positiv für uns gestalten werden, wenn wir die Abwehr stellen.“ Das gelang dann herausragend gut Eben bis zu der Endphase.

Damit waren beide Seiten angefressen: Denn Essens Trainer Jamal Naji gab zu Protokoll, mit wenig zufrieden zu sein. „Dass wir es nach minus zehn nur mit sechs Toren statt 15 verlieren, nehme ich als das Positive mit.“ Womit sich der Kreis schließt: Die Punkte bleiben im Bergischen Land, die Schlussphase aber drückte ein wenig auf die Stimmung.

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