Handball

Pütz übernimmt am Samstag Hinzes Rolle

Im Spiel ist Markus Pütz (r.) als Co-Trainer eigentlich Herr der Statistik. In Wetzlar übernimmt er die Funktion von Sebastian Hinze. Foto: Christian Beier
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Im Spiel ist Markus Pütz (r.) als Co-Trainer eigentlich Herr der Statistik. In Wetzlar übernimmt er die Funktion von Sebastian Hinze.

Handball-Bundesliga: Der Bergische HC tritt ohne seinen Trainer bei der HSG Wetzlar an.

Von Thomas Rademacher

Corona bleibt ein Thema beim Bergischen HC. Nachdem zuletzt immer wieder einzelne Spieler ausgefallen waren, hat es nun Sebastian Hinze erwischt. Der Coach muss bis mindestens Anfang nächster Woche in Quarantäne und fehlt daher beim Auswärtsspiel seiner Löwen in Wetzlar (Samstag, 15.30 Uhr, Buderus-Arena). Für ihn steht Co-Trainer Markus Pütz in der Verantwortung. „Entscheidend ist, dass jeder seine Rolle kennt. Ich bin nur ein Teil des Ganzen“, sagt Pütz, der A-Lizenz-Inhaber ist, in der Bundesliga aber sein Debüt geben wird.

Ich sehe mich in diesem Spiel eher als Impulsgeber.

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Die Vorbereitung auf das Duell läuft daher etwas anders ab als üblich. „Die Videoschnitte habe ich gemacht“, sagt Hinze, „auch wenn ich nur aus der Distanz dabei sein konnte. In der Halle ist Markus dann gefordert.“ So sei es möglich, dass Pütz Spielideen einbringe. „Wichtig ist nur, dass ich es auch weiß, damit ich nicht gegen den Fernseher trete, wenn Dinge passieren, die ich nicht nachvollziehen kann.“ Die Zusammenarbeit funktioniere so reibungslos wie sonst auch. „Markus muss sich natürlich wohlfühlen mit dem Matchplan. Einige Dinge wird er aufgrund der Trainingseindrücke entscheiden. Ich sehe mich in diesem Spiel eher als Impulsgeber“, sagt Hinze.

Wichtig ist zum Beispiel Pütz’ Wahrnehmung seiner beiden Spielmacher. Linus Arnesson ist nach überstandener Corona-Infektion erst gerade wieder ins Training eingestiegen, Tomas Babak ist nach seiner Rückkehr aus der Nationalmannschaft noch krank geschrieben. „Bei Linus bin ich optimistisch“, meint Pütz. „Er wirkt fit und hat voll trainiert. Bei Tomas hoffe ich, dass es sich um eine Ermüdung handelt – im tschechischen Nationalteam ging es diesmal sehr anstrengend zu.“

Während Sebastian Damm und Arnor Gunnarsson – ebenfalls nach Positiv-Tests – wieder komplett einsetzbar sind und auch David Schmidt nach seinen Einsätzen für Deutschland keine Probleme mit dem Oberschenkel hat, ist die Situation im linken Rückraum unklar. „Ob Fabian Gutbrod einsetzbar ist, wird sich sehr kurzfristig entscheiden“, sagt Pütz. „Bisher sieht es ganz gut bei ihm aus.“ Der Kapitän laboriert seit Monaten an Schulterproblemen.

Trotz der ungewohnten Voraussetzungen rechnen sich die Bergischen bei der HSG Wetzlar zu ungewohnter Zeit am Samstagnachmittag etwas aus. „Ich freue mich sehr darauf – auch, weil wir endlich wieder in einer vollen Halle spielen.“ Das gesamte Kontingent von 4421 Plätzen ist in der Buderus-Arena unter 2G-plus-Bedingungen verfügbar. Das Rahmenprogramm beginnt bereits um 13 Uhr vor der Halle und geht ab 13.30 Uhr darin weiter.

Der Zuschauerdruck dürfte also hoch sein. Dass die Mittelhessen in dieser Saison enorm stark sind, haben sie nicht zuletzt beim 27:17 (12:5)-Erfolg beim in diesem Match extrem geschröpften BHC bewiesen. „Sie haben eine unheimliche Qualität in der Crunchtime. Das dokumentieren viele Spiele, die sie – manchmal auch ohne Topleistung – mit einem Tor gewinnen“, weiß Hinze. Personell ist der Tabellensechste ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Lenny Rubin ist einer der besten Rückraumspieler der Liga, Stefan Cavor ist seit Jahren ein Toptorschütze, und das Keeper-Gespann Till Klimpke und Anadin Suljakovic bezeichnet Hinze als „überragend“.

Bilanz

In der Bundesliga hat der Bergische HC 17 Mal gegen die HSG Wetzlar gespielt. Bei zwei Remisen gewannen acht Mal die Mittelhessen und sieben Mal der BHC. Der letzte Löwen-Sieg ist allerdings schon eine Weile her: Am 8. September 2019 hieß es 33:30.

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