Pokal-Viertelfinale

Pokaltraum soll Realität werden

Selbst aus scheinbar unmöglicher Ausgangslage heraus nahm Kristian Nippes gegen Lemgo das gegnerische Tor ins Visier – und trug mit sieben Feldtreffern maßgeblich zum 31:30-Erfolg bei. Foto: Kurt Kosler
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Selbst aus scheinbar unmöglicher Ausgangslage heraus nahm Kristian Nippes gegen Lemgo das gegnerische Tor ins Visier – und trug mit sieben Feldtreffern maßgeblich zum 31:30-Erfolg bei.

Am Mittwoch um 20.15 Uhr in der Unihalle können die Handballer des BHC gegen Zweitligist Minden Vereinsgeschichte schreiben.

Von Martin Auer

Es war eine Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf, die das Tor zum Final Four im DHB-Pokal für den Bergischen HC ganz weit aufgestoßen hat. Losfee Lena Schöneborn hätte am 1. November auch einen der ersten Vier der aktuellen Bundesliga-Tabelle, Frisch Auf Göppingen oder den SC Magdeburg aus dem Topf holen können. Aber die 29-Jährige bescherte den „Löwen“ ein Heimspiel gegen den letzten verbliebenen Zweitligisten GWD Minden. Der war mit seinem Los auch nicht besonders unglücklich. Wem Lena Schöneborn nun tatsächlich Glück gebracht hat, wird am Mittwoch gegen 22 Uhr klar sein. Um 20.15 Uhr ist Anpfiff des Pokal-Viertelfinales in der Wuppertaler Unihalle.

„Es passiert einem Verein wie dem BHC nicht häufig, dass er ins Final Four einziehen kann“, stellt BHC-Beirat Jörg Föste klar. Für ihn ist das Event in Hamburg, diesmal am 30. April und 1. Mai 2016, eines der Highlights im deutschen Sportkalender und im Rückblick jeder Handballer-Karriere ein Höhepunkt. Aber selbst ganz kühl und kaufmännisch betrachtet hat das Vierer-Turnier seinen Charme. „Die Summe, die die DHL ausschüttet, ist unterschiedlich, dürfte sich aber im sechsstelligen Bereich bewegen“, berichtet Föste. „Für einen Spieler wie mich ist das Final Four ein Riesentraum“, bestätigt BHC-Rechtsaußen Nils Artmann, der als Nummer zwei in den restlichen Spielen des Jahres den verletzten Arnor Gunnarsson auf dieser Position ersetzen muss. „Vor dem Erlebnis steht aber noch ein schweres Spiel“, mahnt Artmann.

Erste Mindener Niederlage am Nikolaustag

DIE BHC-HEIMSPIELE 

DIE NACHFRAGE bei Karten für den Pokal-Hit gegen GWD Minden hat angesichts des Liga-Erfolgs über Lemgo zugenommen, aber noch verfügt der Bergische HC über 800 Tickets. Vorverkauf: beim ST an der Mummstraße. AM SAMSTAG (19. Dezember) ist in der Wuppertaler Uni-Halle Frisch Auf Göppingen zu Gast. Anwurf ist dann um 19 Uhr. Die Schwaben gewannen ihr Heimspiel gegen den SC Magdeburg glatt mit 32:24. Ex-Nationalspieler Lars Kaufmann erzielte zehn Feldtore. DIE BHC-AUKTION von zwei Logen-Plätzen für das Weihnachtsspiel in der Lanxess-Arena gegen Kiel brachte 451 Euro. Das Geld geht an die Deutsche Krebshilfe. DIE FINAL-FOUR-TEILNEHMER erhalten jeweils 1000 Tickets für ihre Fans. Diese stehen ab Anfang Februar zur Verfügung.

Der Sieg in letzter Sekunde am Samstag gegen Lemgo hat Rückenwind auch für den Pokal gegeben. „Wir sind alle extrem erleichtert und am Sonntagmorgen mit toller Stimmung in die Vorbereitung auf Minden gestartet“, sagt Nils Artmann. Dabei ist ihm und seinen Teamkollegen klar, dass die Qualität von GWD Minden eher die eines Erst- als eines Zweitligisten ist. „Sie sind für mich sogar stärker als letzte Saison“, unterstreicht BHC-Trainer Sebastian Hinze mit Blick auf die Mindener Neuverpflichtungen wie Charlie Sjöberg (aus Schweden), Joakim Larsson (Gummersbach) und Torwart Kim Sonne (Kiel). Die Truppe von Trainer Frank Carstens ist auf direktem Weg zurück ins Handball-Oberhaus, auch wenn es am Nikolaustag die erste Niederlage in dieser Saison gab. 22:26 hieß es beim HC Erlangen, der seitdem punktgleich dank der besseren Tore die 2. Bundesliga anführt.

Sebastian Hinze erwartet daher durchaus ein enges Spiel und hat keine Angst davor, dass bei seiner Mannschaft in der Schlussphase die Nerven flattern. Das sei auch am Samstag nicht die Ursache gewesen, warum Lemgo nochmal auf 30:30 herankam. „Da sind ein paar Dinge unglücklich gelaufen. Und ein Team, das die letzten drei Sekunden nutzt, um zu gewinnen, hat seine Nerven im Griff.“

So freuen sich die Fans auf das Pokalspiel gegen Minden

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