Handball

Nachgereister Gunnarsson zeigt sich treffsicher

Arnor Gunnarsson sprang kurzfristig doch noch in der Nationalmannschaft ein und bewies ein sicheres Händchen: Zwei Mal traf der Linkshänder von der Siebenmeter-Linie, drei Mal aus dem Feld. Foto: Moritz Alex
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Arnor Gunnarsson sprang kurzfristig doch noch in der Nationalmannschaft ein und bewies ein sicheres Händchen: Zwei Mal traf der Linkshänder von der Siebenmeter-Linie, drei Mal aus dem Feld.

In der EM-Qualifikation gewinnen BHC-Profis mit Island und den Niederlanden.

Von Thomas Rademacher

Eigentlich wollte Arnor Gunnarsson daheim bleiben. Der Isländer in Diensten des Bergischen HC hatte das Qualifikationsspiel zur Handball-Europameisterschaft 2022 gegen Litauen abgesagt, weil er es nicht riskieren wollte, die Geburt seines zweiten Kindes zu verpassen. Aber dann kam es anders. Weil Mitspieler coronabedingt ausfielen, ließ sich der 33-Jährige – Sportsmann durch und durch – doch noch überzeugen. „Ich habe dann mit meiner Frau gesprochen und mit ihr entschieden, dass die zweieinhalb Tage in Island in Ordnung sind“, erläutert Gunnarsson, der beim 36:20-Erfolg gegen Litauen prompt eine perfekte Trefferquote hatte: Fünf von fünf Würfen fanden den Weg ins Tor.

Die Anfrage von Trainer Gudmundur Gudmundsson war sehr spontan gekommen. „Aber ich wollte dann in der besonderen Situation schon gerne helfen und für mein Land spielen“, sagt der Rechtsaußen. Dienstagabend hat er sich noch kurzfristig einem Covid-19-Test unterzogen, vier Stunden später kam das negative Ergebnis. Die Isländer absolvierten nur eine Begegnung, das ursprünglich für das Wochenende geplante Duell gegen Israel wurde abgesagt. Gegen Litauen hatte die Truppe von Anfang an keine Probleme. Bereits zur Pause führte die Mannschaft in Reykjavik mit 19:10 und stellte die Weichen damit klar Richtung Sieg. Das 36:20 war dann nur noch Formsache. Von Gunnarssons fünf Toren fielen zwei per Siebenmeter.

Lange blieb der BHC-Profi nicht in seiner Heimat. Bereits am Donnerstag traf der Linkshänder wieder im Bergischen Land ein. Gunnarsson: „Am Freitag werde ich dann noch mal getestet und kann kurz darauf wieder ins BHC-Mannschaftstraining einsteigen.“

Boomhouwer kehrt ebenfalls frühzeitig zurück

Gleiches gilt für Jeffrey Boomhouwer. Der Linksaußen der Löwen trat in Almere mit den Niederlanden gegen die Türkei an. Nach einem 1:6-Fehlstart lagen die Gastgeber zur Halbzeit 10:14 hinten, drehten die Begegnung aber noch um. Beim 16:16 schafften die Hausherren zum ersten Mal den Ausgleich, in der Folge blieb das Duell bis zum Ende heiß umkämpft. Boomhouwer traf zur 22:20-Führung, am Schluss hieß es 27:26 für die Niederlande. Insgesamt markierte der 32-jährige Rechtshänder vier Tore und leistete sich lediglich einen Fehlwurf früh in der Partie.

Für die Niederlande ist die erste Qualifikationsphase damit ebenfalls beendet. Das für Sonntag geplante Spiel in Polen wurde frühzeitig abgesagt. Etwas kurzfristiger wurde coronabedingt auch das für Donnerstag angesetzte Duell der Polen in Slowenien ausgesetzt, so dass BHC-Rückraumspieler Maciej Majdzinski in diesen Tagen gar nicht zum geplanten Einsatz in der Nationalmannschaft kommt und im Bergischen geblieben ist.

Max Darj (Schweden) hingegen spielt doppelt – gegen Rumänien und im Kosovo. Torhüter Joonas Klama aus dem erweiterten BHC-Kader unterlag derweil mit Finnland in Nordmazedonien klar 24:33.

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