Handball

Mission Dome 15: Nächste Serie soll am Sonntag reißen

Christopher Rudeck hat derzeit oft Grund zur Freude. Nicht nur befindet sich der Torhüter in bestechender Form, er ist mit dem BHC seit fünf Spielen unbesiegt.
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Christopher Rudeck hat derzeit oft Grund zur Freude. Nicht nur befindet sich der Torhüter in bestechender Form, er ist mit dem BHC seit fünf Spielen unbesiegt.

Handball-Bundesliga: Der formstarke Bergische HC empfängt in Düsseldorf mit der SG Flensburg-Handewitt einen strauchelnden Favoriten.

Von Thomas Rademacher

Seit der Saison 2018/19 absolviert der Bergische HC ausgewählte Heimspiele im PSD Bank Dome Düsseldorf. Auf einen dortigen Sieg wartet der Handball-Bundesligist bis heute. Am Sonntagnachmittag (16.05 Uhr) haben die Löwen zum 15. Mal die Chance – zu Gast ist die SG Flensburg-Handewitt, die gute Erinnerungen an die Spielstätte haben dürfte. Im Juni 2019 feierte das Team von Coach Maik Machulla nach einem 27:24-Erfolg über den BHC vor mehr als 10 000 Zuschauern den Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Knapp ein Jahr später klauten sie den Löwen einen sicher geglaubten Punkt durch einen direkten Freiwurf von Jim Gottfridsson zum 21:20-Endstand. Aktuell befinden sich die Nordlichter allerdings nicht in Glanzform.

„Flensburg ist angezählt“, meint BHC-Kapitän Fabian Gutbrod. „Für uns ist das Spiel nicht kompliziert. Wir müssen unsere beste Leistung abrufen – egal mit welchem Personal. Die Flensburger müssen erstmal zeigen, wie stabil sie sind.“ In dieser Saison läuft es noch nicht rund für die SG. Auswärts wartet die Mannschaft seit drei Spielen auf einen Sieg, mit 20:10-Punkten läuft sie der Spitze bereits hinterher. „Man hat schon das Gefühl, dass ihnen derzeit nicht alles so leicht von der Hand geht“, sagt BHC-Coach Jamal Naji. Dazu tragen gewiss auch die jüngsten Ausfälle von Johannes Golla und Jim Gottfridsson bei. Ob sie am Sonntag wieder einsatzbereit sind, ist unklar.

All das erhöht die Chancen, eine seit vier Jahren andauernde Serie zu beenden. 14 Mal trat der BHC im Dome an, 14 Mal scheiterte die Siegesmission. Erfolgreiche Fehlschläge gab es bei Unentschieden auf der Mission Dome 7 gegen die Füchse Berlin (2020) und Dome 12 gegen die Rhein-Neckar Löwen (2021). In den zwölf weiteren Partien setzte es jeweils Niederlagen – freilich allesamt gegen Mannschaften aus der Spitze der Liga. Dome 15 soll nun gelingen.

Um sich darauf einzustimmen, hatte Naji eigentlich geplant, eine abschließende Trainingseinheit in Düsseldorf durchzuführen. Doch daraus wird nichts. „Ich hätte es gerne gemacht, aber die Kelly Family hat Vorrang“, sagt der Coach. Die Großfamilie spielt am Samstagabend im Dome ein Konzert, so dass das Handballfeld erst am Sonntag aufgebaut werden kann.

Am großen Selbstbewusstsein der Löwen sollte das nichts ändern. 8:2-Punkte ohne Niederlage hat die Truppe seit Anfang November geholt und zuletzt beim 22:22 zum ersten Mal überhaupt auswärts gegen Melsungen gepunktet. „Man sieht einfach, dass wir im Moment stabil sind“, sagt Torhüter Christopher Rudeck. „Wenn wir unseren Plan durchziehen, haben wir enge Spiele, in denen alles passieren kann.“ Genau dies lobt auch Naji: „Wir bleiben bei unserem Stiefel und versuchen nicht 17 neue Sachen wie noch am Anfang der Saison. Dafür werden wir zum einen belohnt, zum anderen sorgt es dafür, dass man die Spiele deutlich ruhiger coachen kann.“ Nominell ist der BHC gegen Flensburg zwar Außenseiter, doch „mit der Leidenschaft, die wir auch gegen Melsungen gezeigt haben, ist es nicht ausgeschlossen, gegen Flensburg zu punkten“, ist Geschäftsführer Jörg Föste überzeugt.

Bremsend könnte sich lediglich der Fitnesszustand der Mannschaft auswirken. „Wir hatten schon vorige Woche mit vielen Erkältungen und Krankheiten zu kämpfen“, erläutert Jamal Naji. „In dieser war es aber leider noch einmal schlimmer.“ Bis zu sieben Spieler fielen erkrankt aus. „Und ich habe leider keine Ahnung, wer am Sonntag dabei sein wird. Das müssen wir abwarten.“ Gleiches gilt für Linus Arnesson, der zuletzt mit einem Muskelfaserriss im Bauchbereich fehlte. „Wir bewerten die Situation bei ihm von Tag zu Tag neu.“

Unabhängig vom Personal weiß der Trainer, dass „wir gegen Flensburg nicht im Angriff gewinnen werden“. Fokus liegt auf der Deckung in Verbindung mit einem starken Torhüter – beides war Faustpfand für den Punkt in Kassel. „Wenn wir dann auch vorne noch effektiver spielen, also deutlich besser als gegen Melsungen, bin ich sehr gespannt, wie es ausgeht.“

Bilanz: Von 18 Bundesligaspielen gegeneinander gewann Flensburg 16 und der BHC zwei. Das jüngste Duell ging aber an die Löwen. Am 8. Juni gewannen sie im hohen Norden 24:21.

Tickets: An der Tageskasse oder online: bhc06.de/tickets

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