Handball

Max Darj vollendet den Geniestreich der Löwen - Infos über Neubau-Pläne im Podcast

Der dritte Saisonsieg ist geschafft: Linus Arnesson und Max Darj beglückwünschen sich zu einer starken Mannschaftsleistung. Foto: Mathias M. Lehmann
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Der dritte Saisonsieg ist geschafft: Linus Arnesson und Max Darj beglückwünschen sich zu einer starken Mannschaftsleistung.

Bundesliga: Bergischer HC schlägt den TVB Stuttgart mit 26:25 (12:10).

In der 44. Minute ist es eng für den mit 16:14 führenden Bergischen HC geworden. Ballverlust nach Zeitspiel droht, als Arnor Gunnarsson Einwurf von der Grundlinie hat – keine gute Ausgangsposition. Doch der Isländer sieht den sich davonschleichenden Linus Arnesson, der den Ball tatsächlich erhält und das 17. Tor markiert. Fabian Gutbrod erhöht kurz darauf auf 18:14. Auszeit der Gäste, Riesenstimmung auf den Rängen der Klingenhalle. Die Entscheidung? Mitnichten, es soll bis weit in die Schlussphase spannend bleiben. Und einen Helden besitzen: Max Darj vollendet in Serie, schnürt in Hälfte zwei einen Sechserpack – das 26:25 ist perfekt.

„6:2-Punkte sind schon gut, um Gepäck abzuwerfen.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Mit gewohnter Formation eröffneten die Gastgeber das Spiel und wurden für einen geduldig vorgetragenen Angriff belohnt: Gunnarsson erzielte den ersten Treffer des Abends. Für die weiteren Offensiv-Aktionen besaß dies aber keine generelle Symbolkraft, denn manches ging daneben. Auch bei dem Mann, der vor seiner Solinger Zeit das Trikot des TVB getragen hatte – David Schmidt traf zwar reichlich, streute aber ebenso Fehler in Abspiel und Abschluss ein wie Fabian Gutbrod oder Arnesson. Da hinten weder die Abwehr noch Keeper Christoper Rudeck ein Mittel gegen die Würfe von Adam Lönn fanden, hieß es nach zehn Minuten 3:5.

Doch der BHC machte den Fehlstart schnell wett, obwohl Tom Kare Nikolaisen und Jeffrey Boomhouwer den von der Hannover-Pleite hinlänglich bekannten Chancenwucher betrieben. Weil sich Rudeck einmischte und die ersten Paraden auf sein Konto brachte. Weil sein Gegenüber Tobias Thulin gegen Schmidt & Co. mit deren befolgtem Mut zum Wurf auf verlorenem Posten stand. Und weil Alexander Weck im linken Rückraum Spielwitz einbrachte, wovon unter anderem Boomhouwer profitierte. Der Aufwärtstrend der Bergischen war gleichbedeutend mit der ersten Auszeit der Schwaben, die sich in der 18. Minute einem 5:8-Rückstand ausgesetzt sahen.

Dieser erfreuliche Trend setzte sich aber nicht fort, dafür war die Qualität der punktlosen Stuttgarter um ihren Top-Schützen Lönn zu hoch. Die Gäste kamen wieder heran, obwohl Rudeck einen Siebenmeter parierte und Arnesson bei seiner Strafwurf-Saison-Premiere erfolgreich die Verantwortung übernahm. Typisch für den BHC-Auftritt war einer der letzten Angriffe in Durchgang eins, als man den Ball nach technischen Fehlern zwei Mal fast schon eingebüßt hatte, Boomhouwer und Gunnarsson dann aber doch noch das Spielgerät erkämpften. Den Lohn für den Einsatz rettete Tomas Babak in die Kabine, als der Tscheche mit dem Pausenpfiff das 12:10 erzielte.

Auch nach dem Wechsel war es kein Spiel für schwache Nerven, für die Aufs und Abs stand Arnesson. Zunächst bediente der Schwede maßgerecht seinen Landsmann Max Darj, traf selbst, wurde dann entscheidend geblockt. Einen Dämpfer gab es in der couragierten Abwehr, als Nikolaisen mit einer Nackenverletzung raus musste. Tomas Mrkva, für Rudeck gekommen, streute Glanzparaden ein. Schmidt fing einen Ball ab, als die Gäste fast schon die grüne Auszeitkarte gelegt hatten. Es waren Szenen einer packenden Partie, die in Max Darj ihren BHC-Matchwinner besaß. Sebastian Hinze freute es: „6:2-Punkte sind schon gut, um Gepäck abzuwerfen“, meinte der Trainer, dessen Team die Abwehraufgaben gegen das Stuttgarter 7:6-Überzahlspiel nicht optimal gelöst habe.

Rund um den Bergischen HC

Vorverkauf: Am Sonntag, 10. Oktober, trifft der BHC im PSD Bank Dome Düsseldorf auf die Rhein-Neckar Löwen. Für die Partie sind die Corona-Auflagen noch ein wenig gelockert wurden. Zutrittsvoraussetzung ist weiterhin die Erfüllung der 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet), doch der bürokratische Akt der Personalisierung entfällt. Tickets sind ab sofort verfügbar.

Personal: Verzichten mussten die Löwen weiterhin auf Csaba Szücs, dessen Finger nach einer ambulanten Operation noch etwas Ruhe braucht. Außerdem fehlte Lukas Stutzke erkrankt. Tom Kare Nikolaisen und Simen Schönningsen, die nach der Partie am Sonntag angeschlagen gewesen waren, konnten hingegen gegen den TVB Stuttgart wieder auf der Platte stehen.

Lesen Sie auch: Schmidt: „Die Erleichterung ist schon sehr groß“

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