Handball

BHC macht sich Sorgen um Majdzinski

BHC-Geschäftsführer Jörg Föste bangt um Maciej Majdzinski – am Donnerstag erfolgt in Polen die MRT-Untersuchung. Foto: Kurt Kosler
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BHC-Geschäftsführer Jörg Föste bangt um Maciej Majdzinski – am Donnerstag erfolgt in Polen die MRT-Untersuchung.

Nach Verletzung bei der Handball-Weltmeisterschaft.

Von Jürgen König

Was für ein bitterer Moment für Maciej Majdzinski und den Bergischen HC! Sekunden nach seiner Einwechslung während der zweiten Hälfte im finalen WM-Spiel gegen Deutschland zog sich der Pole am späten Montagabend bei eigener Angriffsaktion eine Verletzung zu, ging mit versteinerter Miene direkt vom Feld und schnurstracks in die Kabine. Verantwortliche und Fans des BHC hielten den Atem an. „Wir haben bislang vom polnischen Verband nichts gehört“, sagte BHC-Geschäftsführer Jörg Föste am Dienstagmittag und verwies später auf eine MRT-Untersuchung in Polen am Donnerstag. Bis dahin müssen sich die Club-Verantwortlichen also gedulden – nicht auszuschließen ist eine erneute Knieverletzung.

In dieser Richtung hat es den 24-Jährigen, der seit Januar 2016 bei den Löwen unter Vertrag steht, schon zweimal heftig getroffen. Im Juli 2016 erwischte es ihn ebenfalls in Diensten der polnischen Nationalmannschaft: Riss des vorderen Kreuzbandes, eingerissener Innenmeniskus und Zerrung des Außenbandes wurden damals im linken Knie festgestellt. Die nächste lange Pause folgte ab November 2018, als im Spiel gegen den VfL Gummersbach (30:28) erneut ein Kreuzbandriss am anderen Knie diagnostiziert wurde. Die Behandlung begann seinerseits damit, den schon in Mitleidenschaft gezogenen Meniskus zu nähen. Und jetzt die dritte schwere Knieblessur?

David Schmidt, Vereinskollege und deutscher Nationalspieler, war jedenfalls betrübt, nachdem er Majdzinski nach dem Spiel aufgesucht hatte. „Es hat mir riesig leidgetan, wie er da in der Kabine lag. Hoffen wir das Beste, aber es sah nicht so gut aus“, gab Schmidt seine Eindrücke wieder. Sollte Majdzinski ausfallen, wäre der deutsche Rückraum-Rechte direkt betroffen, da sich Ragnar Johannsson kürzlich in seine isländische Heimat verabschiedet hat.

Rein sportlich war das Fazit nach dem Polen-Spiel für David Schmidt gespalten. „Wir hätten gerne gewonnen, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war. Von daher geht das Unentschieden in Ordnung“, meinte der 27-Jährige zum 23:23, das spektakulär zu Ende ging. Zunächst stoppten die Schiedsrichter den deutschen Angriff Sekunden vor dem Abpfiff mit einer – so Schmidt – „kuriosen Zeitspiel-Entscheidung“, dann sicherte Keeper Andreas Wolff per Glanzparade wenigstens einen Punkt.

Schmidt genießt Gislasons Aura

Positiv konnte der Linkshänder seinen eigenen abschließenden Auftritt mit mehr Einsatzzeit als bisher in der Offensive bewerten. „Ich habe versucht, vorne meine Chance zu nutzen, das ist mir auch ganz gut geglückt“, sagte David Schmidt, der vier sehenswerte Tore zum Remis beisteuerte. Was daran, dass man als Mannschaft alles andere als zufrieden mit dem WM-Abschneiden war, aber nichts änderte.

„Es war auf jeden Fall etwas Besonderes, das gilt auch für die Aura von Bundestrainer Alfred Gislason“, betont Schmidt, der viel Erfahrung von Kairo nach Solingen mitnehmen konnte. Dort trifft er am Dienstagabend ein. Es folgen ein Corona-Test und fünf Tage Quarantäne ohne Kontakt zum Team des BHC. Welches inklusive Lukas Stutzke, der erneut nur auf der Tribüne saß, besonders eines tun wird: Maciej Majdzinski die Daumen drücken.

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