Handball

Löwen zeigen insgesamt ein zu fehlerbehaftetes Spiel

Christopher Rudeck hätte an seinem Geburtstag lieber ein paar Paraden weniger, aber dafür einen Sieg der Mannschaft bejubelt.
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Christopher Rudeck hätte an seinem Geburtstag lieber ein paar Paraden weniger, aber dafür einen Sieg der Mannschaft bejubelt.

Stimmen: Christopher Rudeck und Co. bemängeln die Angriffsleistung.

Von Thomas Rademacher

Kai Wandschneider präsentierte sich nach Spielschluss erleichtert. „Wir haben 25 Minuten in der zweiten Halbzeit richtig gut gespielt“, meinte der Trainer der HSG Wetzlar. „Aber dann hat der BHC auf eine offene Manndeckung umgestellt, und wir haben uns einfach nicht bewegt.“ Wandschneider schien sich für die letzten Minuten seiner Mannschaft beinahe zu entschuldigen. „Ich bekomme ja jedes Jahr mehr oder weniger ein neues Team. Seit 30 Jahren trainiere ich, wie man gegen eine offene Manndeckung spielt. Aber mit diesem Team habe ich das einfach noch nicht gemacht.“

Tatsächlich sahen die Gäste in der Schlussphase extrem schwach aus, als sie eine 21:16-Führung fast noch aus der Hand gaben und der BHC Sekunden vor Schluss die Riesenchance zum Ausgleich hatte. „Wir haben natürlich alle gehofft, dass der Siebenmeter reingeht“, meinte BHC-Trainer Sebastian Hinze angesichts des vergebenen Strafwurfs von Arnor Gunnarsson. „Aber insgesamt haben wir in der zweiten Halbzeit viel zu fahrig agiert. Wir waren einfach zu fehlerbehaftet. Wir müssen mit breiter Brust spielen. Das hat mir heute aber ein bisschen gefehlt. Die Sorge vor dem nächsten Fehler war bei allen da. Daran müssen wir arbeiten.“

So genügte auch eine ordentliche Abwehrleistung mit einem immer stärker werdenden Christopher Rudeck nicht zum Sieg. „Die ersten zehn Minuten waren nicht gut“, fand der Torhüter. „Aber ich komme über zwei gehaltene Siebenmeter gegen Maximilian Holst auch emotional ins Spiel – es lief dann ganz okay.“

So viel stärker hatte Rudeck den Gegner gar nicht gesehen. „Es war auf beiden Seiten eine unterirdische Angriffsleistung.“ Ähnlich sah es BHC-Geschäftsführer Jörg Föste. „Ich hatte in der ersten Halbzeit den Eindruck, dass Wetzlar am oberen Ende seiner Möglichkeiten gespielt hat, und wir noch einiges an Potenzial hatten.“

Lesen Sie auch: Irrwitziger Schlussphase fehlt nur die Krönung

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