Handball

Löwen wünschen sich perfekten Monatsabschluss

Die Rückraum-Kreis-Kooperation von Simen Schönningsen (r.) und Tom Kare Nikolaisen führte zuletzt oft zum Tor. Beide sind stark aus der Winterpause gekommen. Foto: Christian Beier
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Die Rückraum-Kreis-Kooperation von Simen Schönningsen (r.) und Tom Kare Nikolaisen führte zuletzt oft zum Tor. Beide sind stark aus der Winterpause gekommen.

Handball-Bundesliga: Beim TVB Stuttgart bestreitet der Bergische HC sein erstes Auswärtsspiel des Jahres

Von Thomas Rademacher

Einen viel besseren Start in die Restrunde der Bundesliga hätten sich die Handballer des Bergischen HC kaum wünschen können. Einer knappen Niederlage gegen den THW Kiel stehen zwei überzeugende Heimsiege gegen Göppingen und Lemgo gegenüber. Diese ließen die Mannschaft sogar auf Tabellenplatz zehn springen. „Das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen, das zeigt, dass es bei uns in die richtige Richtung geht“, sagt Lukas Stutzke, der beim jüngsten 32:27 über den TBV Lemgo in der entscheidenden Phase das Heft mit vier Toren binnen acht Minuten in die Hand nahm. „Ein Sieg in Stuttgart wäre für den Februar ein perfekter Abschluss.“ Beim TVB sind die Bergischen am Samstagabend (20.30 Uhr) in der Porsche-Arena zu Gast.

Er hat das im Training auch voriges Jahr schon gezeigt.

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Die Erinnerungen der Löwen an die Spielstätte sind positiv. Vorige Saison sprang ein 30:26-Erfolg am 2. Weihnachtstag heraus. Vor 14 Monaten durften keine Zuschauer dabei sein, am Samstag sind wieder bis zu 3600 Fans unter Einhaltung der 3G-Regel zugelassen. Für gute Stimmung beim BHC muss das Publikum aktuell aber nicht sorgen. „Das wirklich gute Spiel gegen Lemgo hilft in der täglichen Arbeit natürlich schon“, weiß Trainer Sebastian Hinze. „Vor allem sorgt es für gute Laune bei den Jungs.“

Die schlechte Phase im November und Dezember ist nahezu vergessen. Der BHC hat die Wintervorbereitung offenbar hervorragend genutzt. Das gilt zum Beispiel für Simen Schönningsen, der auf dem Spielfeld fast nicht wiederzuerkennen ist. Fünf Treffer und drei Assists lieferte der norwegische Linkshänder im jüngsten Spiel. „Er hat das im Training auch voriges Jahr schon gezeigt“, sagt Hinze, der sich darüber freut, dass dies nun auch in der Meisterschaft gelingt. „Ihm hilft sicher auch, dass wir über eine kompakte Abwehr Sicherheit in unserem Spiel haben. Und ich glaube, dass ihm die Gewissheit, Einsatzzeit zu bekommen, gut tut.“ David Schmidt, der zweite Linkshänder im rechten Rückraum, fehlt auch in Stuttgart wohl noch mit einer Oberschenkelverletzung. Hinze: „Es sieht insgesamt gut aus bei ihm, aber das Spiel kommt wahrscheinlich noch zu früh.“

Gleiches gilt für Fabian Gutbrod, dessen Schulterverletzung ihn noch außer Gefecht setzt. Voll im Training befindet sich Csaba Szücs nach überstandener Corona-Infektion, „wobei man ihm das natürlich noch anmerkt“, wie Hinze betont. Höchst fraglich ist hingegen der Einsatz des zuletzt positiv getesteten Christopher Rudeck. „Er kann sich eventuell noch rechtzeitig freitesten, aber dann steht noch eine kardiologische Untersuchung an“, erklärt der Trainer. „Bei ihm wäre es eine Punktlandung.“

Während die Löwen mit dem zur Verfügung stehenden Kader zuletzt stark agierten und ein Polster von acht Punkten auf die Abstiegsränge haben, sind die Stuttgarter gefährdeter. Nur aufgrund der besseren Tordifferenz im Vergleich zu Balingen stehen die Schwaben über dem Strich. „Sie hatten zuletzt auch Corona-Probleme“, weiß Hinze. Das Auswärtsspiel in Lemgo musste verlegt werden, beim 22:29 in Berlin fehlte zum Beispiel Rückraum-Linkshänder Viggo Kristjansson.

„Grundsätzlich hat Stuttgart einen gut besetzten Kader, erzielt vorne viele Tore, während sie hinten aber auch nicht wenig kassieren“, sagt Hinze. „Eigentlich haben sie auf eine offensiv ausgerichtete 6:0-Deckung gesetzt, die in eine 5:1-Variante wechselt. In Berlin haben sie aber klassisch in der 6:0 gestanden. Die Frage ist jetzt, was sie gegen uns versuchen.“ Der Coach bereitet sein Team auf beide Möglichkeiten vor. Die offensivere Variante führte zwar zu mehr Gegentoren, gleichzeitig aber stets über 30 eigenen Treffern. Kurz vor Weihnachten hatte die Mannschaft von Coach Roi Sanchez mit sage und schreibe 37:40 gegen Lemgo verloren.

Rund um den BHC

Bilanz: Die Löwen haben ihre ersten vier Bundesligaspiele gegen die Stuttgarter nicht gewonnen, führen die Bilanz nach einer guten Serie inzwischen aber knapp an. Fünf Siegen stehen vier Niederlagen und ein Remis gegenüber.

Anreise: Der BHC reist am Freitag an, trainiert Samstagvormittag locker und legt noch eine Videobesprechung ein.

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