Handball-Bundesliga

Löwen starten mit einer „unangenehmen Aufgabe“

Mit Alexander Weck ist in dieser Saison zu rechnen – er absolvierte eine starke Vorbereitung. Foto: Andreas Fischer
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Mit Alexander Weck ist in dieser Saison zu rechnen – er absolvierte eine starke Vorbereitung.

Der BHC ist an diesem Donnerstag beim Tus N-Lübbecke gefordert.

Von Thomas Rademacher

Jörg Föste war sich auf der Saison-Pressekonferenz des Bergischen HC ganz sicher: „Die Handball-Bundesliga ist in diesem Jahr noch stärker und umkämpfter als in der vorigen Saison. Wir werden viele Spiele sehen, die in letzter Minute entschieden werden.“ Zu dieser Überzeugung gelangt der Geschäftsführer aufgrund der ausgeglichenen Kader vieler Vereine im breiten Mittelfeld, zu denen auch der BHC zählt. Gleichzeitig spielt auch die Qualität der beiden Aufsteiger eine Rolle. Mit dem HSV Hamburg und dem Tus N-Lübbecke sind zwei alte Bekannte zurück im Oberhaus. Bei den Ostwestfalen sind die Löwen an diesem Donnerstag (19.05 Uhr, Merkur Arena) zum Auftakt zu Gast.

„Auswärts bei einem Aufsteiger zu starten, ist natürlich eine unangenehme Aufgabe“, sagt Trainer Sebastian Hinze. „Zum einen müssen wir mit einem gewissen Maß Aufstiegseuphorie und somit einem sehr motivierten Gegner rechnen, zum anderen ist der Kader auch qualitativ gut besetzt.“ Der Coach hebt Torhüter Aljosa Rezar sowie die Rückraumschützen Valentin Spohn und Florian Baumgärtner hervor. „Dazu haben sie mit Lutz Heiny und Dominik Ebner auch gute zweikampfstarke Rückraumspieler und in Benas Petreikis einen cleveren Spielmacher“, erläutert der 42-Jährige. „Und alle drei Kreisläufer machen körperlich was her.“ Einer davon ist Leos Petrovsky, der zwischen 2017 und 2020 drei Saisons beim BHC aktiv war. Kurzfristig verpflichtete der Tus noch Mittelmann Luka Mrakovcic von RK Zagreb für den verletzten Tom Wolf nach.

Neun Spieler haben bei den Ostwestfalen bereits Bundesliga-Erfahrung. Zusammen bringen sie es auf 480 Spiele – das ist mit Abstand der geringste Wert im Oberhaus und ein Grund, warum der Club als Außenseiter gilt. Zum Vergleich: Der Kader des zweiten Aufsteigers, HSV Hamburg, bringt es auf 1881, der des BHC auf 2124 Spiele, womit sich beide ungefähr im Ligaschnitt befinden.

Junge Spieler haben sich in der Vorbereitung gut entwickelt

Hinze ist überzeugt, gute Siegchancen zu haben, wenn seine Mannschaft eine stabile Vorstellung zeigt: „Am ersten Spieltag werden wir nicht unsere beste Leistung schaffen, aber wenn wir stabil sind, bin ich optimistisch.“ Die Vorbereitung habe zwar nicht nur gute Ergebnisse bereitgehalten, doch mit der Entwicklung seines Teams zeigt sich der Coach sehr zufrieden: „Gerade junge Spieler wie Lukas Stutzke, Alexander Weck oder Tom Kare Nikolaisen haben noch mal einen großen Sprung gemacht. In der Breite ist das großer Schritt nach vorne für uns.“

Taktisch hat der Fokus vor allem auf der Erweiterung der Abwehrsysteme gelegen. „In der 6:0-Variante haben wir jetzt ein System mit aggressiveren Halbverteidigern, in der 5:1 ist mit Alex Weck eine weitere Option für die Spitze neben Linus Arnesson hinzugekommen“, sagt der Coach, der den Saisonstart – auch aufgrund der Rückkehr der Zuschauer – kaum erwarten kann.

Die Bundesliga-Bilanz des BHC gegen Lübbecke ist im Übrigen negativ. Von acht Partien gingen fünf verloren – die letzte Niederlage ist allerdings eine Weile her: Am 18. April 2015 hieß es 31:34.

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