Handball

Leidenschaft ersetzt Leichtigkeit

Max Darj war vorne und hinten nicht wegzudenken. Der Schwede war ein Mal mehr Vorbild in Sachen Charakter. Foto: Christian Beier
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Max Darj war vorne und hinten nicht wegzudenken. Der Schwede war ein Mal mehr Vorbild in Sachen Charakter.

Hinze freut sich über die vielen glücklichen Gesichter.

Von Timo Lemmer

Nicht mit der Leichtigkeit des 36:29 aus dem Hinspiel, als der Bergische HC in seiner besten Saisonphase GWD Minden in Grund und Boden spielte, sondern mit purem Willen, einer Portion Spielglück und einem herausragenden Keeper hat der BHC gegen Minden auch das Rückspiel gewonnen. „Mich freut ungemein, heute wieder in glückliche Gesichter in der Kabine zu gucken“, sagte Trainer Sebastian Hinze.

Was das, was vor einiger Zeit noch eine gewisse Normalität gewesen wäre, für die Beteiligten bedeutete, brach sich nach Schlusspfiff Bahn. Ein ungewohnt emotionaler Hinze klatsche etliche Spieler und alle Verantwortlichen ab, herzte Geschäftsführer Jörg Föste – und die Akteure feierten ausgelassen. Es war eine Nervenschlacht, die der BHC in der Klingenhalle gewonnen hatte. Weil Tomas Mrkva phänomenal hielt. Weil der Einsatz stimmte. Und am Ende auch die Cleverness, als die Löwen den knappen Vorsprung runterspielten. Hinze: „Beide Mannschaften können dieses Spiel für sich entscheiden.“

Das sah auch Gegenüber Frank Carstens so, der anmerkte: „Wir schaffen es kurz vor Schluss noch mal, das Spiel zu drehen, bekommen dann aber eine ganz blöde Zeitstrafe.“ Und zu Mrkva ergänzte: „Zu seiner Leistung kann man gratulieren, aber wir müssen uns an unsere eigene Nase fassen. Wir haben es nicht geschafft, die Verunsicherung des BHC zu nutzen.“ Die flackerte nach den letzten Spielen immer mal wieder auf, obwohl Hinze seinen Spielern mit auf den Weg gegeben hatte, die Negativerlebnisse beiseite zu schieben.

Er wirkte im Spiel sichtbar immer wieder auf eine positive Körpersprache hin. Gebissen hatten seine Spieler ohnehin. „Wir haben in der Abwehr einen leidenschaftlichen Kampf hingelegt, bis zum letzten Ball verteidigt.“ Die gefürchteten Juri Knorr und Christoffer Rambo hatte man gut im Griff, und als Doruk Pehlivan aufspielte, war Lukas Stutzke da. Das Angriffsspiel sei zwar nicht auf den Punkt, aber mit guten Akzenten gewesen. Hinze zur Freude: „Die Jungs haben sich das verdient.“

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