Die Stimmen zum Spiel

Jetzt juckt es bei den Löwen vermutlich nicht mehr

Je länger die Partie dauerte, desto besser kam Tomas Mrkva ins Spiel. Der Tscheche freute sich über eine Fangquote von 40 Prozent.
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Je länger die Partie dauerte, desto besser kam Tomas Mrkva ins Spiel. Der Tscheche freute sich über eine Fangquote von 40 Prozent.

Freude über einen Sieg für das Selbstvertrauen

Von Thomas Rademacher

Jörg Föste bemühte im Nachgang des 28:24-Erfolgs des Bergischen HC über den HSC Coburg ein Bild. „Irgendwo juckt es, und man weiß nicht so richtig, wo man sich kratzen soll“, meinte der Geschäftsführer mit Blick auf die 1:11-Punkte und vier Niederlagen gegen Topteams in Folge, mit denen die Mannschaft in das Duell gegen das Schlusslicht gegangen war. „Man steht dann irgendwie auch im Niemandsland – und davon war das heutige Spiel auch gekennzeichnet. Wir haben uns in der ersten Halbzeit nicht nur zwei technische Fehler erlaubt, sondern auch neun Fehlwürfe aus aussichtsreichen Positionen“, erläuterte Föste. „Wir sind nicht ganz stabil in das Spiel gegangen. Wir wollten, aber haben es erzwingen wollen.“

Umso positiver fiel Föstes Fazit der zweiten Hälfte aus: „Da haben wir aus dem Rückraum nahezu nach Belieben getroffen.“ Das sei auch der Schlüssel zum Sieg gewesen, „neben der Deckung, die über weite Strecken sehr gut funktioniert hat, und dem sehr gut haltenden Tomas Mrkva.“

Der tschechische Torhüter brachte es auf 16 Paraden bei einer Fangquote von 40 Prozent. „Am Anfang hat es ein bisschen gehakt, da ist es nicht so prickelnd gelaufen“, fand der 31-Jährige. „Aber mit der Zeit wurde die Zusammenarbeit zwischen mir und der Abwehr immer besser – so konnte ich auch meine Bälle halten.“ Ab der zehnten Minute fand es Mrkva ordentlich, und „über die zweite Hälfte muss ich gar nicht sprechen. Da war es die ganze Zeit sehr gut. Wir hatten uns etwas vorgenommen und haben verdient die beiden Punkte geholt.“

Mrkva war froh, dass es endlich wieder zum Sieg gereicht hat. „Uns allen war die Bedeutung des Spiels bewusst. Wir haben zwar in den Begegnungen vorher auch nicht schlecht gespielt, aber wir haben uns nicht belohnt. Ich finde, wir sind mit der Situation gut umgegangen.“

Die Erleichterung nach dem Erfolgserlebnis war allen Beteiligten anzumerken. Auch Maciej Majdzinski, der in der zweiten Halbzeit mit fünf Treffern aufgedreht hat. „Nach vier verlorenen Spielen freuen wir uns riesig, dass wir wieder gewonnen haben“, meinte der Pole, der nicht nur mit seiner Angriffsleistung zufrieden war. „Ein paar Fehler waren dabei, aber mit 28 Toren können wir schon gut leben.“

Die Bedeutung der Partie war freilich auch Jörg Föste klar: „Ein imminent wichtiger Sieg für uns. Denn im Umkehrschluss hätten bei einer Niederlage auch Selbstzweifel aufkommen können. Diese Geister wären schwer zu vertreiben gewesen.“ So bleibt die Hoffnung, dass es nun nicht mehr juckt.

Lesen Sie auch: BHC arbeitet sich hart in die Erfolgsspur zurück

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