Handball

Individuell überzeugen fast nur die Stuttgarter

Tomas Mrkva präsentierte sich bei freien Würfen – wie diesem von Sebastian Augustinussen – oft stark. Doch auch der Torhüter benötigte eine Weile, um ins Match zu kommen – besonders wenn es um das Zusammenspiel mit dem eigenen Abwehrverbund ging.Foto: Mathias M. Lehmann
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Tomas Mrkva präsentierte sich bei freien Würfen – wie diesem von Sebastian Augustinussen – oft stark. Doch auch der Torhüter benötigte eine Weile, um ins Match zu kommen – besonders wenn es um das Zusammenspiel mit dem eigenen Abwehrverbund ging.Foto: Mathias M. Lehmann

Der Ärger über die Niederlage ist bei allen Beteiligten des BHC spürbar.

Von Thomas Rademacher

Jörg Föste brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: „Es war eine extrem ärgerliche Niederlage.“ Der Geschäftsführer des Bergischen HC hatte beim 26:27 (12:15) in Stuttgart besonders in der ersten Halbzeit wenig Zugriff gegen zwei Rückraum-Linkshänder gesehen. Einer davon war Jerome Müller, der neun Treffer erzielte und sich fast gar nicht stoppen ließ. „Es ist scheinbar ein Naturgesetz, dass Müller seine besten Saisonspiele stets gegen den BHC macht“, sagte Föste.

Keine Frage, Müller hat individuell bei den Stuttgartern herausgeragt. Einen solchen Spieler hatte der BHC diesmal nicht in seinen Reihen. Torhüter Tomas Mrkva hatte zum Schluss zwar zwölf Paraden auf seinem Konto, war aber extrem schleppend ins Spiel gestartet. Und auch keiner der Feldspieler drückte der Partie seinen Stempel auf. Dies war in den drei Februar-Heimspielen zuvor anders gewesen. Die Löwen hatten jeweils mehrere Handballer in ihren Reihen, die auch individuell auffielen.

In Stuttgart war dies maximal Linus Arnesson, der speziell in der zweiten Halbzeit offensiver Antreiber war, aufs Tempo drückte und im Abschluss erfolgreich Verantwortung übernahm. Defensiv fand aber auch er nicht zu seiner gewohnten Stärke. „Es war schwer heute“, sagte der Schwede. „Stuttgart macht es auch gut, aber bei uns hat leider nicht alles geklappt.“

Positiv bewertete der Spielmacher die Aufholjagd zum Schluss. „Wir haben bis zum Ende gekämpft und hatten eine gute Phase. Aber vielleicht wäre es auch einfach nicht verdient gewesen, wenn wir noch einen Punkt mitgenommen hätten.“ Ähnlich sah es auch Lukas Stutzke: „Wir verlieren das Spiel in den ersten 45 Minuten und nehmen dann irgendwie auch zu Recht keine Punkte mit.“

Der Plan war eigentlich ein anderer. „Wir wollten sie nicht ins Spiel kommen lassen“, meinte Linksaußen Jeffrey Boomhouwer. „Aber wir haben genau das getan. Stuttgart hat unsere Fehler ausgenutzt und schnelle Tore gemacht. Dann war es ganz schwer. Dass wir am Ende nur mit einem Tor verlieren, macht es eigentlich noch schlimmer.“ Es blieb der Eindruck, dass das Spiel anders ausgeht, wenn es noch ein paar Minuten länger gelaufen wäre. So lautete auch Jörg Föstes Fazit: „Wir sind zu spät aufgewacht.“

Mit Podcast: Den Bergischen Löwen fehlen ein paar Prozent

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