Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar kontert die Wende der Löwen

Linus Arnesson war mit fünf Toren bester Torschütze – dabei traf der Schwede bei allen vier Siebenmetern. Foto: Kurt Kosler
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Linus Arnesson war mit fünf Toren bester Torschütze – dabei traf der Schwede bei allen vier Siebenmetern.

Die sportlichen Aspekte des traurigen Bundesliga-Spiels.

Von Jürgen König

Eigentlich sollte der Samstagabend in der Bundesliga zwei Begegnungen beinhalten, am Ende standen eine Absage und ein Abbruch. Bereits vor Tagen war die Partie zwischen den Rhein-Neckar Löwen und dem SC DHfK Leipzig aufgrund positiver Corona-Testungen bei den Mannheimern storniert worden, das Aufeinandertreffen von Bergischer HC und HSG Wetzlar endete vorzeitig. Wir haben uns dennoch dazu entschieden, unserer Chronistenpflicht nachzukommen und die gespielten rund 52 Minuten bis zum 19:21 (10:12) aufzuarbeiten – in kürzerer Form, als Sie es sonst von uns gewohnt sind.

Dass es irgendwann mucksmäuschenstill im mit 1573 Zuschauern besetzten Rund der Wuppertaler Unihalle werden würde, darauf deutete in den ersten Minuten nichts hin. Die Stimmung war bestens, wozu der 2:0-Start der Gastgeber – unter anderem bewerkstelligt durch eine klasse Abwehraktion von Csaba Szücs – maßgeblich beitrug. Das Ergebnis nach drei Minuten sollte indes die höchste Führung der Löwen über den gesamten Zeitraum bleiben. Denn die Mittelhessen entfalteten zusehends ihr Potenzial: über den anstelle des erkrankten Till Klimpke ins Tor gerückten Anadin Suljakovic, über die Rückraum-Asse Lenny Rubin und Stefan Cavor sowie durch ihr gefürchtetes Spiel an den Kreis. Hier hatte der BHC mit einem Manko zu arbeiten, denn Max Darj musste ebenso wie Alexander Weck angeschlagen pausieren. Tom Bergner bekam statt des schwedischen Nationalspielers mehr Einsatzzeiten, traf auch zwei Mal sehenswert im ersten Durchgang – der die Gäste in der 19. Minute erstmals mit drei Toren in Front sah.

Mit seiner ersten Auszeit (17.) hatte Coach Sebastian Hinze sein Personal kräftig durcheinander gewirbelt. So schlüpfte Tomas Babak in die Spielsteuerung, der Tscheche hatte entscheidenden Anteil an der Wende in Hälfte zwei. Aus einem 10:13 (33.) wurde bis zur 40. Minute ein 16:15. Linksaußen Sebastian Damm traf nun ebenso wie Tom Kare Nikolaisen vom Kreis aus. Das Momentum war eindeutig auf BHC-Seite, zumal Wetzlars Kreisläufer Adam Nyfjäll nach grobem Foulspiel gegen Babak die Rote Karte sah (44.). Aber das 19:18 durch Simen Schönningsen (46.) sollte das finale Ausrufezeichen der Bergischen bleiben, die sich bis zum traurigen Ende den Schneid abkaufen ließen.

Nach Kassel und gegen Leipzig

Für das Hinze-Team stehen im Oktober noch zwei Aufgaben an, am kommenden Donnerstag (19.05 Uhr) geht es nach Kassel zur MT Melsungen. Am 30. (18.30 Uhr) ist Leipzig zu Gast in Wuppertal. Dann werden wir wieder mit reichlich Stimmen aus dem Team aufwarten – worauf wir diesmal aus Rücksicht auf die Gegebenheiten verzichtet haben.

BHC: Medizinischer Notfall sorgt für Spielabbruch

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