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Hinze vermisst die Leistung seiner Mannschaft

Nach dem Schlusspfiff wartet Sebastian Hinze grübelnd auf das anstehende TV-Interview.Foto: Mathias M. Lehmann
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Nach dem Schlusspfiff wartet Sebastian Hinze grübelnd auf das anstehende TV-Interview.Foto: Mathias M. Lehmann

Zufrieden ist beim Bergischen HC niemand

Von Thomas Rademacher

Unmittelbar nach der deutlichen 23:31-Pleite des Bergischen HC in Lemgo musste sich Sebastian Hinze beim Bezahlsender Sky stellen. Der Kommentator zählte fehlende BHC-Spieler wie Rechtsaußen Arnor Gunnarsson auf und wollte danach wissen, was noch vermisst wurde. Der Trainer nutzte die Vorlage und antwortete: „Bei uns fehlte vor allem die Leistung.“ Hinze ging danach – wie auch später bei der Pressekonferenz – ins Detail: „Wir müssen eigentlich nur die erste Halbzeit analysieren. Das Konterspiel haben wir gegen Lemgo 7:1 verloren – und das alles, weil wir einfache Ballverluste hatten. Wir haben Gegenkonter bekommen, weil wir im Tempospiel Fehler machen, Pässe ins Aus spielen und zwei Kreisanspiele nicht ankommen.“

Ähnlich sei die Situation im Positionsangriff gewesen. „Wir agieren fahrig und spielen Lemgo die Bälle teilweise direkt in die Arme. Da ist es dann schwer, ins System zu kommen. Wir hatten zwar gute Unterzahlphasen, schaffen es aber nicht, mal zehn Minuten ohne Fehler zu bleiben.“

Auch die Urteile von Geschäftsführer Jörg Föste und Torhüter Tomas Mrkva fielen vernichtend beziehungsweise kritisch aus. „Wir sind hier mit einem völlig anderen Anspruch angetreten“, meinte der Tscheche. „Das war viel zu wenig, um in einem Bundesligaspiel zwei Punkte gewinnen zu können. Es war eine der schlimmsten Leistungen der gesamten Saison. Das müssen wir jetzt analysieren.“ Dies hatte Föste zumindest in Teilen bereits getan. „Wir treffen neun Mal das Tor nicht, Lemgo hingegen wirft keine einzige Fahrkarte. Elf technische Fehler brocken uns immer wieder Gegenstöße ein, die Kooperation mit dem Kreis funktioniert selten“, fand der Geschäftsführer klare Worte. „Im rechten Rückraum hatten wir keine Torgefahr, die Deckung fand keinen Zugriff.“

Dass Florian Kehrmann entsprechend begeistert von seinem Team war, lag auf der Hand. „Wir spielen im Moment alle drei Tage, haben deshalb keine Zeit, darüber nachzudenken, was wir geschafft haben“, sagte Lemgos Trainer mit Blick auf den Pokalsieg. „Das spielt uns in die Karten. Es läuft einfach.“

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