Aushang sorgt für Irritationen

Gute BHC-Stimmung wird durch die Duschen vermiest

Frederik Ladefoged absolvierte eine herausragende Partie für den BHC, duschte aber zu Hause.
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Frederik Ladefoged absolvierte eine herausragende Partie für den BHC, duschte aber zu Hause.

Hartmut Mayerhoffer war nach dem Spiel bedient.

Der Trainer von Frisch Auf Göppingen hatte eine tolle Aufholjagd seines Teams gesehen, stand am Ende aber wieder einmal mit leeren Händen da. „Wir fahren mit einem ganz schlechten Gefühl nach Hause“, sagte der 53-Jährige. Doch es sollte noch dicker kommen. In der Klingenhalle gab es Aushänge in den Kabinen, die über einen Legionellenbefall unterrichteten. Die Folge: Es kam zu Irritationen, ob überhaupt geduscht werden durfte. Mit Blick auf eine mehr als fünfstündige Rückfahrt ins Schwabenland entschied sich die Mannschaft letztlich dafür.

„Wir wurden im Vorfeld nicht darüber informiert“, kritisierte BHC-Geschäftsführer Jörg Föste. Die Möglichkeit, im darunter liegenden Bad zu duschen, sei nicht eingeräumt worden. „Es ist der nächste Zwischenfall in der Klingenhalle. Vor zwei Wochen hatten wir einen Maus-Befall, nun das.“ Zudem war es auch in der Vergangenheit schon zu Legionellen gekommen. Auf ST-Nachfrage kommentierte Kirsten Olsen-Buchkremer, die Geschäftsführerin der auch für die Sporthalle zuständigen Solinger Bädergesellschaft, die Situation. Sie räumte ein: „Mir ist der Fehler unterlaufen, den BHC darüber nicht in Kenntnis zu setzen.“ Gleichzeitig betonte sie: „Die Duschen durften genutzt werden.“

Auf dem besagten Aushang – datiert auf den 22. November – wird über die Überschreitung des „technischen Maßnahmewerts“ informiert. Weiter heißt es: „Mit dieser Überschreitung ist eine Gesundheitsfährdung nicht gleichzusetzen. Gefährdet sind Personen mit geschwächtem Immunsystem und Lungenerkrankungen.“

Föste verhagelte der Vorgang seine eigentlich durch den 28:26-Erfolg herausragende Stimmung. „Das für die Klingenhalle geplante Spiel gegen Hamm kann dort nicht stattfinden, weil Frühjahrskirmes ist. Auch das passt ins kuriose Bild des Dilettantismus, der hier herrscht.“ Der Geschäftsführer kündigte Konsequenzen an: „Das war jetzt ein Vorgang zu viel. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir kein Spiel mehr in der Klingenhalle bestreiten.“ -trd-

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