Handball

Große Sorge um Tomas Mrkva nach frühem Kopftreffer

Tomas Mrkva versuchte kurz, den Kopftreffer abzuschütteln und weiterzuspielen, doch der Torhüter musste in die Kabine. Foto: Mathias M. Lehmann
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Tomas Mrkva versuchte kurz, den Kopftreffer abzuschütteln und weiterzuspielen, doch der Torhüter musste in die Kabine.

Stimmen: Viel Lob für hohe Stabilität bei den Löwen.

Von Thomas Rademacher

4:4 stand es, als Georg Pöhle BHC-Torhüter Tomas Mrkva bei einem Abschluss aus etwas mehr als sechs Metern mit voller Wucht im Gesicht traf. Der Schuss ging als gehaltener Ball in die Statistik des Tschechen ein. Der versuchte sich zu schütteln, musste kurz darauf aber doch in die Kabine, um sich hinzulegen. „Es besteht der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung“, sagte Löwen-Geschäftsführer Jörg Föste. „Am Montag wird er zur Untersuchung ins Helios-Klinikum fahren.“

Erst danach wird feststehen, ob und wie lange der tschechische Schlussmann ausfallen wird. „Das war eine extrem unglückliche Situation“, meinte BHC-Trainer Sebastian Hinze. „Ich würde niemals einem Spieler Absicht bei so etwas unterstellen.“ Dass Mrkvas Verlust sportlich nicht zu schwer wog, war Christopher Rudeck zu verdanken. Nachdem der 25-Jährige in den ersten beiden Spielen bis auf einen Siebenmeter ausschließlich auf der Bank gesessen hatte, fand er hervorragend ins Spiel und hatte zum Schluss zehn Paraden auf seinem Konto. „Dass er gut reingekommen ist, war heute ganz besonders wichtig, weil wir keinen Ersatz mehr auf der Bank hatten“, meinte Föste. „Insgesamt hat er nach einer gewissen Pause ein gutes Spiel gemacht.“

Doch nicht nur Rudeck agierte stabil, sondern die Mannschaft überzeugte in Kollektiv mit einem kühlen Kopf. Der war nötig, denn Stresssituationen, wie sie Sebastian Hinze gerne nennt, gab es genug. Speziell, nachdem die HSG Nordhorn-Lingen auf 23:23 gestellt hatte, stand die Partie auf der Kippe. „Wir haben das richtig gut gemacht“, fand Hinze. „Es war wichtig, dass das Team nicht diese Erwartungshaltung in sich trug, unbedingt gewinnen zu müssen, sondern einfach Lust hatte, als Sieger von der Platte zu gehen. Das habe ich gespürt, und die Jungs haben sich nicht stressen lassen“, zeigte sich der Coach zufrieden.

Dass die angesichts von 6:0-Punkten zum Saisonauftakt herrschte, war keine große Überraschung. Während Föste es als „Traumstart“ bezeichnete, zeigte sich Rechtsaußen Arnor Gunnarsson sehr glücklich. „Ich bin richtig stolz auf die Mannschaft. Wir wussten, dass die letzten fünf Minuten entscheiden würden. Da haben wir es richtig gut gemacht. Wir hatten ganz starke Nerven.“ Zusätzlich betonte der Isländer mit Blick auf die nächste Aufgabe gegen die HSG Wetzlar am Donnerstag in der Klingenhalle: „Wir wollen natürlich genauso weitermachen.“

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