Handball

Frederik Ladefoged hat die steilste Entwicklung beim BHC hingelegt

Frederik Ladefoged ist eine Bereicherung für den BHC.
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Frederik Ladefoged ist eine Bereicherung für den BHC.

Handball-Bundesliga: Nach der Hinrunde ist Trainer Jamal Naji vor allem mit der Formkurve seiner Mannschaft zufrieden.

Von Thomas Rademacher

Die Hinrunde in der Handball-Bundesliga ist beendet – zumindest annähernd. Der SC Magdeburg muss noch zwei Partien nachholen – gegen die TSV Hannover-Burgdorf und den Bergischen HC, der mit 14:18-Punkten eine solide Bilanz vorweisen kann und als Zwölfter ein Polster von acht Zählern auf die Abstiegsränge aufweist. „Entwicklung ist für mich das entscheidende Wort“, sagt Trainer Jamal Naji. „Mit der bin ich wirklich sehr zufrieden.“

Gerade in der Abwehr habe seine Mannschaft Anlaufschwierigkeiten gehabt. „Darauf lag der Fokus in der Vorbereitung. Aber das hat mir am Anfang nicht gefallen“, betont der Coach. „Inzwischen bekommen wir viel Anerkennung für unser System – auch von Gegnern und Trainerkollegen, mit denen ich mich im Austausch befinde.“

Gute Werte weist zudem das Torhüter-Duo auf. Peter Johannesson pariert mehr als 28 Prozent der Bälle auf sein Tor, bei Christopher Rudeck sind es sogar 30 Prozent. Wobei Naji und Co-Trainer Peer Pütz die Schlussleute exakter bewerten. „Es geht dabei um erwartete Tore“, erklärt der Chefcoach und nennt zur Veranschaulichung Beispiele, ohne dass die Werte stimmen: „Bei freien Würfen aus sechs Metern sind Paraden selten – sagen wir in 20 Prozent der Fälle ist der Torhüter Sieger. Bei Rückraum-Schüssen mit Doppelblock sind es vielleicht 60 Prozent.“ Das heißt: Die Paraden werden unterschiedlich gewichtet. „Nach unserer Auswertung kassieren unsere Torhüter in 11 von 16 Spielen weniger als die erwartete Anzahl an Treffern. Damit dürfen wir zufrieden sein.“

Fred ist bei uns voll eingeschlagen.

Jamal Naji, BHC-Trainer

Solche Richtzahlen besitzt das Trainerteam letztlich für jeden Mannschaftsteil. „Offensiv ist es keine Überraschung, dass Tomas Babak und Linus Arnesson die besten Werte haben“, sagt Naji, der hier für die Rückrunde das größte Potenzial sieht. „Im Angriff wollen wir unter Handlungsdruck weiterspielen. Der SC Magdeburg hat das im Pokalspiel gegen uns in Perfektion gezeigt. Dabei geht es darum, gute Passentscheidungen zu treffen, den Ball auf die richtige Art auf die richtige Seite zu bekommen“, sagt der 36-Jährige. „Wir sind schon besser geworden, hatten auch sehr gute Spiele, hier ist aber noch Luft nach oben.“

Einzelkritiken möchte Naji freilich nicht vornehmen, doch er nennt drei Handballer, die ihn besonders begeistert haben: Frederik Ladefoged, Tomas Babak und Fabian Gutbrod. „Fred ist bei uns voll eingeschlagen. Nicht nur als Sportler, sondern auch als Persönlichkeit. Er ist ein hoch akzeptierter Spieler, der gehört wird, wenn er Ideen einbringt. Mit seiner Verpflichtung haben wir viel richtig gemacht.“ Babak lobt der Coach für eine sehr starke Hinrunde: „Ihm tut unsere Spielweise sehr gut.“ Etwas überrascht ist er von Gutbrod. „Wie er mit seinen Wehwehchen auftritt, dabei clever spielt und viele gute Entscheidungen trifft, ist bemerkenswert“, betont Naji. „Wichtig ist, dass er gesund bleibt.“

Höhe- und Tiefpunkte hat der Trainer ebenfalls: „Das Heimspiel gegen Gummersbach (30:30) war stimmungsmäßig der Wahnsinn. Ich bin sowieso sehr glücklich, dass unsere Fans sehr geduldig mit uns waren und uns wohlgesonnen sind.“ Als Top-Leistungen nennt er den Sieg in Leipzig (32:27), den Pokal-Erfolg gegen Göppingen (32:26) sowie die knappe Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen (26:27). „Tiefpunkte waren die Spiele in Hamburg (23:33) und gegen Flensburg (18:31). Es ist selbsterklärend, warum.“

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