Handball

Fokus liegt auf Austragung von 38 Bundesligaspielen

Jörg Föste rechnet damit, dass die laufende Bundesliga-Saison mit normaler Hin- und Rückrunde ausgetragen werden kann. Archivfoto: afi
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Jörg Föste rechnet damit, dass die laufende Bundesliga-Saison mit normaler Hin- und Rückrunde ausgetragen werden kann.

Jörg Föste mahnt geschlossenes Bild in der Außendarstellung der Clubs an.

Von Thomas Rademacher

Etwas unruhig war es zuletzt geworden, nachdem coronabedingt wieder ein paar Partien in der Handball-Bundesliga (HBL) hatten verschoben werden müssen. Die MT Melsungen befindet sich in diesen Tagen zum zweiten Mal während der Hinrunde in Quarantäne und hat nur zehn ihrer geplanten 16 Partien absolviert. Der Ligaschnitt liebt bei etwa 14 Spielen, der Bergische HC ist nur von einem Ausfall betroffen gewesen, hat also 15 Begegnungen absolviert. Seitens einiger Vereine werden Änderungen des Modus ins Spiel gebracht, weil eine Austragung aller 38 Saisonspiele unrealistisch sei. Leipzigs Geschäftsführer Karsten Günther sprach sogar von einer „Riesenkatastrophe für den Handball“, wenn keine Lösungen zur Ausdünnung des Spielkalenders erarbeitet würden.

HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann betonte indes, dass die Liga weiterhin anstrebe, alle 38 Spiele durchzuführen – und sich einige Vereine darauf einstellen müssen, auch drei Mal in der Woche anzutreten. Diese Auffassung vertritt auch Jörg Föste. „Man muss unterscheiden zwischen Meinungsbildern und angemahnter Solidarität“, sagt der BHC-Geschäftsführer. „Dass Meinungen innerhalb der Liga unterschiedlich sind, ist normal. Entscheidend ist, dass man sich nach innen im Dialog auseinandersetzt, aber nach außen ein geschlossenes Bild abgibt. Das halte ich in diesen Zeiten für sehr erstrebenswert, wenn nicht sogar notwendig.“

Für den BHC sagt Föste: „Wir sind der Meinung, dass die Saison normal durchgespielt werden kann.“ Der 60-Jährige nennt dafür drei Gründe. Erstens sind im vorigen Sommer sieben Monate keine Wettbewerbe bestritten worden, so dass alle ausgeruht in die Saison gehen konnten. Zweitens durften die Spieler frei entscheiden, ob sie zur WM im Januar wollen. „Die große Anzahl hat sich dafür entschieden. Das spricht dafür, dass wir von einer Überbelastung weit entfernt sind“, erläutert er. Drittens ist die Saison bis Ende Juni verlängert und auf die Austragung des DHB-Pokals verzichtet worden. Dazu kommt wohl noch eine Straffung der internationalen Termine. „Im Ligaschnitt müssen von Februar bis Juni 24 Spiele ausgetragen werden. Das halten wir innerhalb von fünf Monaten für machbar.“

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