Handball-Bundesliga

Stimmen zum Spiel des BHC: Es schlagen zwei Herzen in der Brust

Sebastian Hinze durchlebte an der Seitenlinie ein Wechselbad der Emotionen. Der Trainer klang nach dem Spiel sogar eher enttäuscht, dass sein Team den Sieg verpasst hatte. Foto: Moritz Alex
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Sebastian Hinze durchlebte an der Seitenlinie ein Wechselbad der Emotionen. Der Trainer klang nach dem Spiel sogar eher enttäuscht, dass sein Team den Sieg verpasst hatte.

Am Ende schwankten die Gefühle zwischen Freude und Ärger über einen Punkt gegen die Rhein-Neckar-Löwen.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Sebastian Hinze freute sich natürlich über den Ausgleich zum 25:25 gegen die Rhein-Neckar Löwen in allerletzter Sekunde. Doch der Trainer des Bergischen HC haderte auch. „Wir können es besser, als wir es heute gezeigt haben. Die erste Halbzeit war wirklich gut“, meinte der 42-Jährige. „Leider hatten wir da eine Phase mit sehr fehlerbehafteten Gegenstößen. Und es ist uns das gesamte Spiel über nicht gut gelungen, Juri Knorr zu verteidigen.“

Was den Coach aber besonders ärgerte, waren die ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte. „Da haben wir im Angriff einfach nicht mehr das gezeigt, was uns zuvor stark gemacht hatte. Die Sorge vor Fehlern war viel zu groß, dabei gehören sie einfach dazu.“

Als es beim 18:22 danach aussah, dass die Gäste als Gewinner das Feld verlassen würden, spielten die Bergischen wieder befreiter auf, machten weiterhin Fehler, aber „wir haben dann auch vieles richtig gemacht.“ Insgesamt war Hinze aber auch der Meinung, dass „wir mit mehr Mut auch mehr als einen Punkt mit nach Hause genommen hätten“. Die Gründe dafür sind klar: „Tomas Mrkva machte eine super Partie, aber wir brauchen dann auch die Abpraller, die wir ganz lange nicht bekommen haben.“

Zudem habe im Angriff oft viel funktioniert. Auch Hinze freute sich über gewonnene Zweikämpfe und Durchbrüche an den Kreis, die bei der Niederlage in Göppingen noch Seltenheitswert gehabt hatten. „Wir wussten aber auch vorher, dass wir diese Zweikämpfe gegen die Rhein-Neckar Löwen gewinnen können. Das haben die Jungs gut gemacht.“

BHC-Geschäftsführer Jörg Föste: BHC war über weite Strecken besser

Jörg Föste freute sich über einen „mehr als verdienten Punkt.“ Der BHC-Geschäftsführer hatte seine Löwen über ganz weite Strecken besser als die Gäste gesehen. „Wir hätten schon zur Halbzeit mit drei oder vier Toren führen müssen, wenn wir die individuellen Fehler nicht dabei gehabt hätten.“

Unter dem Strich schlugen zwei Herzen in Föstes Brust: „Die Freunde über den Punkt, aber über 60 Minuten muss man auch sagen, dass wir die Rhein-Neckar Löwen hätten schlagen können.“

Zum Spielbericht: Handball-Bundesliga: David Schmidt erlöst den BHC im Löwenduell

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