Handball

Dreimal K: Hierin besticht der Bergische HC

Csaba Szücs, mit 33 Jahren erfahrenster Spieler der Löwen, war gegen Hannover zur Stelle, als er gebraucht wurde. Foto: Moritz Alex
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Csaba Szücs, mit 33 Jahren erfahrenster Spieler der Löwen, war gegen Hannover zur Stelle, als er gebraucht wurde.

Analyse: Löwen in 2021 kaum zu bändigen.

Von Timo Lemmer

Der Bergische HC bereitet seit dem Jahreswechsel jede Menge Freude: Der überzeugende 27:23-Erfolg gegen Hannover untermauerte diese Entwicklung abermals. Doch was macht die Löwen im Jahr 2021 so stark?

Konstanz: Der Triumph gegen Hannover rundete den Auftakt-Monat nach der WM-Pause bestens ab. Binnen 24 Tagen hat der BHC fünf Spiele bestritten und dabei 8:2-Punkte eingefahren. Und schon der Dezember verlief nahezu optimal. Alle Siege gelangen stets mit mindestens vier Treffern Differenz, die Niederlage gegen Leipzig handelte sich der BHC mit einem Tor denkbar knapp ein. Nach dem Schlusspfiff gegen Hannover stand – in einer wohlgemerkt schrägen Tabelle – ein herausragender fünfter Tabellenplatz. Selbst nach Begradigung werden die Bergischen mit 24:16 Punkten fantastisch dastehen: Der Trend und damit die Gesamt-Entwicklung des Teams ist evident.

Kadertiefe: Dazu trägt nicht zuletzt die Breite der Mannschaft bei. Beispiele: Lukas Stutzke überzeugte vor Jahreswechsel, gegen Hannover traf statt ihm Positionskollege Fabian Gutbrod fünffach. Linus Arnesson spielt auf der Mitte wieder auf seinem gefürchteten Niveau – und doch brachten Tomas Babaks Eins-gegen-Eins-Stärken gegen Hannover kurzzeitig eine andere Farbe ins Spiel. Im Innenblock können sich Max Darj, Tom Kare Nikolaisen und Csaba Szücs nahezu die Klinke in die Hand geben. So gegen Hannover: Nikolaisen, der in seiner ersten Bundesliga-Saison überraschend schnell zum seriösen Innenverteidiger mutiert ist, „hatte heute nicht so die Beine“, wie Trainer Sebastian Hinze bemerkte. Für ihn kam der zuletzt auch mal gar nicht eingesetzte Routinier Szücs: „Csaba hat es heute hinten sowie in der zweiten Welle überragend gemacht“, lobte Hinze.

Noch unvorhergesehener die Lage auf Halbrechts: Hier ist David Schmidt der Platzhirsch. Doch Magdeburg-Leihgabe Renars Uscins, im April 2002 geboren, verschafft schon jetzt mehr Luft als erwartbar war. Anfang Februar in Minden überhaupt erst die ersten Sekunden Bundesligaluft geschnuppert, ist der deutsche Junioren-Nationalspieler gegen Hannover – wie schon gegen Lemgo – in seinen Offensivmomenten sehr klar. Einmal trifft er, einmal bedient er den Kreis mustergültig im Kontakt. Und die vier BHC-Außen wechseln ohnehin von Partie zu Partie.

Kaltschnäuzigkeit: Zu guter Letzt ist der BHC da, wenn der Gegner etwas anbietet. „Ich denke, der Schlüssel zum Sieg waren die ersten Minuten nach der Pause“, befand Hinze nach dem Match gegen Hannover. Vom 14:12-Pausenstand stellte der BHC über 17:12 auf 21:14. Hinze: „Daher haben wir in der ganzen zweiten Halbzeit weniger Stress als der Gegner. Von diesem Vorsprung leben wir das restliche Spiel und bringen es so auch sicher nach Hause.“ Diese hohen Höhen im Spiel liegen dann – neben der erwähnten Tiefe – nicht zuletzt an der Leistungsspitze des Teams: Rudeck hielt in dieser Phase, was kam; Arnesson steuerte Angriffsspiel und gegnerische Defensive; und Darj oder Schmidt trafen.

Rudeck ist der Star der Gala gegen Hannover

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