Handball-Bundesliga

Domenico Ebner kann es nicht fassen

Verkehrte Welt für Domenico Ebner: Der Torhüter hielt überragend, verließ aber ungläubig als Verlierer das Feld.
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Verkehrte Welt für Domenico Ebner: Der Torhüter hielt überragend, verließ aber ungläubig als Verlierer das Feld.

Christopher Rudeck schießt das Tor des Jahres, verliert aber das Keeperduell.

Von Thomas Rademacher

Als der Schlusspfiff in der Klingenhalle ertönt, kann es Domenico Ebner nicht fassen. Nach dem 25:23 (11:15)-Erfolg des Bergischen HC muss sich der Torhüter der TSV Hannover-Burgdorf erst einmal an die Bande setzen. 16 zum Teil überragend gehaltene Bälle hat der 27-Jährige auf seinem Konto. In der Crunchtime gelang ihm sogar eine spektakuläre Doppelparade mit zwei Würfen aus sechs Metern, doch trotzdem reichte es für die Gäste nicht zum Sieg.

„Wenn nichts mehr geht, muss man etwas probieren“, sagte Max Darj, der wie seine BHC-Kollegen mehrere Male an Ebner gescheitert war. Der schwedische Kreisläufer probierte es dann mit einem Heber und hatte Erfolg. Dem 20:21 ließ Darj kurz darauf den Ausgleich folgen. „Das hat uns natürlich geholfen. Aber insgesamt war das zu wenig von uns“, gestand Darj. „Wir müssen aus sechs Metern die Bälle einfach besser rein machen.“

Das sah auch Sebastian Hinze so. „Es ist schon selten, dass man ein Torhüter-Duell so verliert, aber am Ende doch noch das Spiel gewinnt“, meinte der BHC-Coach. „Ich kann völlig nachvollziehen, dass sich das für Hannover extrem bitter anfühlt. Denn eigentlich hatten sie das Spiel ja lange unter Kontrolle.“ Am Schluss aber war der BHC da. Dann auch mit Paraden von Christopher Rudeck, der Johan Hansen zwei wichtige Bälle in den letzten Minuten wegnahm. „Gut, dass wir umgestellt hatten“, sagte Rudeck. „Eigentlich war der Plan, die Abschlüsse über Nejc Cehte zu bekommen. Aber der hat die Dinger alle reingemacht. Zum Schluss haben wir dann doch Hansen von außen werfen lassen und hatten Erfolg damit.“

Bevor die letzten Minuten ganz klar dem BHC gehörten, hatte die Mannschaft aber eine Initialzündung zur Aufholjagd benötigt. Die bekam sie durch eine Rudeck-Parade. Das Hannoveraner-Tor war leer, und der Abpraller von den Füßen des Torhüters landete gegnerischen Netz. „Ich habe das Tor des Jahres geschossen“, feierte sich Rudeck schelmisch selbst, während Darj ausnahmsweise glücklich war, dass er den Abpraller nicht bekam. „Lange ist in dem Spiel viel schief für uns gelaufen“, sagte Hinze. „Aber die Aktion war sicher ein Wendepunkt. Da hatte man dann schon das Gefühl, dass doch noch etwas gehen kann.“

Lesen Sie auch: „Klingenhölle“ feiert eine irre Aufholjagd

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