Handball

Der Traum vom Viertelfinale endet in Kassel - Mit Podcast

Deutscher Handball-Pokal: Der Bergische HC präsentiert sich verbessert, verliert aber 22:28 (12:16) bei der MT Melsungen

Lukas Stutzke war knapp vier Wochen mit einem Muskelbündelriss ausgefallen. Im Pokal-Achtelfinale gab er sein Comeback.

Aus Kassel berichtet Thomas Rademacher

Im Achtelfinale ist erneut Endstation für den Bergischen HC. Seit der Handball-Club 2016 beim Final-Four des DHB-Pokals in Hamburg dabei gewesen war, wartet er auf die nächste große Chance in Form eines Viertelfinal-Einzugs. Der jedoch gelang auch bei Bundesliga-Konkurrent MT Melsungen nicht. In Kassel zeigten die Löwen aber zumindest eine bis zum Schluss couragierte Vorstellung – auch, wenn sie es verpassten, beim 22:28 (12:16) das ganz dicke Ausrufezeichen zu setzen.

Die Gastgeber erwischten auch gleich den besseren Start in die Partie. Weil Sebastian Damm per Heber und Arnor Gunnarsson von außen vergaben, während Melsungen alle Angriffe im Tor unterbrachte, lagen die Bergischen schnell 1:4 hinten. Zwar zeigte David Schmidt danach eine schöne Einzelaktion, die er erfolgreich abschloss, doch das Torhüter-Duell ging zunächst klar an den Gegner. Christopher Rudeck parierte bis zu seiner Auswechslung nur einen Ball, Tomas Mrkva fand etwas besser ins Spiel, doch MT-Schlussmann Silvio Heinevetter nahm den Löwen zügig sieben Bälle weg.

„Wir hatten mit unserer Defensive zu kämpfen.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Wer nun befürchtet hatte, die Bergischen würden sich in Kassel in ihr Schicksal ergeben, sah sich getäuscht. Sie machten unbeirrt weiter und hatten auch Erfolgserlebnisse. Zwar lag die Truppe zwischendurch 5:11 hinten, verkürzte aber durch den eingewechselten Lukas Stutzke, Schmidt sowie Max Darj auf 8:12 und wenig später sogar 10:13, wonach die Hausherren eine Auszeit nahmen. Nach der lief es aus Löwen-Sicht erneut dumm, als Yves Kunkel zunächst erhöhte und sich dann nach einem Lattenkracher im Stile eines Footballers den Abpraller sicherte und zum 15:10 konterte.

Dennoch: Heinevetter war spürbar nicht mehr im Kopf der Gäste, so dass sie bis zur Pause durch einen schönen Darj-Heber und einen Wurf ins leere Tor von Alexander Weck noch auf 12:16 verkürzten. Eine Wende lag nicht in der Luft, aber zumindest ließ der BHC die unglücklichen Aktionen und Misserfolge nicht auf sich wirken. Das blieb auch nach Wiederbeginn so, obwohl sie mit drei technischen Fehlern in die Halbzeit starteten. Auch die Melsunger bestraften dies nicht, Kunkel scheiterte beim Siebenmeter und Nachwurf an Mrkva, Julius Kühn blieb gegen Tschechen ebenfalls zweiter Sieger. So konnte Weck mit einem Rückraumtor im Nu den alten Vier-Tore-Rückstand wieder herstellen.

Knapp zehn Minuten später waren die Bergischen sogar auf zwei Treffer ran. In der Abwehr hatten sie nun in Kombination mit dem Torhüter Zugriff, vorne legten sie durch den eingewechselten Simen Schönningsen, Weck sowie Jeffrey Boomhouwer per Gegenstoß einen 3:0-Lauf hin, um auf 17:19 zu verkürzen. Setzten sich die Gastgeber zunächst mit viel individueller Qualität erneut ab, profitierten sie dann auch noch von Ballverlusten durch Tomas Babak und Lukas Stutzke.

Der BHC ging zwar auch mit diesem Nackenschlag gut um, kam dann aber bei sechs Toren Rückstand nicht mehr für einen Sieg in Frage. So war die Leistung zwar disziplinierter und konstanter als zuletzt beim 21:25 gegen Schlusslicht GWD Minden, doch nah dran am Viertelfinale waren die Löwen nie. „Wir haben es leider nicht geschafft, den entscheidenden Akzent zu setzen und die Melsunger nervös zu machen“, sagte Lukas Stutzke, der nach einem überstandenen Muskelbündelriss wieder spielte. Dem frühen Vier-Tore-Rückstand sei man die ganze Zeit hinterhergerannt. „In der ersten Halbzeit hatten wir mit unserer Defensive zu kämpfen und haben selbst die Bälle nicht reingemacht“, begründete Trainer Sebastian Hinze die Hypothek.

Rund um den BHC

Personal: Verzichten mussten die Löwen weiterhin auf Linus Arnesson und Fabian Gutbrod, die dieses Jahr verletzungsbedingt nicht mehr spielen können.

Ausblick: Der Bergische HC empfängt am Samstag im PSD Bank Dome Düsseldorf den ungeschlagenen SC Magdeburg zum Bundesligaspiel. Tickets sind noch verfügbar.

Lesen Sie auch: „Bei uns hat etwas gefehlt“

Rubriklistenbild: © Mathias M. Lehmann

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