Rückblick

Das BHC-Jahr 2022 in Zahlen

Alexander Weck (r.) gelang sein persönliches Highlight beim 32:26 im Pokal gegen Göppingen. Der Rückraumspieler erzielte zehn Tore.
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Alexander Weck (r.) gelang sein persönliches Highlight beim 32:26 im Pokal gegen Göppingen. Der Rückraumspieler erzielte zehn Tore.

Handball-Bundesliga: Diese Tore, Spiele, Punkte und Serien des Bergischen HC sind bemerkenswert.

Von Thomas Rademacher

Es war ein besonderes Jahr für den Bergischen HC. Im Sommer verließ Trainer Sebastian Hinze den Verein nach zehn Jahren im Amt. Es folgte ein Umbruch inklusive zahlreichen Wechseln im Kader und einem neuen Coach: Seit Juli leitet Jamal Naji mit Co-Trainer Peer Pütz die sportlichen Geschicke des BHC in der Handball-Bundesliga. Das ist das Jahr 2022 in Zahlen aus Löwen-Sicht:

1 Diese Nummer ist wohl eine der prägendsten. Zum ersten Mal in seiner Historie gewann der BHC in der Spätphase der vorigen Saison im Oberhaus beim SC DHfK Leipzig und bei der SG Flensburg. Ebenfalls eine Premiere: Beim 22:22 Anfang Dezember holte der Club im elften Versuch einen Punkt auswärts gegen die MT Melsungen.

6 Mal in Serie hat die Mannschaft inzwischen ihr letztes Spiel des Jahres gewonnen. Das jüngste 32:30 bei der TSV Hannover-Burgdorf zählt schon jetzt zu den Saison-Höhepunkten. Vor mehr als 9000 Zuschauern blieben die Löwen kurz vor Schluss cool und besiegelten den ersten Erfolg bei den Niedersachsen seit fast elf Jahren. Auf einer positiven Note haben sich die Löwen seit 2017 stets aus dem Jahr verabschiedet. In chronologischer Reihenfolge: in Dresden (28:21), gegen Hannover (25:22), gegen Nordhorn-Lingen (31:18), in Stuttgart (30:26), in Hamburg (27:26).

6 Spiele in Folge hatte der SC DHfK Leipzig unter seinem neuen Coach Runar Sigtryggsson gewonnen. Dann kam am 18. Dezember der BHC in der Arena vorbei und entzauberte die Gastgeber beim 32:27 nach allen Regeln der Kunst.

7 Zugänge musste der BHC im vergangenen Sommer integrieren. Es kamen Noah Beyer, Tim Nothdurft, Djibril M'Bengue, Isak Persson, Frederik Ladefoged sowie die Torhüter Peter Johannesson und Louis Oberosler. Ladefoged hat bisher den prägendsten Eindruck hinterlassen. Der dänische Kreisläufer steht nicht nur mit 58 Treffern offensiv gut da, er ist auch in Windeseile zur Stütze im Innenblock geworden.

9 Bundesliga-Partien absolvierte der BHC 2022 in der Klingenhalle. Die sportliche Bilanz ist mit 15:3-Punkten überragend, doch die in die Jahre gekommene Halle sorgte das eine oder andere Mal für Unmut – unter anderem zwei Mal aufgrund Legionellen in den Duschräumen. Fest steht: In der Rückrunde der laufenden Saison, also bis Sommer, wird kein Spiel mehr am Weyersberg stattfinden.

9:1 lautete der Tore-Lauf des BHC in gleich zwei Spielen: bei seiner stärksten Aufholjagd und seinem erfolgreichsten Auftakt. Gegen die TSV Hannover-Burgdorf lagen die Löwen im März 17 Minuten vor Schluss mit 15:20 hinten. 15 Minuten später führten sie 24:21 und verließen letztlich mit einem 25:23-Erfolg das Feld. Einen Monat später hieß es nach einer guten Viertelstunde 9:1 für die Löwen im Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten – auch das genügte zum Sieg.

10 Treffer bei ebenso vielen Versuchen erzielte Alexander Weck im Pokalspiel gegen Frisch Auf Göppingen. Ein Wert mit Seltenheitswert – insbesondere beim BHC, der sehr ausgewogen spielt. Weck führte die Mannschaft mit seiner Sahne-Leistung zum 32:26-Erfolg.

12 Punkte holten die Löwen in ihrer stärksten Phase des gesamten Jahres im November und Dezember. Von 4:14-Zählern arbeitete sich das Team bis zur Winterpause auf 16:18-Punkte vor und verlor in der gesamten Phase nur ein einziges Mal.

13 Tore Unterschied standen bei der besagten einzigen Pleite im letzten Sechstel des Jahres auf der Anzeigetafel. Das 18:31 gegen die SG Flensburg-Handewitt war in vielerlei Hinsicht rekordverdächtig. Es war mit einem Spiel gegen THW Kiel (21:34) aus der Saison 2011/12 die höchste Heimniederlage jemals. Fünf Treffer zur Pause sind in der laufenden Saison ligaweit schwächster Wert. Zudem scheiterte der 15. Versuch des BHC, ein Heimspiel im PSD Bank Dome Düsseldorf zu gewinnen.

29 Prozent der Bälle auf ihr Tor – zumindest etwa – parieren die Schlussleute im Schnitt. Egal, ob in dieser Saison Peter Johannesson, in der vorigen Tomas Mrkva oder in beiden Christopher Rudeck. Die BHC-Torhüter funktionieren wie ein Uhrwerk – Ausreißer in beide Richtungen gibt es natürlich, doch im Schnitt sind sie alle unheimlich konstant.

35 Pflichtspiele hat der Verein 2022 absolviert. Die Bilanz: 32:34-Punkte in der Bundesliga sowie je einen Sieg und eine Niederlage im DHB-Pokal.

138,5 Kilometer pro Stunde erbrachte die Messung des härtesten beziehungsweise wurfschnellsten BHC-Tores des Jahres. Erzielt hat es Lukas Stutzke zum 16:15 in einem bemerkenswerten Spiel. Bei der HSG Wetzlar traten die Löwen im März ohne Sebastian Hinze an. Der Trainer war an Corona erkrankt und wurde durch Markus Pütz vertreten. Dem gelang bei seiner Premiere als Chefcoach beim 27:23 gleich der erste Sieg.

473 Gegentore hat die Mannschaft in der laufenden Saison bisher kassiert. Das ist drittbester Wert der Bundesliga hinter Magdeburg und Flensburg. Auf der anderen Seite haben die Löwen 457 Treffer erzielt – nur Schlusslicht Hamm hat weniger (455). Etwas verzerrt wird das Bild, weil der BHC ein Spiel weniger als der Großteil der Konkurrenz absolviert hat.

Podcast: Der zweite Teil des Jahresgesprächs mit BHC-Geschäftsführer Jörg Föste ist online. Ging es im ersten vor allem um die Arena-Diskussion und die Zukunft der Klingenhalle, steht nun Sportliches im Vordergrund. Beide Folgen und mehr:

solinger-tageblatt.de/podcast

Auftakt: Bis zum 12. Januar haben die BHC-Profis Urlaub. Dann beginnt die Wintervorbereitung, bei der auch die Verbesserung von individuellen Qualitäten im Fokus steht. Die Saison geht am 12. Februar gegen Melsungen in der Unihalle Wuppertal weiter.

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