Handball

Darj ist obenauf, Majdzinski am Boden

Nicht zu stoppen von der Abwehr Katars: Max Darj, eine absolute Trumpfkarte von Schweden. Foto: imago/Mathias Bergeld
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Nicht zu stoppen von der Abwehr Katars: Max Darj, eine absolute Trumpfkarte von Schweden.

Handball-Bundesligist Bergischer HC freut sich über seinen WM-Fahrer- und ist entsetzt.

Von Günter Hiege und Jürgen König

Beim Bergischen HC darf man sich mit seinem schwedischen Kreisläufer Max Darj freuen. Der 29-Jährige steht bei der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten mit seiner Nationalmannschaft im Halbfinale, wo er an diesem Freitag um 17.30 Uhr auf Frankreich (live bei Eurosport) trifft und in jedem Fall bis zum Wochenende um Medaillen kämpfen wird. Denn auch der dritte Platz mit Bronze wird ausgespielt. Derweil kam aus Polen schlechte Kunde: Maciej Majdzinski hat es schwer am linken Knie erwischt.

Beim souveränen 35:23-Sieg der Schweden über Katar konnte sich der Abwehrspezialist auch als Torschütze hervortun, traf bei sieben Versuchen fünf Mal und war dadurch hinter zwei Teamkollegen bester schwedischer Schütze. Vier Tore erzielte Darj in den ersten 20 Minuten, als die Partie noch eng war, ehe sich die Schweden bis zum 14:10 zur Pause ein kleines Polster verschaffen und nach dem Wechsel endgültig davonziehen konnten.

„Es kann nicht im Interesse der Vereine sein, vom Spielplan abzuweichen.“
Jörg Föste, Geschäftsführer des BHC

Theoretisch hätte der BHC durch die Beteiligung eines seiner Spieler am Halbfinale die Möglichkeit, um eine Verlegung der ersten Bundesliga-Partie gegen Lemgo zu bitten, die für Samstag, 6. Februar, in der Uni-Halle angesetzt ist. Frühestens zu Beginn der Woche kann Darj wieder im Bergischen sein, würde auch zunächst einmal in Quarantäne müssen. BHC-Geschäftsführer Jörg Föste, der sich für Darj über dessen Erfolg sehr freut, sieht aber keinen Grund, das Spiel deshalb zu verlegen. „Generell muss ich sagen, es kann nicht im Interesse der Vereine der Liga sein, vom Spielplan abzuweichen, der BHC hat jedenfalls kein Interesse daran“, so Föste.

Maciej Majdzinski am Boden – der 24-jährige Pole erlitt bereits seinen dritten Kreuzbandriss. Foto: Moritz Alex

Auch nicht vor dem Hintergrund, dass die Löwen auf Maciej Majdzinski verzichten müssen, der sich beim Spiel Deutschland gegen Polen eine schwere Knieverletzung zugezogen hat und lange fehlen wird. Die in Polen durchgeführte MRT-Untersuchung ergab einen Riss des vorderen Kreuzbandes – schon die dritte Verletzung dieser Art – sowie des Außenmeniskus. Über die operativen Maßnahmen und die Planung der Rehabilitation befinden sich die medizinisch Verantwortlichen im engen Austausch. Nach dem Abgang von Ragnar Johannsson bleibt nunmehr nur David Schmidt im rechten Rückraum. 

Wie das Lemgo hält, ist aber offen. Die Ostwestfalen haben drei Spieler, die bei der WM auch im Halbfinale noch aktiv sind. Neben dem schwedischen Torhüter Peter Johannesson und Rückraumspieler Jonathan Carlsbogard ist das auch der spanische Kreisläufer Gedeon Guardiola. Er zog mit seiner Mannschaft am Mittwoch durch den 31:26-Erfolg gegen Norwegen ebenfalls ins Halbfinale ein, wo die Dänen der Gegner sein werden.

Der BHC wird seine ersten Heimspiele im Jahr 2021 in Wuppertal ausrichten. „Zum Glück ist es uns gelungen, die meisten Termine auf das Wochenende zu legen, so dass es keine Probleme mit der Uni gibt“, sagt Jörg Föste. Abschließend mit der Liga abgestimmt sind die Termine allerdings vorerst nur bis März, das heißt gegen Lemgo, Leipzig (14. Februar) und Balingen (21. Februar). Geplant sind bis Saisonende in jedem Fall auch noch Spiele in Düsseldorf, unabhängig davon, ob dann Zuschauer zugelassen sein werden oder nicht. „Das ist vertraglich so vereinbart“, so Föste. Das existierende Hygienekonzept mit Stufenplan, das Sportstadt und BHC ausgearbeitet haben, konnte bei den Partien der Hinrunde bekanntlich nicht greifen, weil der Corona-Inzidenzwert zu hoch war. Auch das Istaf, das an diesem Sonntag mit hochkarätigen Leichtathleten im ISS Dome stattfindet, wird ohne Zuschauer auskommen müssen. „Wir haben für Düsseldorf die Spiele gegen Magdeburg und die Rhein-Neckar Löwen ins Auge gefasst“, verrät Jörg Föste.

Heimspiele

Solingen: In der Klingenhalle wurde zumeist im bisherigen Verlauf der Erstliga-Saison gespielt – und das mit ansprechender Ausbeute. Siege gab es gegen Erlangen (29:25), Coburg (28:24), Ludwigshafen (28:19) und Essen (35:29). Gegen Wetzlar (20:22) war in der spannenden Schlussphase mehr drin, Flensburg nahm die Punkte beim 30:25 souverän vom Weyersberg mit.

Düsseldorf: Die für den ISS Dome angedachten Spiele gegen den SC Magdeburg und die Rhein-Neckar Löwen stehen laut Rahmenterminplan am 8. Mai und am 16. Juni (viertletzter Spieltag, vorletztes Heimspiel) an. Zwei Begegnungen gab es im November in der Landeshauptstadt schon: Gegen Kiel (27:32) und Berlin (29:31) reichte es nicht zu Zählbarem.

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