Handball

Darj drückt dem BHC die Daumen – außer am Samstag

Bei seiner Verabschiedung im Juni war Max Darj sichtlich angefasst. Inzwischen ist er bei den Füchsen Berlin angekommen.
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Bei seiner Verabschiedung im Juni war Max Darj sichtlich angefasst. Inzwischen ist er bei den Füchsen Berlin angekommen.

Bundesliga: Der Bergische HC fährt zu seinem Ex-Kreisläufer und den überragenden Füchsen Berlin.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Als Max Darj im vorigen Juni nach fünf Jahren beim Bergischen HC verabschiedet wurde, war der Handballer sichtlich berührt. „Es war meine erste Profistation. Wir haben viel zusammen erreicht, das werde ich nie vergessen“, sagt der Schwede auch noch vier Monate später. Daher ist das Bundesligaspiel seines neuen Clubs, den Füchsen Berlin, gegen die Bergischen am Samstagabend (20.30 Uhr) für ihn ein sehr spezielles.

„Ich habe viele Freunde beim BHC“, beschreibt Darj. Landsmann Linus Arnesson gehört dazu, mit dem er 2017 zu den Löwen kam. „Aber ich schreibe auch noch oft mit anderen Spielern. Abgehakt ist das Thema für mich nicht.“ So drückt der Kreisläufer auch regelmäßig seinem ehemaligen Verein die Daumen: „Ich habe viele Spiele gesehen, und sicher hätte man mehr Punkte holen können. In den kommenden Wochen trifft die Mannschaft auf Wetzlar, Gummersbach, Hamm und Göppingen. Ich hoffe, dass die Siege dann kommen.“

Am Samstagabend muss Darj seinen Ex-Club aber noch um Geduld bitten. „Da hoffe ich schon, dass die Punkte in Berlin bleiben“, sagt der 31-Jährige, der sich in seiner neuen Heimat sehr wohl fühlt. „Die Hauptstadt ist schon etwas anderes als Solingen-Gräfrath. Hier kann man wirklich viel erleben.“ Mit einem schwedischen Touristenführer sind er und seine Frau Amanda schon durch die Stadt getingelt – inklusive der üblichen Spots wie zum Beispiel dem Brandenburger Tor. Darj ist nach Pankow gezogen und benötigt 10 bis 15 Minuten zum Training und den Spielen.

„Ich bin hier in jeder Hinsicht gut angekommen“, sagt der Kreisläufer, der bei den Füchsen eine andere Rolle als beim BHC einnimmt. Im Bergischen ackerte er oft fast das gesamte Spiel vorne und hinten durch, in Berlin spielt er häufiger in der Abwehr als im Angriff. „Ich wusste vorher, dass es anders wird“, betont er. „Wir haben hier eben eine unglaubliche Breite im Kader und in Mijajlo Marsenic einen überragenden Kreisläufer.“ In der Deckung kommt Darj immer besser in Schwung, die Abstimmung mit seinen Nebenleuten wird von Spiel zu Spiel genauer. „Offensiv fehlt noch ein bisschen Timing. Das braucht Zeit“, sagt Darj.

Mit 15:1-Punkten sind die Füchse aktuell Tabellenführer der Bundesliga und daher natürlich gegen den BHC hoch favorisiert. Warum die Löwen sich trotzdem Chancen ausrechnen, lesen Sie im Ausblick auf das Match im ST am Samstag.

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