Handball

Rebmann entschärft den Löwen-Angriff - Stimmen zum Spiel im Podcast

Torhüter Daniel Rebmann (l.) war der überragende Spieler auf Göppinger Seite. Zwei seiner insgesamt 20 Paraden gelangen ihm gegen Arnor Gunnarsson. Fotos: Mathias M. Lehmann
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Torhüter Daniel Rebmann (l.) war der überragende Spieler auf Göppinger Seite. Zwei seiner insgesamt 20 Paraden gelangen ihm gegen Arnor Gunnarsson.

Bundesliga: Der Bergische HC läuft beim 24:27 (10:12) in Göppingen über das gesamte Spiel hinterher

Aus Göppingen berichtet Thomas Rademacher

Der Bergische HC hat sich bei Frisch Auf Göppingen nie aufgegeben, kam aber trotz diverser Gelegenheiten auch nicht entscheidend heran. Die 24:27 (10:12)-Niederlage ist ernüchternd und erklärbar. „Daniel Rebmann war in einigen Phasen einfach unüberwindbar für uns“, nannte BHC-Trainer Sebastian Hinze den ersten und wohl wichtigsten Grund. Der Göppinger Schlussmann lieferte 20 Paraden und entschärfte dabei mehr als 47 Prozent der Bälle auf sein Tor. „Er war natürlich auch in unserem Kopf.“

Der Frust steht David Schmidt ins Gesicht geschrieben. Der Rückraum-Linkshänder traf drei Mal, scheiterte aber auch bei sieben Würfen.

Den besseren Start erwischte aber der BHC. Gleich mehrere Male kamen die Löwen dazwischen, wenn die Göppinger den entscheidenden Pass spielen wollten. Arnor Gunnarsson und Alexander Weck erzielten die ersten beiden Treffer, doch dann fing Rebmann an, die Gäste mit Paraden zu nerven. Lukas Stutzke scheiterte genauso wie Linus Arnesson. Wenig später vergab Max Darj sogar völlig blank beim Gegenstoß. Nachdem Sebastian Damm mit einem schönen Heber auf 4:3 gestellt hatte, nahm Göppingens Coach Hartmut Mayerhoffer eine Auszeit, die zur Folge hatte, dass die Hausherren den Ball nicht mehr so leicht hergaben.

So übernahm Frisch Auf nach und nach das Kommando. Angeführt vom Torhüter, der in der ersten Halbzeit elf Mal hielt, zog die Mannschaft auf 10:6 und 12:8 davon. Der BHC schaffte es nicht, von Überzahl-Situationen zu profitieren, und leistete sich zudem diverse wenig zwingende Abschlüsse, während der Gegner auch im Angriff stabiler wurde. Vor der Pause aber kam auch Tomas Mrkva im BHC-Gehäuse in Schwung. Der Tscheche entschärfte unter anderem einen Siebenmeter gegen Marcel Schiller, war aber noch fünf weitere Male zur Stelle und ließ seine Löwen damit wieder Hoffnung schöpfen.

Alexander Weck, der vorher schon häufiger gescheitert war, gewann mit einem schönen Rückraumtreffer Selbstvertrauen. Gleiches galt für Tomas Babak, der sich mit aller Entschlossenheit durchsetzte, auf 10:12 verkürzte und damit den Pausenstand herstellte. Als Mrkva unmittelbar nach Wiederanpfiff den völlig freien Jon Lindenchrone entzauberte, deutete sich die Chance auf die Wende an.

Die Löwen aber blieben im Angriff zu uneffektiv. Fabian Gutbrod und Arnor Gunnarsson erzielten zwar in einer wackeligen Göppinger Phase zwei Treffer in Folge, doch Stutzke vergab seine Chance zum 13:14 aus sechs Metern. Auch wenn David Schmidt sich beim Stand von 13:16 bereits seinen sechsten Fehlwurf leistete, ließen sich die Löwen nicht abhängen. Als gegen Kresimir Kozina auf Stürmerfoul entschieden wurde und die 2200 Fans in der EWS-Arena dies mit lauten Pfiffen quittierten, verkürzte Damm auf zwei Treffer Rückstand. Das entscheidende Tor, um die Göppinger zum Nachdenken zu bringen, verpassten die Bergischen aber immer wieder.

Göppingens Coach sieht ein Mega-Spiel seines Teams

Noch ein Beispiel? Tomas Babak und Linus Arnesson versenkten zwei Mal aus der Distanz zum 17:19. Göppingen antwortete mit einem Gewaltwurf von Sebastian Heymann, auf der anderen Seite vergab Gutbrod gegen Rebmann, der in diesem Moment seine 18. Parade notierte. Kurz darauf scheiterte Arnesson beim Siebenmeter, und die Gastgeber trafen in Unterzahl zum 21:17. Den entscheidenden Punch zur Wende schaffte der BHC einfach nie. Auch nicht, nachdem Gunnarsson noch mal auf 19:21 gestellt hatte. Von der Umstellung auf eine 4:2-Abwehr ließ sich Göppingen nicht mehr beeindrucken. Die Gastgeber steuerten souverän dem 27:24-Erfolg entgegen und begeisterten Trainer Mayerhoffer: „Die Jungs haben ein Mega-Spiel gemacht.“

Lehrgang

Bundestrainer Alfred Gislason hat 21 Spieler zu einem Trainingslehrgang der Nationalmannschaft vom 10. bis 12. Oktober nach Hennef eingeladen. Dabei setzt er neben Etablierten auch auf junge Spieler mit Potenzial. Vom Bergischen HC sind David Schmidt, Alexander Weck und Tom Bergner mit dabei. Außerdem ist der künftige Löwe Tim Nothdurft nominiert.

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