Handball

BHC will 2021 triumphierend beenden

Im Hinspiel jubelten Max Darj und der BHC über einen 31:26-Erfolg in der Klingenhalle. Ähnlich soll es nun in Hamburg laufen. Foto: Moritz Alex
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Im Hinspiel jubelten Max Darj und der BHC über einen 31:26-Erfolg in der Klingenhalle. Ähnlich soll es nun in Hamburg laufen.

Handball-Bundesliga: Die Bergischen Löwen treten zum Rückrunden-Auftakt beim HSV Hamburg an

Von Thomas Rademacher

Beim TBV Lemgo verpasste der Bergische HC trotz einer Fünf-Tore-Führung in der ersten Halbzeit zwar einen Sieg, doch das 27:27 (16:13) war dennoch der von Sebastian Hinze erhoffte nächste Schritt in die richtige Richtung. „In der ersten Hälfte waren wir individuell fast auf jeder Position am Optimum. Als Team hat mir aber auch die zweite Hälfte gut gefallen“, sagt der BHC-Trainer. Die Mannschaft strahlte ein größeres Selbstvertrauen aus, ließ sich von mehreren Lemgoer Ausgleichen nicht aus der Ruhe bringen und kam bis zum Schluss für den Sieg in Frage. „Die Enttäuschung angesichts des Unentschiedens war direkt nach dem Spiel natürlich da, aber schon im Bus wusste jeder, dass es ein Punktgewinn war.“ Beim HSV Hamburg wollen die Löwen nun noch eine Schippe drauflegen und sich mit dem ersten doppelten Punktgewinn nach zehn Pflichtspielen ohne Sieg belohnen. Anwurf im letzten Spiel des Jahres ist an diesem Montagabend um 19.05 Uhr in der Sporthalle Hamburg.

„Ich stelle nicht das Ergebnis in den Vordergrund.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

„Klar wäre es für die Jungs schön“, sagt Hinze mit Blick auf ein gutes Gefühl, das seine Mannschaft im Erfolgsfall mit in die kurze Winterpause nehmen könnte. „Aber ich stelle nicht das Ergebnis in den Vordergrund. Das ist nur eine logische Folge unserer Leistung. Wir haben gesehen, dass wir für Punkte in Frage kommen, wenn wir die auf die Platte bringen. Daran wollen wir anknüpfen.“

Der HSV Hamburg dürfte ein etwas kleineres Kaliber als der TBV Lemgo sein, doch auch die Hanseaten absolvieren eine starke Saison. „Ich sehe die beiden Spiele ähnlich“, sagt Kreisläufer Tom Kare Nikolaisen, der in Lemgo eine starke Leistung gezeigt hat. „Wir müssen 60 Minute kämpfen. Wenn wir auch nur ein bisschen nachlassen, kommt Hamburg zurück.“ Mit 16:18-Punkten zum Abschluss der Hinrunde steht das Team von Trainer Torsten Jansen als Aufsteiger herausragend da und hat zudem fünf Zähler mehr als der BHC auf dem Konto. „Ich glaube, die Punktzahl passt zur Leistungsfähigkeit“, sagt Hinze, der dem HSV einen sehr breiten Kader attestiert.

Mit Leif Tissier, Philipp Bauer und Jan Kleineidam sind die Hamburger auf der Spielmacher-Position dreifach besetzt. Finn Wullenweber und Azat Valiullin sind gute Rückraum-Shooter, und in der Abwehr besticht das Team durch Routinier Manuel Späth, Kreisläufer Niklas Weller sowie ebenfalls Valiullin. Der absolute Unterschiedsspieler steht allerdings oft zwischen den Pfosten. Johannes Bitter war kürzlich noch Teil der deutschen Nationalmannschaft und ist auch in dieser Saison über jeden Zweifel erhaben. In Jens Vortmann verfügt er zudem über einen erfahrenen Spannmann.

„Die Hauptstärke des HSV ist das Abwehr-Konter-Spiel“, weiß Hinze. „Das müssen wir natürlich unterbinden.“ Der Trainer ist überzeugt, dass dies gelingen kann, zumal es auch in Lemgo über ganz weite Strecken funktioniert hat. „Leider nicht beim Konter zum 26:26, den wir nicht verteidigt bekommen haben.“

Mit Ausnahme von Sebastian Damm, der erkrankt ist, wird in Hamburg derselbe BHC wie im Lipperland auf dem Feld stehen. Das heißt, dass auch Tobias Schmitz dabei ist. Der Linksaußen hatte gegen den TBV überraschend den Vorzug erhalten. „Ich habe erst in der Kabine unmittelbar vor dem Spiel davon erfahren“, sagt der Handballer aus der Oberliga-Reserve. „Es hat sich überragend angefühlt, auch wenn es schöner gewesen wäre, zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ Vielleicht klappt’s ja in Hamburg.

Rund um den BHC

Winterpause: Die Partie in Hamburg ist die letzte Arbeitshandlung für die BHC-Profis 2021. Knapp zwei Wochen hat das Team frei, bevor es sich am 10. Januar zur ersten gemeinsamen Einheit wiedertrifft. Die EM-Fahrer sind davon freilich ausgenommen.

Bilanz: Vor der Insolvenz der Spielbetriebs-GmbH führte der HSV gegen den BHC in der Bundesliga mit 4:2. Das erste Spiel seit der Rückkehr ins Oberhaus gewann der BHC.

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