Handball

BHC geht ohne Rucksack ins Löwenduell

Bestens war die Stimmung nach dem jüngsten Erfolg über Balingen – einen solchen Jubelkreis wünscht sich das Team auch in Mannheim.
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Bestens war die Stimmung nach dem jüngsten Erfolg über Balingen – einen solchen Jubelkreis wünscht sich das Team auch in Mannheim.

Bundesliga: Der Bergische HC ist am Sonntagnachmittag bei den Rhein-Neckar Löwen zu Gast.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Mit dem 29:21 (15:7) gegen HBW Balingen-Weilstetten hat der Bergische HC für klare Verhältnisse in der Handball-Bundesliga gesorgt. „Für uns war es wichtig, dass wir in dem direkten Duell gegen einen abstiegsbedrohten Gegner zeigen, dass wir uns endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden“, sagt Trainer Sebastian Hinze. „Wir haben da schon einen Rucksack weggeworfen – was auch an der Konsequenz lag, mit der wir das Spiel durchgezogen haben.“ Etwas befreiter können die Löwen also fortan aufspielen. Den Auftakt der noch sechs Partien umfassenden Restsaison stellt die Aufgabe bei den Rhein-Neckar Löwen dar. Anwurf im Löwenduell ist am Sonntag um 16.05 Uhr in der Mannheimer SAP-Arena.

„Die Vorbereitung auf das Spiel läuft normal“, versichert Sebastian Hinze mit Blick auf die Tatsache, dass er bei den Rhein-Neckar Löwen ab 1. Juli Cheftrainer sein wird. „Ich will aber nicht ausschießen, dass es sich anders anfühlt, wenn ich die Halle am Sonntag betrete.“ Ähnlich betrachtet auch Kapitän Fabian Gutbrod die Situation: „Für Sebastian ist es sicher kein gewöhnliches Bundesligaspiel. Allerdings überträgt er das gar nicht auf die Mannschaft. Und für uns steht dieser Umstand wirklich nicht im Fokus.“

Aus sportlicher Sicht wünscht sich Gutbrod freilich mal wieder einen Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen. „Vor ein paar Jahren gehörten sie zur absoluten Spitze“, sagt der Rückraum-Rechtshänder. „Damals musste man Außergewöhnliches leisten, um eine Chance zu haben. Inzwischen ist es möglich, mit einer seriösen und guten Vorstellung gegen sie zu punkten.“

Personelle Lage beim BHC ist entspannt

Individuell sind die Mannheimer noch immer herausragend besetzt. Im Tor hat sich das Team im Winter mit Joel Birlehm verstärkt. Zudem ist der lange verletzte Mikael Appelgren wieder einsatzbereit. Die übergangsweise von Ljubomir Vranjes trainierte Truppe steigerte sich nach weitgehend verkorkster Hinrunde zuletzt deutlich, gewann drei Mal in Folge und schob sich auf Rang neun (28:30-Punkte) vor.

Die BHC-Profis schauten bei ihrer Reserve zu.

„Abwehr und Torhüter funktionieren bei den Rhein-Neckar Löwen gut, so dass sie auch ein gutes Konterspiel haben“, findet Hinze. „Aber entscheidend ist zudem, dass sie im Angriff mit einem reduzierten Programm wieder stabiler geworden sind.“ Der Weg beim BHC verläuft derzeit in die andere Richtung. Die Bergischen haben taktische Optionen hinzugenommen – wobei auch die erneut lange Vorbereitungsphase half.

Personell bleibt die Lage weitgehend entspannt. Csaba Szücs und Sebastian Damm fehlen weiter, die Schulter von Kapitän Fabian Gutbrod hat die ersten Einsatzminuten seit langem gegen Balingen gut überstanden. „Es fühlt sich soweit gut an“, erläutert der 33-Jährige. „Aber noch fehlt etwas, wenn es um Kraft und Vertrauen geht. Aktuell ist es ein Warten auf einen Schmerz, der nicht kommt. Es ist gar nicht so einfach, den Kopf davon zu befreien. Das Schöne ist, dass es von Tag zu Tag besser wird.“ Gutbrod hatte die Schulterverletzung eine Weile mit sich herumgeschleppt und gehofft, sie ohne Pause überstehen zu können. Der Plan schlug fehl. Gutbrod: „Es ging so weit, dass ich kaum einen Pass spielen konnte.“

Bilanz: 15 Mal verloren die Bergischen bereits in der Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen. Der einzige Sieg liegt siebeneinhalb Jahre zurück. Zuletzt war der BHC aber näher dran. Im Hinspiel dieser Saison trennten sich die Teams erstmals unentschieden (25:25).

BHC II: Am Mittwochabend schauten große Teile des Profiteams inklusive Trainer Sebastian Hinze beim wichtigen Spiel der Oberliga-Reserve gegen Mönchengladbach zu. Der BHC II siegte 27:25.

„Es ist ein Warten auf einen Schmerz, der nicht kommt.“

Fabian Gutbrod über das Gefühl nach seiner Verletzung

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