Handball

BHC geht mit Rekord-Etat in die neue Saison

Philipp Tychy (v. l.), Jörg Föste und Pressesprecher Thorsten Hesse beleuchteten herausfordernde Jahre rund um Bundesliga-Handball beim BHC.
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Philipp Tychy (v. l.), Jörg Föste und Pressesprecher Thorsten Hesse beleuchteten herausfordernde Jahre rund um Bundesliga-Handball beim BHC.

Die erste Nachhaltigkeitsbilanz des Handball-Bundesligisten enthält einige positive Ansätze.

Von Jürgen König

Im Wuppertaler Partner-Hotel Vienna House Easy knüpften die Verantwortlichen des Bergischen HC an eine Tradition an. „Bilanzpressekonferenz“ war angesagt, zumindest laut Einladung. Vor Ort war dann erstmalig eine „Nachhaltigkeitsbilanz“ daraus geworden, die etliche positive Ansätze enthielt – der Pandemie zum Trotz auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Demnach rechnet der Verein für den Zeitraum 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Und geht mit einem Rekord-Etat in die neue Saison: 3,7 Millionen Euro sind alleine für den Erstliga-Betrieb budgetiert, Aufwendungen für Verwaltung und Nachwuchsbereich kommen hinzu.

„Wir haben eine unglaubliche Rückendeckung verspürt.“

Philipp Tychy, Geschäftsführer

„Es waren außergewöhnliche Jahre, von Corona geprägt. Auch deswegen ist uns die Nachhaltigkeit wichtig“, zog Jörg Föste eine positive Bilanz. Der Geschäftsführer sprach aber auch klar davon, dass man sich im Krisenmodus bewegt habe. „Alle unsere Maßnahmen haben zeitnah gegriffen, der BHC ist für die Zukunft stabil aufgestellt“, bilanzierte der 61-Jährige und verwies angesichts zwischenzeitlicher Liquiditätsengpässe der Marketing GmbH auf Darlehen der NRW.Bank und privater Natur. Föste: „Beide sind komplett zurückgeführt, der BHC ist schuldenfrei.“

Tomas Babak tritt sieben Mal in der Klingenhalle an.

Transparenz, was die Aufteilung der Etatzahlen auf die einzelnen Corona-Saisons anging, sei nicht möglich. Immer noch seien Hilfsmaßnahmen und Hilfsmittel anhängig. Jörg Föste hält ohnehin den Vergleich mit der Vor-Corona-Saison 2018/19 für viel aussagekräftiger. Damals betrug der Umsatz 3,4 Millionen Euro – für das gesamte Handball-Unternehmen bei den Bergischen Löwen. Mit einigen Zahlen konnte die Clubführung aber doch aufwarten. Auf drei Jahre gesehen, reduzierte sich der Umsatz gegenüber 18/19 um 15 Prozent. Die Ticketerlöse sanken auf drastische Weise um 87 Prozent, die bei den Partnern stiegen um 8 Prozent. „Wir haben eine unglaubliche Rückendeckung verspürt. Das ist nicht selbstverständlich“, freute sich Philipp Tychy über die in der Breite stabilen Partnerschaften und die sich stetig bewährende Strategie der hohen gegenseitigen Verlässlichkeit. Nicht zuletzt mit Top-Partner Coroplast, der sein Engagement kürzlich um zwei weitere Jahre verlängerte, oder der Sportstadt Düsseldorf habe man sehr starke Kräfte an seiner Seite. Geschäftsführer Tychy: „So etwas fällt nicht vom Himmel. Wir verfügen über eine absolut tragfähige Basis.“ Und die sorge für ein gutes Gefühl mit Blick auf die kommende Saison.

Dazu beigetragen hätten auch die Fans und die Mannschaft, die auf Gegenleistungen und Gehalt verzichteten. Natürlich aber besonders die Sport-Soforthilfen sowie Überbrückungshilfen des Staates. „Diese Mittel waren bedeutend, ohne sie hätte es keine Möglichkeit gegeben, unser Tun auf dem erarbeiteten Niveau weiterzuführen“, erläuterte Jörg Föste.

Der hatte auch noch eine gute Nachricht für die Solinger parat. Denn nunmehr finden sieben statt der geplanten fünf Partien am Weyersberg statt. Der Wegfall einer Kirmes ermöglicht die Benutzung des Parkplatzes, den der BHC bei der Durchführung seiner Heimspiele als unerlässlich betrachtet. Es handelt sich um die ersten beiden Begegnungen der Saison bis Mitte September, die eigentlich für den Dome in Düsseldorf vorgesehen waren. Der konkrete Spielplan wird voraussichtlich erst Ende Juli veröffentlicht.

Neben den ökonomischen Belangen hat der Bergische HC auch die Ökologie und das Soziale in seinen Grundsätzen der täglichen Arbeit berücksichtigt und eingehend bedient. Hierüber berichten wir in einer der kommenden Ausgaben ausführlich.

Der Vorbereitungsplan

31. Juli: um 17 Uhr im Rahmen des Trainingslagers in der Sportschule Kaiserau gegen Krefeld

6. August: um 14 Uhr in Wuppertal-Vohwinkel gegen Hamm

12. August: um 19 Uhr in Haan gegen Konstanz

13. August: um 19 Uhr bei Wesseling

16. bis 20. August: Linden-Cup in Gießen gegen Hamm, Hüttenberg und Wetzlar

26. August: um 19 Uhr in Hackenberg gegen Saporischschja/Ukraine

28. August: um 18 Uhr in der Klingenhalle gegen Pick Szeged/Ungarn – offizielle Saisoneröffnung

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