Handball

BHC: 4:13-Lauf ist eine zu gewaltige Bürde

Innerhalb von etwas mehr als sieben Minuten traf Lukas Stutzke kurz nach dem Seitenwechsel vier Mal – hier zwang der Rückraum-Rechtshänder Jacob Heinl und Magnus Röd zu konzentrierter Abwehrarbeit. Fotos: Christian Beier
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Innerhalb von etwas mehr als sieben Minuten traf Lukas Stutzke kurz nach dem Seitenwechsel vier Mal – hier zwang der Rückraum-Rechtshänder Jacob Heinl und Magnus Röd zu konzentrierter Abwehrarbeit.

In der Handball-Bundesliga unterliegt der Bergische HC Flensburg mit 25:30 (10:17).

Von Jürgen König

Auch in äußerst unerfreulichen Zeiten hat man beim Bergischen HC den Sinn für Humor nicht eingebüßt. „Wir bedanken uns bei 55 Ehrenamtlichen, die Klingenhalle ist ausverkauft“, ließ Jens Scheffler lautstark über das Mikrofon verkünden. Das Hallensprecher-Urgestein tat diese die Stimmung steigernde Aussage im besten Moment, hatte sich der BHC doch in der 50. Minute auf 22:25 herangekämpft. Arnor Gunnarsson sorgte mit seinem Treffer für den engsten Spielstand seit der 25. Spielminute, als Tom Kare Nikolaisen zum 9:12 getroffen hatte.

Jetzt also Gunnarsson, jetzt klasse Stimmung von den ehrenamtlichen Helfern, jetzt vielleicht auch Unsicherheiten bei der SG Flensburg-Handewitt, die sich in einer Auszeit neu zu sammeln suchte? Nein, der Deutsche Meister von 2018 und 2019 war am Samstagabend einfach zu gefestigt, um noch ernsthaft in Gefahr zu geraten. Mit einem 30:25-Sieg legten die Norddeutschen die Basis für eine gemütliche Heimfahrt im Bus, der auch Schlafmöglichkeiten bot. Die Löwen hingegen mussten in der Nacht nach dem Spiel viele Gedanken darüber anstellen, wie sie aus einer 5:3-Führung (10.) in einen entscheidenden 9:16-Rückstand geraten waren.

Wir dürfen die vergebenen Chancen nicht so auf uns wirken lassen.

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

„In der zweiten Halbzeit machen wir das so, wie wir es uns von Beginn an vorgestellt hatten. Aber dann muss natürlich alles passen, um das Spiel noch zu drehen“, lautete die Kernaussage von Sebastian Hinze. Dem Trainer des BHC, der im 15. Duell mit der SG Flensburg die 14. Niederlage einstecken musste, war besonders die Abschlussschwäche – auch zurückzuführen auf einen stark haltenden SG-Keeper Benjamin Buric – ein Dorn im Auge. So gingen in Hälfte eins beide Zeitstrafen gegen Jim Gottfridsson, die Schaltzentrale im Team der Gäste, ohne eigenes Erfolgserlebnis über die Bühne. „Wir dürfen die vergebenen Chancen nicht so auf uns wirken lassen“, arbeitete Hinze den Fokus seiner Kritik heraus. Der 4:13-Lauf stellte in Defensive wie Offensive die bislang schwächste Saison-Phase dar und raubte dem zehnminütigen starken Beginn seinen Wert.

Bergischer HC verliert gegen SG Flensburg Handewitt

Handball: BHC gegen SG Flensburg Handewitt
Der Bergische HC spielte gegen SG Flensburg Handewitt. © Christian Beier
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Der Bergische HC spielte gegen SG Flensburg Handewitt. © Christian Beier
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Der Bergische HC spielte gegen SG Flensburg Handewitt. © Christian Beier

Gegentore, die auf eigene Konter folgten, Patzer im Tempospiel, bei ordentlicher Grundidee in der Abwehrleistung dann doch die zu Flensburger Treffern führenden Nadelstiche – all dies ließ es lediglich bei eben jenem Drei-Tore-Rückstand zehn Minuten vor dem Ende noch einmal etwas spannend werden.

Auch, weil die SG Flensburg-Handewitt nun mal über einen enormen Kader verfügt. So konnte es sich Maik Machulla leisten, den im ersten Durchgang mit fünf Feldtoren blendend aufgelegten Göran Sögard in Hälfte zwei zu schonen. Mads Mensah Larsen trat an seine Stelle, traf sechs Mal und stellte seine Wucht beeindruckend unter Beweis. „Jeder in der Mannschaft hat einen Riesenjob gemacht“, sah Coach Machulla unter anderem in der Zweikampfstärke einen Schlüssel zum Erfolg. Und in der Vorbereitung.

Nur zu Beginn musste sich die SG Flensburg-Handewitt grämen, nachher waren David Schmidt und der Bergische HC gefrustet.

Aufgrund von Corona-Fällen bei Pick Szeged war dem deutschen Vertreter in der Champions League das Donnerstagabend-Spiel in Ungarn mit der dazu gehörenden kräftezehrenden Reise erspart geblieben. Es sollte direkte Auswirkungen auf das Match am Solinger Weyersberg haben. „Dadurch hatten wir zwei Tage mehr Zeit für eine gezielte Vorbereitung“, sagte Machulla, der sich so über körperlich wie mental frische Spieler freuen durfte – die ungewohnte 5:1-Deckung war die Konsequenz auf dem Feld, die mit dazu beitrug, dass Flensburg nach sechs Spieltagen als eines der Spitzenteams in die Länderspiel-Pause gehen kann.

Das tut auch der Bergische HC, für den in Hälfte zwei Lukas Stutzke und Jeffrey Boomhouwer Akzente beim Torabschluss setzten. Mit 7:5-Zählern sind die Löwen nach der ersten Saisonphase weiterhin im Soll.

Rund um den Bergischen HC

Trikots: Als Dankeschön an die Partner und Stammblatt-Inhaber, die gemäß der Corona-Schutzverordnungen noch den gesamten November nicht in die Halle dürfen, verlost der Bergische HC seit diesem Sonntag täglich ein Original-Spielertrikot der vorigen Saison. „Die Resonanz ist großartig“, freut sich Geschäftsführer Jörg Föste.

Personal: Wie erwartet fehlten beim BHC Linus Arnesson (Aufbauarbeit nach muskulären Problemen), Yannick Fraatz (im Training umgeknickt) und Alexander Weck (Kreuzbandanriss).

Die Löwen auf internationaler Mission: Vier BHC-Profis fehlen in den kommenden Tagen.

Stimmen zum Spiel: „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte weggeworfen“

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