Handball-Bundesliga

BHC fährt besser vorbereitet nach Berlin

Die Wurfeffektivität soll gesteigert werden.
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Die Wurfeffektivität soll gesteigert werden.

Am Sonntag sind die zuletzt gebeutelten Löwen in der Max-Schmeling-Halle zu Gast.

Die jüngste 17:27-Niederlage gegen die HSG Wetzlar war für die Handballer des Bergischen HC bitter. Die erste Heimpleite der Saison ist mit sieben Ausfällen erklärbar, doch trotz der ungünstigen Situation hatten sich die Profis natürlich etwas mehr erhofft. „Wir haben es analysiert und besprochen, wie wir ein deutlich besseres Ergebnis hätten erzielen können“, sagt Trainer Sebastian Hinze. „Mit der Wurfeffektivität dieses Abends hätten wir auch mit vollem Kader niemals ein Bundesligaspiel gewinnen können. Wir haben alleine 14 Bälle aus sechs Metern liegen gelassen.“ Bei den Füchsen Berlin möchte der Coach am Sonntag (14 Uhr, Max-Schmeling-Halle) auch in diesem Bereich eine Steigerung sehen – völlig unabhängig, wie sich die Situation im Löwenkader bis dahin noch entwickelt.

Unabhängig von unserer Lage fahren wir nach Berlin, um Punkte zu holen.

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

„Gegen Wetzlar fehlte uns ein guter Start ins Spiel und damit auch schnell die Sicherheit, die wir im Angriff brauchen“, sagt Hinze. „Es kam Stress auf, und dann haben die Jungs auch die guten Chancen nicht nutzen können.“ Diese Kettenreaktion lag gewiss auch an der fehlenden Vorbereitung. Ganz kurzfristig waren Fabian Gutbrod und Linus Arnesson ausgefallen. Letztgenannter wäre letzter verfügbarer Spielmacher gewesen. Ohne ihn mussten die Löwen mit Linkshänder David Schmidt oder Abwehrspezialist Csaba Szücs auf der Mitte agieren. „Im Vergleich zum Spiel gegen Wetzlar werden wir in Berlin zumindest einen winzigen Vorteil haben“, sagte BHC-Geschäftsführer Jörg Föste unmittelbar nach der Zehn-Tore-Niederlage. „Wir können uns taktisch auf die Situation einstellen. Das war gegen Wetzlar nicht möglich, da die Ausfälle zu plötzlich kamen.“

So hat Hinze im Training mit den improvisierten Konstellationen gearbeitet, um Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen. „Dafür ist zum Glück nun etwas Zeit da“, sagt der Coach, der freilich trotzdem hofft, dass es der eine oder andere Spieler zurück in den Kader schafft. So besteht bei Gutbrod die leise Hoffnung auf ein Comeback, und Arnesson soll nach seiner Erkrankung am Freitag wieder ins Training einsteigen. Die Rückkehr des Schweden wäre für den BHC besonders wertvoll, zumal er der spielerische Kopf der Mannschaft ist.

Definitiv weiterhin fehlen werden am Sonntag nicht nur die schon länger verletzten Max Darj und Tomas Babak, sondern auch Lukas Stutzke. Der Rückraum-Rechtshänder hat sich einen Muskelbündelriss zugezogen. „Wie lange es bei ihm dauert, müssen wir abwarten“, sagt Hinze. „Aber es wird sicher nicht in den nächsten zehn Tagen funktionieren.“ Da sich Stutzke gerade in sehr guter Form befand, ist sein Ausfall besonders schmerzlich.

„Unabhängig von unserer Lage fahren wir nach Berlin, um Punkte zu holen“, stellt Hinze klar und ist überzeugt: „Wenn wir unser Maximum erreichen, können wir das Duell sehr eng gestalten.“ Das bedeutet, dass die Löwen sich einen Vorteil im Umschaltspiel nach vorne und hinten erarbeiten müssen, Abwehr und Torhüter benötigen ein hohes Maß an Stabilität. „Und natürlich brauchen wir eine viel höhere Wurfeffektivität“, wie der Coach betont. „Wenn uns nur einer dieser Aspekte nicht gelingt, wird es in Berlin extrem schwer.“

Die Füchse haben sich im Vergleich zur vorigen Saison enorm gesteigert, standen lange mit dem SC Magdeburg verlustpunktfrei an der Spitze. Zuletzt aber fehlten der Mannschaft durch die Ausfälle von Paul Drux und Fabian Wiede wertvolle Optionen, so dass die Topspiele gegen Magdeburg und Flensburg verloren gingen und in Stuttgart lediglich ein 32:32 heraussprang. Hinze: „Wir treffen auf einen Gegner mit einem klaren System, in dem jeder seine Rolle kennt.“

Topspiel: Die Partie des BHC bei den Füchsen ist am Sonntag auf Sky das Spitzenspiel und beginnt deshalb bereits um 14 Uhr.

Bilanz: 16 Mal sind die beiden Teams bisher aufeinandergetroffen. Die Löwen gewannen vier Mal und holten zudem ein Unentschieden. Elf Mal siegte der Favorit aus der Hauptstadt.

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