Handball

BHC erwartet ersten Heimvorteil seit 18 Monaten

Christopher Rudeck ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Der Torhüter parierte knapp 40 Prozent der Würfe. Foto: Mathias M. Lehmann
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Christopher Rudeck ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Der Torhüter parierte knapp 40 Prozent der Würfe.

Handball-Bundesliga: Am Sonntag ist der HSV Hamburg zu Gast in der Klingenhalle.

Von Thomas Rademacher

Ob der Bergische HC ein gutes Auftaktprogramm mit den beiden Bundesliga-Aufsteigern Tus N-Lübbecke und HSV Hamburg hat? „Wenn wir am Sonntag mit 4:0-Punkten dastehen, war es gut“, hatte Torhüter Christopher Rudeck in seiner gewohnt lockeren Art noch vor der ersten Aufgabe gesagt. Diese lösten die Löwen am Donnerstagabend bei den Ostwestfalen mit 24:20 (12:12). Sonntagnachmittag kommen die Hamburger um 16 Uhr in die Klingenhalle. Die haben im Kontrast zum ersten Kontrahenten einen viel erfahreneren Kader.

Mit 27:28 (16:15) unterlagen die Hanseaten in einem engen Match zum Auftakt gegen Frisch Auf Göppingen und bestätigten damit viele Experten-Meinungen: Mit dem HSV ist zu rechnen. „Wir wurden auch schon mal als nicht normaler Aufsteiger betitelt“, meint BHC-Trainer Sebastian Hinze mit Blick auf die Saison 2018/19, die die Löwen auf dem siebten Platz abgeschlossen haben. „Dagegen habe ich mich damals gewehrt, und ich finde es auch in Ordnung, dass Hamburg das jetzt macht. Aber das Spiel gegen Göppingen war schon sehr abgeklärt.“

1881 Partien im Oberhaus hatten die Hamburger vor Saisonbeginn auf dem Konto. Davon entfallen allerdings über 1000 auf Torhüter Johannes Bitter und Kreisläufer Manuel Späth. Im ersten Saisonspiel fiel in Leif Tissier vor allem ein junger Akteur auf. Der 21-jährige Spielmacher erzielte neun Treffer und führte hervorragend Regie. „Sein Einstand in der Bundesliga war natürlich stark. Er macht das aber seit zwei Jahren beim HSV überragend“, weiß Hinze. „Ich bin überzeugt, dass er auf den Scouting-Listen vieler Vereine steht. Er ist zweikampfstark, hat einen guten Wurf, macht wenig Fehler, ist mutig im Tempospiel und hat eine gute Kooperation mit dem Kreis.“

Der Fokus in der Vorbereitung wird also unter anderem auf dem Hamburger Regisseur liegen. „Gegen ihn könnte es unangenehm sein. Er ist sehr schnell und macht Bewegungen, die wir noch nicht so gut kennen. Wir werden uns das genau anschauen“, sagt Rudeck. „Wenn wir wieder so einen guten Plan wie gegen Lübbecke erarbeiten, werden wir auch gegen Hamburg gewinnen.“

„Wir brauchen ein Plus im Tempospiel.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

Im Duell bei den Ostwestfalen stand die Deckung in der zweiten Halbzeit hervorragend, und Rudeck schraubte seine Bilanz auf 13 Paraden hoch. Damit war auch Hinze zufrieden, doch der Trainer würde am Sonntagnachmittag gerne noch eine Steigerung sehen. „Wir brauchen ein Plus im Tempospiel“, meint der Coach. „Nadelstiche haben wir in Lübbecke gesetzt, aber wir haben vielleicht doch ein paar Mal zu häufig die Sicherheit vor das Risiko gestellt. Da wir wissen, wie gut wir bei den Kontern sind, ist da schon noch Potenzial.“

Ein Verlassen auf den Positionsangriff werde gegen die Hanseaten kaum genügen. „Zum einen hat der Gegner eine sehr gute 6:0-Deckung mit hoher körperlicher Präsenz, zum anderen spielen sie selbst im Angriff mit ganz viel Geduld. Das fand ich im ersten Spiel gegen Göppingen wirklich überzeugend.“ Im Gegensatz zum HSV hat der BHC einen Tag weniger Pause. Da die beiden Kontrahenten, Göppingen und Lübbecke, am Sonntag ebenfalls aufeinandertreffen, wäre eine Ansetzung der Auftaktspiele am selben Tag gewiss sinnvoller gewesen. Dass es ein Unterschied ist, ob drei oder vier Tage zwischen den Partien liegen, bestätigt Hinze: „Gerade zu Saisonbeginn, wenn man noch nicht im Rhythmus ist, hilft jeder Tag.“

Die Vorfreude auf das erste Heimspiel ist dennoch enorm. Schon die nur etwas mehr als 700 Fans in Lübbecke haben einen großen Unterschied ausgemacht. „Es ist, wie Sebastian gesagt hat. Nach der schlimmen Zeit ohne Zuschauer fühlt sich schon eine kleine Kulisse an wie 15 000 Fans“, findet Geschäftsführer Jörg Föste, der am Sonntag auf den ersten echten Heimvorteil seit Beginn der Pandemie hofft.

Rund um den Bergischen HC

Impfaktion: Zwischen 14 und 18 Uhr steht BHC-Partner AOK mit einer mobilen Impfstation vor der Klingenhalle. Es steht Impfstoff für 60 Personen zur Verfügung. Ein Termin ist nicht notwendig, Impfpass und Personalausweis sind aber mitzubringen.

Tickets: Die 1500er Marke hat der BHC für Sonntag bereits geknackt. Kurzentschlossene haben noch die Chance zum Online-Erwerb ausschließlich über die Club-Homepage. Voraussetzung zum Einlass ist die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

bhc06.de

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