Handball-Bundesliga

Mit Podcast: BHC bricht den Bann in der Leipziger Arena

Tomas Mrkva parierte mehr als 40 Prozent der Bälle auf sein Gehäuse und war zur Stelle, wenn es brenzlig wurde.
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Tomas Mrkva parierte mehr als 40 Prozent der Bälle auf sein Gehäuse und war zur Stelle, wenn es brenzlig wurde.

Löwen rehabilitieren sich beim 26:22 (14:10) für die Minden-Pleite.

Von Thomas Rademacher

Ein Kernziel habe der Bergische HC in jedem Bundesligaspiel, betonte Geschäftsführer Jörg Föste vor der Partie beim SC DHfK Leipzig: „Wir wollen bei 25 Gegentoren oder weniger bleiben.“ Die passende Statistik dazu hatte er ebenfalls gleich zur Hand. „Sieben Mal waren wir in dieser Saison darunter, drei Mal haben wir die Marke genau erreicht. Gelingt uns das heute auch, werden wir gewinnen.“ Föste behielt recht – die Abwehr mit Torhüter Tomas Mrkva ließ nur 22 Treffer zu und war Grundstein des 26:22 (14:10)-Erfolgs. Es war der erste Bundesliga-Sieg für den BHC in der Leipziger Quarterback Immobilien Arena und erst der zweite überhaupt. Vor knapp zehn Jahren – in der ersten Saison unter Trainer Sebastian Hinze – hatten die Löwen die Punkte bereits in der 2. Liga mit nach Hause genommen.

„Es war sang- und klanglos. Das hat uns motiviert.“

David Schmidt, BHC-Rückraum

Das Duell der Löwen beim SC DHfK in Hinzes zehnter und letzter Saison war so etwas wie das Spiel der enttäuschten Teams. Leipzig hatte vier Mal in Folge verloren, der BHC beim 25:26 gegen Minden keine berauschende Leistung gezeigt. „Sebastian hat im Training nicht viel Freude aufkommen lassen“, verriet Föste. Und er hat offenbar an den richtigen Stellschrauben gedreht. Bis zum 9:9 waren die Mannschaften noch auf Augenhöhe, danach setzten sich die Bergischen ab. Der zwischen den Pfosten eingewechselte Tomas Mrkva drehte auf, entschärfte auch freie Bälle – was die Leipziger Nerven zu belasten schien.

Unter dem Druck, schnell wieder herankommen zu wollen, begingen die Gastgeber Fehler, agierten überhastet im Angriff und fingen sich auch einfache Gegentore ein. Der BHC nutzte die Schwächephase des Gegners fast optimal aus, ging durch David Schmidt (2), Lukas Stutzke, Jeffrey Boomhouwer und Linus Arnesson 14:10 in Führung und kassierte während den letzten acht Minuten vor der Halbzeitpause keinen einzigen Treffer.

Nach Wiederbeginn hatten die Leipziger gleich zwei Mal die Chance zur Wende. Sie kamen auf 16:17 und 18:20 heran, fanden aber weiterhin ihren Meister in Mrkva. „Das war eine ganz wunderbare Torwartleistung“, lobte Föste. „Er war immer genau dann zur Stelle, wenn Leipzig ranzukommen drohte.“ Der BHC auf der anderen Seite bestrafte diese Nachlässigkeiten mit klasse Treffern von Lukas Stutzke, Linus Arnesson, David Schmidt und Jeffrey Boomhouwer, der in seinem viertletzten Spiel für die Bergischen noch einmal eine starke Vorstellung aufs Parkett legte. Der Niederländer traf bei seinen sechs Treffern teilweise auch aus schlechtem Winkel.

„Man muss auch ehrlich sagen, dass wir einige Momente für uns hatten“, meinte Hinze mit Blick auf das Spielglück. So durfte Boomhouwer nach zwei Paraden des Leipziger Schlussmanns Mohamed El-Tayer den zweiten Nachwurf hineinwerfen, und Stutzke traf die Unterkante der Latte. „Umgekehrt gingen bei Leipzig die Bälle raus oder die Abpraller landeten bei uns.“ Zufrieden mit der Leistung war der Coach freilich trotzdem. „Wir hatten auch heute wieder Rückschläge, sind aber stabil geblieben. Und die Individualleistungen waren da“, freute sich Hinze.

In Bedrängnis traf zum Beispiel zum Schluss David Schmidt, der auch defensiv eine starke Vorstellung zeigte. „Uns hat das vorige Spiel gegen Minden einfach gewurmt“, verriet der Rückraum-Linkshänder. „Es war sang- und klanglos. Das hat uns motiviert.“

Rund um den BHC

Mitglieder: Im Rahmen des Sommerfests warb der BHC um passive Mitglieder, um die Jugendarbeit zu unterfüttern. 100 Anträge waren das Ziel des Nachmittags, bis Spielschluss waren es 108 – Tendenz steigend.

Personal: Fabian Gutbrod war nicht mitgefahren, weil er auf die Geburt seines zweiten Kindes wartete. Simen Schönningsen fehlte außerdem aufgrund einer Fußverletzung im Abschlusstraining.

Passend zum Thema: Sommerfest - Föste und Co. blicken zuversichtlich nach vorn

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