Handball

BHC 2021: Form konserviert, Torausbeute gesteigert

Lemgos Coach Florian Kehrmann hatte an der Begegnung nur selten seine Freude. Foto: Christian Beier
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Lemgos Coach Florian Kehrmann hatte an der Begegnung nur selten seine Freude.

Florian Kehrmann ist frustriert, dass sein TBV „eigentlich keine Chance“ hatte.

Von Timo Lemmer

Florian Kehrmann war geknickt. Der ehemalige Sportring-Außen hatte darauf gebaut, dass es zwischen dem Bergischen HC und dem TBV Lemgo – fast schon traditionell– eng und kampfbetont zugehen würde. Doch die Partie in Wuppertal geriert recht früh zur klaren Angelegenheit, weil der BHC seinem Spiel jederzeit treu blieb. „So hatten wir eigentlich keine Chance“, fand TBV-Trainer Kehrmann.

Gekommen wie erhofft sei in der Unihalle lediglich die erste Viertelstunde: „Da haben wir es geschafft, dagegenzuhalten. Ab dem 7:7 war plötzlich ein Bruch drin.“ Die Hausherren trafen vier Mal in Serie– laut Kehrmann nicht zuletzt, weil Fabian Gutbrod drei einfache Treffer markieren konnte.

Sein Gegenüber Sebastian Hinze stimmte Kehrmann weitgehend zu: Seine Mannschaft habe bis zum ersten Absetzen noch die Sicherheit gesucht, die dann auch dank ein, zwei technischer Fehler der Lipper generiert werden konnte. Hinze: „Danach war es nur eine kurze Phase, in der wir nicht gut in den Abschluss kommen und den Kreis nicht finden.“ Aus der Halbzeitführung heraus habe man dann aber dennoch „immer geführt, obwohl ein Team wie Lemgo immer gefährlich bleibt“.

Kehrmann hatte drei Haupt-Knackpunkte ausgemacht, warum nach dem Seitenwechsel keine große Brisanz mehr in die Partie kam: „Im Sieben-gegen-Sechs machen wir drei, vier völlige Katastrophenfehler.“ Hinze lobte hierbei seine defensiven Halben: Nachdem Linus Arnesson, der dann links deckte, und Lukas Stutzke die Seiten getauscht hatten, habe es Erfolge gegen die Überzahl gegeben. Kehrmann weiter: „Entscheidend ist dann auch Christopher Rudeck, der diese Klasse besser war als unsere beiden Torhüter.“ So mache man dann, drittens, nichts, denn: „Der BHC ist einfach sehr stabil zurzeit.“

Das stimmt: Mit 6:2 Punkten sind die Löwen hervorragend aus dem Jahreswechsel gekommen und haben die starke Dezember-Form (9:3) konserviert. Die in den vier Februar-Spielen im Schnitt erzielten 32 Treffer sprechen für herausragendes Tempo und liegen über dem vorherigen Saisonmittel von 28,5 Treffern. Hinze, der auf Co-Trainer Markus Pütz (Quarantäne) verzichten musste, erlebte wohl selten einen so „entspannten“ Erfolg gegen Lemgo – im Gegensatz zu Kehrmann hatte er daran seine Freude.

Löwen überzeugen gegen Lemgo in allen Belangen.

Der Bergische HC gehört zu den stabilsten Teams der Bundesliga.

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