Handball

Mit Podcast: BHC sprengt in Wetzlar die Party

Markus Pütz gab als Trainer ein äußerst erfolgreiches Debüt in der Handball-Bundesliga.
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Markus Pütz gab als Trainer ein äußerst erfolgreiches Debüt in der Handball-Bundesliga.

Bundesliga: Vor knapp 4000 Zuschauern gewinnen die Bergischen Löwen bei der HSG Wetzlar 27:23 (13:12).

Corona hatte den Kaders des Bergischen HC im Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar gewaltig durcheinandergewirbelt. Trainer Sebastian Hinze fehlte genauso wie Teamassistent Jan Artmann und Kreisläufer Tom Kare Nikolaisen, die allesamt positiv getestet wurden. Zudem mussten die Löwen auf Tomas Babak verzichten, der sich nach seiner Rückkehr aus der Nationalmannschaft stark erkältet hatte.

In ungewohnter Konstellation - mit Co-Trainer Markus Pütz in der Verantwortung und Geschäftsführer Jörg Föste auf der Bank - gelang es der Mannschaft trotzdem schnell, sich in die Partie hineinzuarbeiten. Gerade defensiv hatten die Gäste Erfolgserlebnisse - sei es durch hervorragende Paraden von Torhüter Christopher Rudeck oder Ballgewinne in der 6:0-Abwehr, die die Gastgeber oft ins passive Spiel brachte. Csaba Szücs musste zwar beim Stand von 5:5 verletzt runter, wurde dann aber von Lukas Stutzke vertreten, der das Deckungszentrum mit Max Darj bildete. Offensiv zeigten sich die Löwen im Tempospiel sowie in Überzahl zumeist effektiv, doch im Positionsangriff hatten auch sie mit der Wetzlarer Abwehr zu kämpfen. Diese agierte mit einer 5:1-Variante, bei der der vorgezogene Spieler sehr offensiv agierte. Angeführt von Rudeck gingen die Bergischen durch Lukas Stutzke, Tom Bergner sowie unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff Yannick Fraatz drei Mal mit einem Treffer in Führung.

Beim 13:12 hatten die Gäste Anwurf in der zweiten Hälfte, verloren die Kugel aber, so dass die HSG erneut ausglich. Die Bergischen schienen den Mittelhessen in dieser Phase dennoch den Schneid nach und nach abzukaufen. Mehrere Male hatten sie Großchancen, um auf zwei Tore Abstand zu stellen. Doch auch Wetzlar hatte in Till Klimpke einen hervorragenden Rückhalt zwischen den Pfosten. Linus Arnesson vergab einen Siebenmeter, David Schmidt scheiterte hauchdünn, und Yannick Fraatz ließ eine gute Gelegenheit von der Außenposition liegen.

Doch dann platzte der Knoten. Einen Ballgewinn nutzte Jeffrey Boomhouwer zum Konter und 19:17 in der 46. Minute. Arnor Gunnarsson erhöhte per Strafwurf sogar auf 20:17 - die höchste Führung eines Teams während der gesamten Partie. Die Gastgeber setzten nun auf den siebten Feldspieler, leisteten sich aber auch Fehler. Einen davon bestrafte Boomhouwer mit dem 22:18. Die HSG kam zwar noch ein letztes Mal auf zwei Treffer heran, dann bediente Lukas Stutzke den völlig blanken David Schmidt, der zum 25:22 vollstreckte. Spätestens Rudecks 17. Parade besiegelte den BHC-Erfolg. Am Ende hieß es gar 27:23 (13:12).

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