Handball

BHC gewinnt erstmals in Nürnberg

Fabian Gutbrod erzielte gegen den HC Erlangen sechs Tore.
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Fabian Gutbrod erzielte gegen den HC Erlangen sechs Tore.

Bundesliga: Die Bergischen melden sich nach dem Remis gegen Nordhorn stark zurück und siegen beim HC Erlangen 25:20 (15:11).

Die Aufstellung des Bergischen HC hielt eine große Überraschung parat. Kristian Nippes gab ausgerechnet an dem Ort ein Comeback, an dem seine Profikarriere Anfang März 2020 durch den coronabedingten Saisonabbruch beendet worden war: in der Arena Nürnberger Versicherung, dem Heimspielort des HC Erlangen. Hatten die Löwen damals 26:28 verloren, überzeugen sie diesmal und feierten beim 25:20 (15:11) ihren ersten Auswärtssieg beim HCE überhaupt.

Und Nippes gelang gleich ein guter Einstand. In der Abwehr sprang der Linkshänder für David Schmidt ein, zog direkt in seiner ersten Aktion ein Stürmerfoul. Kurz vor der Pause markierte der Solinger dann sogar sein erstes Saisontor in Billard-Manier. Vom Pfosten sprang die Kugel an HCE-Torhüter Klemen Ferlin und von dort ins Tor. Es war der Treffer zum 15:11, der ersten Vier-Tore-Führung für die Löwen, die sie sich mit einer starken Vorstellung erarbeitet hatten. Nur in den ersten Minuten konnte die Truppe das gefährliche Erlanger Tempospiel nicht unterbinden, kam dann aber immer besser in den Rückzug und hatte tatkräftige Unterstützung von Torhüter Tomas Mrkva.

Faustpfand des BHC-Spiels war ein Mal mehr die starke Abwehr, die ebenfalls nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hervorragend in die Partie hineinkam. Zusammen mit einem starken Positionsangriff, in dem neben Spielmacher Tomas Babak auch Fabian Gutbrod mit Rückraum-Abschlüssen Akzente setzte, überstanden die Bergischen sogar drei Zeitstrafen ohne größere Folgen.

Sicher fühlte sich der BHC mit dem 15:11-Pausenvorsprung offensichtlich nicht. Das jüngste Remis gegen Nordhorn, das nach einer 14:10-Halbzeitführung noch zustande gekommen war, war womöglich noch sehr präsent in den Köpfen. Hochkonzentriert legten die Gäste nach. Sie ließen zwar ihre erste Überzahl ungenutzt, gewannen dafür aber die nächste Unterzahl-Situation mit 2:0. Spätestens nach David Schmidts 20:13 in der 44. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Nichts deutete angesichts einer grandiosen Deckungsarbeit mehr auf eine Wende hin - und die kam auch nicht. Der HCE kam zwar noch einmal etwas besser ins Spiel, doch auf mehr als vier Tore kam er nicht mehr heran.

Kristian Nippes erzielte übrigens auch noch sein zweites Tor des Abends nach einem Wackler - als wäre er nie weg gewesen. Dass der 33-Jährige in Nürnberg mit dabei war, hatte allerdings einen bitteren Hintergrund. Yannick Fraatz war am Donnerstag im Training weggeknickt. Der Rechtsaußen zog sich dabei eine komplexe Verletzung des linken Kniegelenks inklusive eines Kreuzbandrisses zu. Er fällt damit längerfristig aus und wird bereits am Montag operiert.

Die ausführliche Berichterstattung finden Sie hier.

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