Handball

Bergische Löwen wittern Europapokal-Platz

So würde Kristian Nippes (l., mit Tomas Babak) gerne auch nach einem Sieg gegen Flensburg seiner Freude Ausdruck verleihen. Foto: Mathias M. Lehmann
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So würde Kristian Nippes (l., mit Tomas Babak) gerne auch nach einem Sieg gegen Flensburg seiner Freude Ausdruck verleihen.

Bundesliga: Am Sonntag empfängt der BHC Flensburg zum Saisonfinale im ISS Dome Düsseldorf.

Von Thomas Rademacher

Sebastian Hinze hat auffallend gute Laune bei der letzten Spieltagspressekonferenz in dieser Saison. Der Trainer des Bergischen HC wirkt entspannt, blickt voller Vorfreude auf das Saisonfinale und ist sehr stolz auf seine Mannschaft. „Respekt an die Truppe, wie sie immer wieder mit den Verletzungen umgegangen ist. Wenn wir auch am Sonntag gegen die SG Flensburg-Handewitt alles reinwerfen, haben wir das Maximale aus dieser Saison herausgeholt“, sagt der 40-Jährige. Für beide Mannschaften geht es ab 15 Uhr im Düsseldorfer ISS Dome noch um sehr viel.

Die Flensburger benötigen noch einen Punkt, um zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister zu werden. Die Löwen haben noch die Chance auf einen europäischen Startplatz. Ein Thema, das Hinze bislang am liebsten ausgespart hat. „Aber ich habe ja immer gesagt, dass dafür nur eine Tabelle zählt, nämlich die am letzten Spieltag. Jetzt ist es soweit“, sagt der Coach und erläutert ganz locker: „Durch den Sieg in Minden (35:32) haben wir unsere Chance gewahrt. Das war ganz wichtig auch mit Blick auf das letzte Spiel. Uns ist allen bewusst, dass wir noch etwas gewinnen können.“

Sebastian Hinze glaubt an die kleine Chance

Um möglicherweise den Sprung auf den sechsten Platz zu schaffen, muss eine Sensation gegen Flensburg her. Dass die Löwen gegen den Spitzenreiter, der 31 seiner 33 Saisonspiele gewonnen hat, krasser Außenseiter sind, liegt auf der Hand. Hinze wäre nicht Hinze, wenn er nicht trotzdem an eine Chance glauben würde. „Um die zu bekommen, müssen wir ins Tempospiel kommen“, sagt der BHC-Coach – und ist sicher: „Aus dem Positionsangriff werden wir nicht gewinnen.“

Personell sind die Löwen allerdings arg angeschlagen. Neben den langzeitverletzten Daniel Fontaine (Achillessehnenriss) und Maciej Majdzinski (Kreuzbandriss) fehlt auch Max Darj sicher. Die Hoffnung auf eine schnelle Genesung seines Daumenbruchs hat sich zerschlagen. Bogdan Criciotoiu kann mit einer Entzündung in der Schulter ebenfalls nicht antreten. Sorgen macht sich Hinze auch um Linus Arnesson, der sich in Minden einen leichten Muskelfaserriss zugezogen hat, und Max Bettin, der mit Schulterproblemen ausfiel. Beide sind noch nicht wieder ins Training zurückgekehrt. Nur der zuletzt ebenfalls fehlende Fabian Gutbrod ist seit Montag wieder in der Halle.

RUND UM DEN BHC

TAGESKASSE 11 512 Plätze fasst der Düsseldorfer ISS Dome bei Handballspielen. Für das Löwen-Duell gegen die SG Flensburg-Handewitt waren am Donnerstagmorgen bereits 9086 Tickets abgesetzt. Die Tageskasse wird für Kurzentschlossene geöffnet. Seinen Saison-Bestwert wird der Bergische HC in jedem Fall brechen. Den hatte der Club am 1. November gegen die Rhein-Neckar Löwen aufgestellt. In den ISS Dome kamen 6758 Fans.

BUSSHUTTLE Zum Saisonfinale bietet der Bergische HC einen kostenlosen Busshuttle-Service an. Um 12.15 Uhr, 12.30 Uhr oder 12.45 Uhr geht es an der Klingenhalle los. Nach einem Stop an der Wuppertaler Bayerhalle geht es auf direktem Weg in die Landeshauptstadt. Die Rückfahrten finden um 18 Uhr, 18.30 Uhr und 19 Uhr statt.

VERABSCHIEDUNGEN Bogdan Criciotoiu, Milan Kotrc, Bastian Rutschmann und Max Bettin werde im Rahmen eines Fanfests rund um den ISS Dome im Anschluss ans Saisonfinale verabschiedet.

Nüchtern betrachtet hat der BHC also fast keine Chance gegen einen übermächtigen Kontrahenten, der voller Entschlossenheit anreist. Patzen die Flensburger, würde wohl der THW Kiel den Titel gewinnen – wenn der Rekordmeister denn zeitgleich seine Hausaufgaben gegen die TSV Hannover-Burgdorf macht.

„Es wird ein besonderes Spiel“, sagt Sebastian Hinze. „Beim Länderspiel von Rudi (BHC-Torhüter Christopher Rudeck) habe ich erlebt, wie sich ein ausverkaufter ISS Dome anfühlt. Das war schon stark.“ Mehr als 9000 Tickets sind bislang abgesetzt.

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