Handball

Bärenstarker Stutzke bleibt bis Mitte 2025

Lukas Stutzkes Formkurve zeigt nach oben – er überzeugte auch in Hannover.
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Lukas Stutzkes Formkurve zeigt nach oben – er überzeugte auch in Hannover.

Bundesliga: Beim BHC herrscht Vorfreude auf die zweite Saisonhälfte.

Von Thomas Rademacher

Beim 32:30 (13:12)-Erfolg des Bergischen HC in Hannover gehörte er zu den Leistungsträgern: Lukas Stutzke setzte sich mit Dynamik wie Wucht durch und hatte mit fünf Treffern, zwei Vorlagen und einem geblockten Ball auch statistisch einen großen Anteil am Sieg im letzten Bundesligaspiel des Jahres. Der Handballer, der mit 132,8 Kilometern pro Stunde den härtesten Wurf der Partie verzeichnete, wird dem BHC noch eine Weile erhalten bleiben. Stutzke verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um eine weitere Saison und wird dem Club nunmehr bis mindestens Sommer 2025 angehören.

„Das ist ein ganz wesentlicher Meilenstein in unserer Personalplanung“, sagt BHC-Geschäftsführer Jörg Föste. „Lukas wird sich zu einem Anführer entwickeln. Er hat es durch seine beständig guten Leistungen bis in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gebracht und gehört auf beiden Seiten des Spielfeldes zu den Leistungsträgern des BHC. Sehr erfreulich, dass er als Kind der Region ein weiteres Bekenntnis für seinen Club abgibt.“ Für den Leverkusener war die Verlängerung seines Engagements der logische Schritt. „Für mich ist es jetzt genau der richtige Zeitpunkt“, meint Stutzke. „Hier passt einfach alles, und ich freue mich auf die nächsten Jahre mit dem BHC. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam erfolgreiche Zeiten haben werden.“

In den vergangenen beiden Monaten war das bereits der Fall. Auf 7:1-Punkte im November folgten 5:3-Zähler im Dezember bei einem deutlich herausfordernderen Programm. Der Erfolg in Hannover stellte die vorläufige Krönung dar. „Für den Moment bin ich zufrieden“, sagt Trainer Jamal Naji. „Aber ich freue ich darauf, was in der Rückrunde kommt. Wir werden uns weiter entwickeln, auch wenn es zwischendurch noch einmal Rückschritte gibt. Da müssen wir demütig bleiben.“ Die 5:3-Punkte überstiegen sogar den internen Wunsch. Naji: „Peer (Co-Trainer Pütz, Anm. d. Red.) und ich haben mit vier Zählern geliebäugelt. Dass es nun sogar fünf sind, ist natürlich absolut fantastisch.“

Nun geht es auf einem Leistungshoch bis zum 12. Februar (16.05 Uhr, gegen Melsungen) in die Pause. „Ich bin froh darüber, weil ich denke, dass es bei drei, vier Spielern nicht mehr lange gut gegangen wäre, was die Belastung angeht. Wir konnten zuletzt beinahe nur taktisch trainieren und viel zu wenig individuell – dabei ist es mir wichtig, den Spielern Werkzeuge an die Hand zu geben, um sie besser zu machen“, erläutert der Coach, der seinem Kader bis zum 12. Januar freigibt.

Dann beginnt eine intensive Wintervorbereitung, die trotz der parallel stattfindenden WM fast komplett stattfindet. Stutzke verpasste die Nominierung knapp, Djibril M'Bengue ist für Deutschland gesetzt. Nationalteam-Maßnahmen ohne WM-Teilnahme haben Tomas Babak (Tschechien) und Tom Kare Nikolaisen (Norwegen, B-Team). „Für unsere Arbeit ist das von Vorteil, aber eine WM verschafft den Spielern auch Erfahrungen und Selbstvertrauen – echte Mehrwerte also.“ Naji würde es daher jedem Handballer gönnen, nachnominiert zu werden.

Im Februar möchten die Löwen an ihre Form anknüpfen. „Wir haben uns vorgenommen, eine begeisternde Rückrunde zu spielen“, betont Föste, der vom Erfolg überzeugt ist. „Der Kader ist so gut besetzt, dass wir in dieser Liga einiges erreichen können.“ Mit 16:18-Punkten überwintert das Team auf Rang elf – die einstelligen Plätze sind greifbar nah.

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